Power of Electronics 2026 Geballtes Hardware-Wissen in fünf parallelen Tracks

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 3 min Lesedauer

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Am 29. und 30. September wird Würzburg wieder zum Zentrum der Elektronikentwicklung. Der Fachkongress Power of Electronics wächst weiter. Integriert sind die Technologietage Leiterplatte und das Anwenderforum Relaistechnik. Der größte Teil des Programms steht. Jetzt warten zwei intensive Tage mit fünf parallel laufenden Thementracks, praxisnahen Workshops und richtungsweisenden Keynotes.

Hardwarewissen: Im Track Cooling vermittelt Prof. Griesinger von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg die physikalischen Grundlagen des Wärmemanagements. (Bild:  Stefan Bausewein)
Hardwarewissen: Im Track Cooling vermittelt Prof. Griesinger von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg die physikalischen Grundlagen des Wärmemanagements.
(Bild: Stefan Bausewein)

Die Elektronikbranche steht vor großen technologischen und regulatorischen Herausforderungen. Wie müssen Netzteile für zukünftige Ladeinfrastrukturen aussehen? Wie bekommt man die stetig steigende Abwärme aus kompakten Gehäusen? Und wie bereiten sich Elektronikhersteller auf kommende Umweltregularien vor? Das Programm der diesjährigen Power of Electronics liefert darauf konkrete Antworten.

Die übergreifende Keynote zum Digitalen Produktpass

Ein Thema brennt der Branche derzeit besonders unter den Nägeln: die Kreislaufwirtschaft. Daher startet der erste Kongresstag mit einer übergreifenden Keynote. Dr. Kai Lindow und Dr. Jochen Zapf (Fraunhofer IPK und Schaeffler) beleuchten das Thema „Der Digitale Produktpass: Konzept, Umsetzung und Herausforderungen in der industriellen Praxis“. Begleitet wird dies durch weitere Fachvorträge im Track Kreislaufwirtschaft, etwa vom Fraunhofer IZM zum zirkulären Produktdesign oder dem Fraunhofer LBF zum Flammschutz im Recyclingzyklus.

Eine weitere spannende Keynote erwartet die Teilnehmer am zweiten Tag: Guido Körber (Code Mercenaries) widmet sich dem Thema Disruption und der Frage, warum wir technologische Umbrüche oft erst erkennen, wenn es eigentlich schon zu spät ist.

Von Wärmemanagement bis Power-Design

Um die enorme fachliche Bandbreite abzudecken, können sich die Teilnehmer ihr individuelles Programm aus fünf parallelen Tracks zusammenstellen:

  • Wärmemanagement (ehemals Cooling Days): Hier reicht das Spektrum von anschaulichen Versuchen zu optimierten Kühlstrategien (Prof. Andreas Griesinger, DHBW Stuttgart) über entwicklungsbegleitende Temperatursimulationen (Alpha Numerics) bis hin zu disruptiven Kühlarachitekturen wie offenporigem Aluminiumguss (Metahybrid Group).
  • Power-Design & Leistungshalbleiter: Ein tiefes Eintauchen in die Welt der Leistungselektronik. Themen sind unter anderem die genaue Messung von Kernverlusten in magnetischen Materialien (Micrometals), Überspannungsbegrenzung an halbleiterbasierten Trennschaltern (Littelfuse) und der Einsatz von Low-Voltage GaN FETs in Multi-kW-Wandlern (EPC).
  • Leiterplatte: Im Rahmen der Technologietage Leiterplatte geht es tief in die Praxis der HDI- und Mikrovia-Technik, präsentiert von Branchengrößen wie Eurocircuits und Ciboard electronic.
  • Anwenderforum Relaistechnik: Alles, was Anwender wissen müssen – von Elementarrelais über Halbleiter- und Hybridrelais (Panasonic) bis hin zur Verarbeitung von REED-Kontakten (Standex Electronics).

DER KONGRESS FÜR ELEKTRONIKENTWICKLER

Entwickeln mit Weitblick – Die 360-Grad-Sicht auf die Elektronik

Power of Electronics
(Bild: VCG)

Von der ersten Idee bis zum marktreifen Produkt: Power of Electronics liefert Wissen, Werkzeuge und Kontakte für erfolgreiche Elektronikentwicklung. Egal, ob Sie am Anfang Ihrer Karriere stehen oder erfahrener Spezialist sind – hier finden Sie tiefgehende Inhalte, aktuelle Technologien und innovative Lösungen. Es erwartet Sie ein auf verschiedene Themengebiete der Elektronik fokussiertes Vortragsprogramm, eine übergreifende Fachausstellung mit den jeweiligen Spezialunternehmen und Komponentenanbietern sowie zahlreiche Möglichkeiten zum interdisziplinären Austausch und intensiven Networking.

Praxis im EMV-Workshop

Für Entwickler, die den direkten Praxisbezug suchen, ist der EMV-Workshop am ersten Kongresstag ein Pflichttermin. Thomas Eichstetter (EMV-Wissen) widmet sich dem Albtraum jedes Hardware-Designers: „Durchgefallen bei leitungsgebundenen Emissionen – würden Sie dieses Gerät retten?“ Neben der Theorie zur Störfestigkeit gibt es hier auch direkt begleitende Übungen an Messaufbauten.

Networking im Maschinenhaus

Neben dem straffen Fachprogramm kommt auch der branchenübergreifende Austausch nicht zu kurz. Abgerundet wird der erste intensive Kongresstag durch eine gemeinsame Abendveranstaltung im Würzburger „Maschinenhaus“, bei der Referenten, Aussteller und Teilnehmer die Themen des Tages in entspannter Atmosphäre vertiefen können.

Fazit der Redaktion: Das bisher veröffentlichte Programm der Power of Electronics verspricht eine in dieser Form seltene Tiefe für Hardware-Entwickler. Wer sich mit den drängenden Themen wie Thermomanagement, EMV-Troubleshooting, zukunftsfähigem Power-Design oder den kommenden Pflichten rund um den Produktpass auseinandersetzen muss, sollte sich den 29. und 30. September unbedingt rot im Kalender markieren. (heh)

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