Intel plant den Bau der nach eigener Aussage „größten Silizium-Fertigungsanlage des Planeten“: Das Unternehmen steckt 20 Mrd. US-$ in den Bau zweier neuer Fabs im US-Bundesstaat Ohio – mit zusätzlicher Fläche für bis zu sechs weitere Fabriken.
Renderaufnahme der geplanten neuen Intel-Anlage in Licking County, Ohio. Mit einer Startinvestition von zunächst 20 Mrd. US-$ hat Intel den Bau der ersten neuen, eigenen Fertigungsstätten im Herzen der Verinigten Staaten angekündigt.
(Intel Corporation)
Intel hat vergangenen Freitag Pläne für eine Erstinvestition von mehr als 20 Milliarden US-$ in den Bau neuer, hochmoderner Chipfabriken in Ohio enthüllt. Die Investition soll dazu dienen, um die steigende Nachfrage nach fortschrittlichen Halbleitern zu adressieren und eine neue Generation innovativer Produkte von Intel anzutreiben.
Die Ausbaupläne fügen sich in Intel-CEO Pat Gelsingers Pläne ein, Intel wieder zu einem Innovationsführer der Chiptechnologie zu machen. Darüber hinaus soll das Unternehmen als eine vertrauenswürdige Foundry für Fabless-Halbleiterhersteller etabliert werden. Demgemäß soll der Standort in Ohio nicht nur Intels eigenen Bedarf, sondern auch Aufträge Dritter bedienen können.
„Mega-Standort“ soll bis zu 8 Fab-Stätten beheimaten können
„Die heutige Investition ist ein weiterer wichtiger Beitrag von Intel, die Führungsrolle der USA in der Halbleiterproduktion wiederherzustellen“, sagte Pat Gelsinger, CEO von Intel. „Die Maßnahmen von Intel werden dazu beitragen, eine resiliente Lieferkette aufzubauen und einen zuverlässigen Zugang zu fortschrittlichen Halbleitern für die kommenden Jahre zu gewährleisten.“
Diese im große Stil angelegte Rückführung von Produktionskapazitäten in die Verinigten Staaten sei ebenso ein Beitrag, um die globale Halbleiterindustrie zu stärken: „Diese Fabriken werden ein neues Epizentrum für fortschrittliche Chipherstellung in den USA schaffen, das Intels einheimische Labor-zu-Fabrik-Pipeline stärken und Ohios Führungsrolle in Forschung und Hightech ausbauen wird.“
Ohio, das im amerikanischen Mittelwesten liegt, ist derzeit nicht gerade als Technologiehochburg bekannt. Die 20 Mrd. US-$ schwere Investition Intels ist die bislang größte Einzelninvestition aus dem privatwirtschaftlichen Sektor, die der Bundesstaat bis dato erlebt hat. Mit dem Investment sollen in der ersten Phase des Projekts voraussichtlich 3.000 Arbeitsplätze bei Intel direkt geschaffen werden. Der „Mega-Standort“ erstreckt sich über mehr als 1000 Acres (400 Hektar) in Licking County, etwas außerhalb von Columbus, der Hauptstadt des US-Bundesstaats.
Zunächst sollen an dem Standort zwei Chipfertigungsstätten entstehen. Ingesamt sei die Fläche aber ausgelegt, um bis zu acht Fabs sowie unterstützende Betriebe und Partner des Ökosystems zu beherbergen. Bei vollem Ausbau erwartet Intel, dass die Gesamtinvestition in den Standort im Laufe des nächsten Jahrzehnts auf bis zu 100 Milliarden US-$ anwachsen könnte. Das würde den Standort zu einem der größten Halbleiterproduktionsstandorte der Welt machen.
„Silicon Heartland: Ein neues Silicon Valley im Herzen der Vereinigten Staaten?
Der Baubeginn für die ersten beiden geplanten Anlagen ist für Ende 2022 vorgesehen. Sie sind ausgelegt, um mit Intels derzeit fortschrittlichster Fertigungstechnologie 18A zu arbeiten. Die beiden fabs sollen ab 2025 „Chips mit den fortschrittlichsten Transistortechnologien der Branche liefern“.
Renderaufnahme der geplanten Intel-Anlage aus der Vogelperspektive. Eingezeichnet ist der geplante Bau der ersten beiden Fabs plus Werksgelände. Bis 2025 sollen die Anlagen erste Chips produzieren können. Ingsgesamt soll die Gesamtfläche von 1000 Acres (über 400 Hektar) 8 Fabs beherbergen können.
(Intel Corporation)
Die Anlage in Ohio stellt den ersten neuen, eigenen Produktionsstandort von Intel seit 40 Jahren dar. Es ist damit zu rechnen, dass sich Intel für den Bau der Anlage größere Zuschüsse durch den amerikanischen CHIPS-Act zur Förderung der einheimischen Halbleiterindustrie erhofft. Der „Mega-Standort“ soll Anstoss für ein neues Zentrum der Highend-Halbleitertechnologie werden. Gegenüber dem TIME-Magazine sagte Pat Gelsinger zu den Ohio-Plänen: „[Intel] hat geholfen, das Silicon Valley zu etablieren. Nun erschaffen wir das Silicon Heartland“.
Weltweit investieren Halbleiterfertiger derzeit mehrere Milliarden US-$ in den Ausbau von Fertigungskapazitäten. So hat der weltgrößte Auftragsfertiger TSMC, im Laufe diesen Jahres bis zu 44 Mrd. US-$ in den Aufbau neuer Werke stecken zu wollen. All diese Investitionen werden mit Verweis auf den aktuellen weltweiten Halbleitermangel getätigt. Dabei darf allerdings nie vergessen werden, dass der Aufbau neuer Fabs mehrere Jahre in Anspruch nimmt, insbesondere, wenn diese nach dem neuesten Stand der Fertigungstechnologie ausgestattet werden. Selbst, wenn die Produktion wie angekündigt bis 2025 anlaufen sollte, werden noch viele weitere Jahre vergehen, ehe der Bau vollends abgeschlossen und die volle Kapazität erreicht werden kann.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.