Humanoide Robotik Humanoide bauen bei Schaeffler Antriebe für Humanoide

Von Manuel Christa 1 min Lesedauer

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Im neuen chinesischen Schaeffler-Werk montieren sechs humanoide Roboter Gelenkmodule für andere Humanoide. Schaeffler verbindet die Fertigung mit einem Trainingszentrum, das Roboter auf industrielle Aufgaben vorbereitet.

Humanoide fertigen für Humanoide: In Schaefflers neuem Werk im chinesischen Taicang montieren sechs humanoide Roboter Antriebskomponenten für andere Humanoide.(Bild:  Daniel Karmann/Schaeffler)
Humanoide fertigen für Humanoide: In Schaefflers neuem Werk im chinesischen Taicang montieren sechs humanoide Roboter Antriebskomponenten für andere Humanoide.
(Bild: Daniel Karmann/Schaeffler)

Schaeffler hat im chinesischen Taicang bei Shanghai eine Halle von rund 7.500 Quadratmetern eröffnet, in der sechs humanoide Roboter an fünf Stationen Gelenkmodule für andere Humanoide montieren: Bauteile bereitstellen, sortieren, fügen, prüfen, kennzeichnen und verpacken. Nach Angaben von Schaeffler beginnt dort die Serienfertigung linearer und rotativer Aktoren.

Im Geschäft mit humanoider Robotik meldet Schaeffler inzwischen ein weltweites Auftragsvolumen von rund 400 Millionen Euro. Im dritten Quartal 2026 kamen zwei Kunden aus China hinzu. Die Zahl stammt aus den vorläufigen Neunmonatszahlen.

Schaefflers Aktoren sind bereits bekannt

Schaeffler hatte im Januar 2026 auf der CES in Las Vegas einen Planetengetriebe-Aktor für humanoide Roboter vorgestellt: zweistufiges Planetengetriebe, Motor, Encoder und Regler in einem Gehäuse, 60 bis 250 Newtonmeter Drehmoment. Ob Taicang genau dieses Modell fertigt, sagt das Unternehmen nicht; genannt sind lineare und rotative Aktoren. Ein Humanoider braucht im Schnitt 25 bis 30 Antriebe. Nach einer Investorenpräsentation vom September entfallen auf integrierte Linear- und Rotationsaktoren rund 50 Prozent der Bauteilkosten.

Ein Trainingszentrum mit Produktionslinie

Neben der Fertigung nutzt Schaeffler die Anlage, um humanoide Roboter für industrielle Aufgaben zu trainieren. Dazu zählen Sichtprüfungen, Verpackungsarbeiten, Materialtransport und das Nachfüllen von Material an Produktionslinien. Die Umgebungen orientieren sich an den rund 100 Werken des Konzerns. Ein digitaler Zwilling bildet die Linie ab, während Sensoren Montagegenauigkeit und Energieverbrauch erfassen. Einen geschlossenen Kreislauf, in dem Humanoide Teile für Humanoide montieren, habe es im Konzern bisher nicht gegeben, teilt Schaeffler mit. Mit dem Londoner Hersteller Humanoid besteht seit Mai 2026 eine verbindliche, gestufte Vereinbarung. Ziel seien vierstellige Stückzahlen rollender Einheiten bis 2032. (mc)

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