Automotive-Kontakte Kontaktkompetenz für die Mobilität der Zukunft

Richard Espertshuber *

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Kontakt ist nicht gleich Kontakt. Am Beispiel eines Hybridautos zeigen wir, welche Anforderungen an Automotive-Kontakte gestellt werden und wie Steckerhersteller diese umsetzen.

Kontakte für Automotive: Auf Basis des Kontaktes LAMTAC setzte ODU, der Spezialist für elektrische Verbindungstechnik, eine maßgeschneiderte Lösung für die Automobilindustrie um.(Bild:  ODU)
Kontakte für Automotive: Auf Basis des Kontaktes LAMTAC setzte ODU, der Spezialist für elektrische Verbindungstechnik, eine maßgeschneiderte Lösung für die Automobilindustrie um.
(Bild: ODU)

Einzelkontakte sind im Steckverbinder das technologische Basiselement und sorgen für funktionssichere Verbindungen – als kleinste Einheit. Die Anforderungen an den Einzelkontakt sind applikationsspezifisch und beispielsweise im Bereich Automotive ebenso hoch wie vielfältig.

Sie reichen von Vibrationssicherheit über Medienresistenz bis hin zu geringem Gewicht der Verbindung. Mit umfangreichen Qualifizierungen, wie die LV215, fordert der Markt höchste Qualität und beste Kontaktsicherheit. Zugleich besteht der Wunsch kostengünstige Schnittstellen zu schaffen. Schnelle Einsatzfähigkeit und Serientauglichkeit kommen genauso dazu wie kurze Lieferzeiten.

Bild 1: Der geschlitzte Einzelkontakt ODU TURNTAC kommt zum Beispiel in den Ladesteckern von Elektro- und Plug-In-Hybridfahrzeugen zum Einsatz.(Bilder:  ODU)
Bild 1: Der geschlitzte Einzelkontakt ODU TURNTAC kommt zum Beispiel in den Ladesteckern von Elektro- und Plug-In-Hybridfahrzeugen zum Einsatz.
(Bilder: ODU)

Weltweit arbeiten heute alle namhaften Automobilhersteller an Fahrzeugen mit alternativen Antrieben. Geschlitzte Einzelkontakte wie der TURNTAC von ODU kommen dabei zum Beispiel in den Ladesteckern von Elektro- und Plug-In-Hybridfahrzeugen zum Einsatz. Die Kontaktsysteme verbaut der Kunde in ein Stecksystem, das anschließend zum Aufladen der Fahrzeugbatterien dient.

Doch Einzelkontakt ist nicht gleich Einzelkontakt. Der TURNTAC (Bild 1) überzeugt mit einer hohen Verschleißfestigkeit. So bleibt auch beim versehentlichen Schiefstecken durch den Anwender, also den Fahrer, die einwandfreie Funktion erhalten: Eine Toleranz von bis zu fünf Winkelgrad verhindert Schäden am Kontaktkörper. Der Kontakt besitzt keinen zusätzlichen Federring, der sonst bei vielen geschlitzten Kontakten die Buchse umspannt. Bei den herkömmlichen Lösungen hält dieser Ring die Kontaktnormalkraft im gesteckten Zustand über die Lebensdauer aufrecht und stellt die Relaxationsfestigkeit und damit eine einwandfreie Funktion sicher.

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Dieser Autorenbeitrag ist in der Printausgabe ELEKTRONIKPRAXIS Sonderheft Elektromechanik II erschienen. Diese ist auch als kostenloses ePaper oder als pdf abrufbar.

Doch der Ring birgt auch eine Reihe an potenziellen Störfaktoren, da er über ganz eigene Toleranzen und Kräfte verfügt. Dank des Knowhows und mit einer simulationsgestützten Auslegung der Federstege erreichte das Unternehmen auch ohne Ring eine hohe funktionale Sicherheit in der Anwendung. Die Lösung ohne Federring bringt noch einen weiteren Vorteil: Der Verzicht auf ein komplettes Bauteil reduziert die Kosten.

Dieser Faktor kommt nicht nur in der Fertigung, sondern auch in der Galvanik zum Tragen. Der Einzelkontakt ist auf die kostensparende Trommelbeschichtung ausgelegt. Beim Hersteller wird aus dem geschlitzten Kontakt eine Verbindung, die hält, was sie verspricht. Die Spezialisten aus Mühldorf blicken dabei von vornherein auf die gesamte Applikation, in der der Einzelkontakt zur Anwendung kommt. Durch Qualitätsprüfung und Simulation entsteht die Basis für funktionssichere Verbindungen. Das gilt nicht nur für das Standardportfolio sondern auch für Neuentwicklungen, die technologische Grenzen überwinden und sich den Herausforderungen des Marktes stellen.

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