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Steigender Funktionsumfang schafft neue Risiken
Eine zunehmende Computerisierung und Integration der Medizintechnik in digitale Netze verschafft der Medizintechnik nicht nur einen stetig wachsenden Funktionsumfang, größeren Bedienkomfort, Datenspeicherung und -weitergabe, sondern auch neue Risiken. Die Risiken entstehen durch die Vernetzung mit anderen medizintechnischen Geräten und nicht-medizinischen Geräten und Systemen und durch die Komplexität des gesamten Netzwerks.
Die neue Norm IEC 80001 — Anwendung des Risikomanagements für IT-Netzwerke mit Medizinprodukten — wendet sich dieser Herausforderung zu. Auf dem diesjährigen Würzburger Medizintechnik Kongress war dies eines der Hauptthemen mit mehr als zwölf Fachvorträgen.
Hochinnovative Weiterentwicklungen gibt es beispielsweise in der Computer- und Kernspintomografie (MRT). Besonders mit sehr starkem Magnetfeld (Hochfeld-MRT) können MRT-Bilder in hoher Auflösung erzielt werden. Diese Technologie ist derzeit die schonendste Diagnostikmethode mit der umfassendsten Darstellung der Gestalt und Funktion aller Körperorgane.
Die minimalinvasive Chirurgie („Schlüsselloch“-Chirugie), Navigationssysteme in der Orthopädie, der Chirurgie, der Neurochirurgie werden ständig durch die Weiterentwicklung und den Einsatz von Mikrosystemtechniken, neuen Werkstoffen verbessert. Erst durch Mikrosystemtechnik können Bio- und Nanotechnologie in Mikro- und Makroumgebungen integriert werden.
Medizinische Daten sicher übertragen

Weitere Entwicklungen sind unter anderem in der Telemedizin und dem Telemonitoring zu erwarten. Unter Telemedizin wird Bereitstellung von Gesundheitsdiensten per Informations- und Kommunikationstechniken verstanden, um die Entfernung zum Patienten zu überbrücken. Voraussetzung ist die sichere Übertragung medizinischer Daten und Informationen. Beispiele sind Fernberatung, Ferndiagnose und Telemetrie, wie sie in der Notfallmedizin (Rettungsdienste) zum Einsatz kommen.
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