CES 2026: Antriebstechnik für Roboter Schaeffler zeigt kompakten Aktor für Humanoide mit Getriebe, Motor, Encoder und Controller

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Auf der CES 2026 in Las Vegas zeigt Schaeffler einen besonderen Aktor fürs Robotergelenk: Er überträgt Drehmoment präzise und mit geringer Nachgiebigkeit und entscheidet damit darüber, wie kontrolliert ein Roboter Schulter, Hüfte oder Knie bewegt.

Planetenradaktor für humanoide Roboter: Schaeffler kombiniert zweistufiges Planetengetriebe, Elektromotor, Encoder und Controller zu einer kompakten Antriebseinheit für präzise Gelenkbewegungen im Dauerbetrieb.(Bild:  Schaeffler AG)
Planetenradaktor für humanoide Roboter: Schaeffler kombiniert zweistufiges Planetengetriebe, Elektromotor, Encoder und Controller zu einer kompakten Antriebseinheit für präzise Gelenkbewegungen im Dauerbetrieb.
(Bild: Schaeffler AG)

Schaeffler kündigt zur Messe die Weltpremiere eines Planetenradaktors an, der speziell für humanoide Roboter entwickelt wurde. Das Unternehmen verweist darauf, dass ein Humanoid im Schnitt 25 bis 30 Aktoren benötigt. Entsprechend groß ist der Hebel, wenn ein Hersteller Baugröße, Präzision und Robustheit pro Gelenk verbessert.

Technik im Gelenk: Getriebe, Motor, Sensorik und Regelung in einem Paket

Schaeffler setzt auf ein kompaktes Antriebssystem, das ein zweistufiges Planetengetriebe, einen Elektromotor sowie Encoder und Controller in einer bauraumoptimierten Einheit kombiniert. Das soll Integratoren Arbeit abnehmen, weil sie weniger Einzelkomponenten auslegen und verschalten müssen.

Ein Kernpunkt ist die Rückführbarkeit: Während herkömmliche Aktoren laut Schaeffler oft nur begrenzt oder gar nicht „back-drivable“ sind, soll das neue System ein sanftes Rückwärtsbewegen des Antriebs zulassen und trotzdem präzise bleiben. Gerade in Robotergelenken, die externe Kräfte abfangen, kann das über Sicherheit, Taktzeit und Energiebedarf mitentscheiden.

Dauerbetrieb als Ziel: Wärme, Drehmomentfenster und Transparenz

Für den Betrieb über lange Schichten stellt Schaeffler auf thermische Stabilität ab. Der Konzern nennt ein Drehmomentfenster von 60 bis 250 Nm. In der Praxis deckt das typische Gelenkaufgaben ab – vom kontrollierten Bewegen leichter Arme bis zu Lasten an Beinen und Hüften, je nach Roboterauslegung.

Schaeffler spricht außerdem von „Torque Transparency“: Der Aktor soll Kräfte so übertragen, dass die Regelung externe Einflüsse besser erkennt und Bewegungen feinfühlig anpasst. In Kombination mit hoher Effizienz zielt das auf präzise Bewegungsabläufe bei reduziertem Energieeinsatz.

Schaeffler betont zudem die Fertigungstiefe: Alle Komponenten sollen aus eigener Entwicklung und Produktion stammen. Das Unternehmen verknüpft das mit dem Anspruch, gleichbleibende Qualität in größeren Stückzahlen liefern zu können.

CES-Randnotizen: Lagertechnik, autonome Transporte und Fahrzeugarchitekturen

Neben dem Robotik-Fokus bringt Schaeffler zur CES weitere Themen mit. Das Unternehmen stellt Lagerlösungen für Energieerzeugung und Rechenzentren in Aussicht, zeigt autonome Materialtransportlösungen wie einen Gabelstapler-Demonstrator für enge Räume und nennt Technikbausteine für softwaredefinierte Fahrzeuge – etwa Zonen-Controller sowie Sensoren, Aktoren und Leistungselektronikmodule.

Zu sehen sind die Exponate vom 6. bis 9. Januar 2026 in der West Hall des Las Vegas Convention Centers, Stand 7301.(mc)

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