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Holz fließt vom Boden bis in die Armaturentafel. Sein großzügiger Einsatz bildet die Basis für eine einladende Wohlfühl-Atmosphäre an Bord. Die dunkle Oberfläche ist stark gemasert, offenporig und wirkt natürlich gealtert – ein willkommener Kontrast zur hohen Funktionalität des Arbeitsplatzes. Die Armaturentafel ist ruhig und aufgeräumt, Displays lösen Instrumente und Außenspiegel ab. Sie schweben wie Inseln vor der Klavierlack-Oberfläche im Cockpit. An die Stelle auffallender Luftdüsen tritt eine indirekte Klimatisierung, ein Touchpad löst herkömmliche Schalterleisten ab. Die Brüstung der Armaturentafel ist mit Leder verkleidet. Die handwerkliche Perfektion der Verarbeitung kontrastiert mit der rationalen Technik des Lkw.
Faszinierende Lichteffekte im Fahrerhaus
Ist der Lkw autonom unterwegs, kann der Fahrer seinen Sitz auf Wunsch nach hinten stellen und ihn gleichzeitig um 45 Grad in den Raum hinein drehen – der Fahrer nimmt dann bewusst eine entspannte und bequeme Arbeitsposition ein. Gleichzeitig hellt die indirekte Beleuchtung das Interieur blendfrei auf. An seinem künftigen Arbeitsplatz kommuniziert der Fahrer während der Fahrt per Tablet-Rechner. Er steckt entnehmbar in der neu gestalteten Mittelkonsole. Hier bearbeitet er Unterlagen, disponiert seine weiteren Fahrziele, kann zusätzliche Aufträge entgegennehmen und organisiert seine nächste Pause. Der Bildschirm des Rechners ist frei konfigurierbar, deshalb kann der Fahrer auf Wunsch ebenfalls alle wesentlichen Fahrdaten abrufen.
Statt Lenkrad und Pedalerie ist der Tablet-Rechner das entscheidende Arbeitsmedium auf langen und autonom gefahrenen Strecken. Der Mercedes-Benz Future Truck 2025 führt zu einer neuen Art der Arbeit im Fahrerhaus eines Fernverkehrs-Lkw. Er kombiniert als Gesamtkonzept den Hightech-Fahrerplatz der Zukunft mit einem topmodernen papierlosen Büro und einem Wohnraum. Der Fahrer ist im Mercedes-Benz Future Truck 2025 auch unterwegs zuhause, das unterstreichen mit einem Augenzwinkern digitale Bilderrahmen an der Rückwand des Trucks: Hier laufen private Fotos durch, ob von der Familie oder dem vergangenen Urlaub – der Hightech-Truck beweist bei aller Funktion und Effizienz stets auch Emotion.
Radarsensoren und eine Kamera scannen das Umfeld
Hinter der faszinierenden Kulisse steckt nicht weniger beeindruckende Technik. Der Mercedes-Benz Future Truck 2025 ist nicht etwa Teil eines Platoons. Er benötigt auch keinerlei Verkettung mit anderen Fahrzeugen. Radarsensoren und Kameratechnik ermöglichen dem Future Truck autonomes Fahren unabhängig von anderen Fahrzeugen oder Leitzentralen. Entscheidend für die überragenden Fähigkeiten des Mercedes-Benz Future Truck 2025 als autonom fahrender Lkw ist also seine technische Ausrüstung. Mercedes-Benz summiert sie in dem hochintelligenten System „Highway Pilot“, ähnlich dem Autopiloten eines Flugzeugs. Eine Vernetzung mit anderen Lkw oder Pkw baut seine Fähigkeiten zwar weiter aus, sie ist aber für autonomes Fahren nicht notwendig.
Im unteren Bereich der Frontpartie scannt ein Radarsensor den Fern- und Nahbereich nach vorne. Der Frontradarsensor erfasst eine Reichweite von 250 m und deckt einen Öffnungswinkel von 18 Grad ab. Der Nahbereichssensor hat eine Reichweite von 70 m und bestreicht einen Winkel von 130 Grad. Der Radarsensor ist die Basis für die heute schon verfügbaren Sicherheitssysteme Abstandhalte-Assistent und Notbrems-Assistent. Den Bereich vor dem Fahrzeug hat außerdem eine Stereokamera im Blick, sie ist oberhalb der Brüstung hinter der Windschutzscheibe montiert. Heute ist an dieser Stelle bei der Option Spurhalte-Assistent eine Monokamera montiert. Die Reichweite der Stereokamera beläuft sich auf 100 m, sie bestreicht einen Bereich von horizontal 45 Grad und vertikal 27 Grad.
Die Stereokamera des Mercedes-Benz Future Truck 2025 identifiziert ein- und zweispurige Fahrbahnen, Fußgänger, bewegliche und unbewegliche Gegenstände, sämtliche Objekte innerhalb des überwachten Raums. Die Kamera erkennt alles, was sich vom Hintergrund abhebt und kann somit auch den Freiraum präzise ermitteln. Die Front-Stereokamera nimmt außerdem die Informationen von Verkehrsschildern auf. Neben der Objekt- und Freiraumerkennung dient die Stereokamera der Spurerkennung, die eine wesentliche Funktion für die autonome Spurführung darstellt. Die Überwachung der Fahrbahn links und rechts des Lkw übernehmen seitlich angebrachte Radarsensoren. Sie sind links und rechts vor der Hinterachse der Zugmaschine montiert. Die Reichweite beträgt 60 m, die Sensoren decken einen Winkel von 170 Grad in Längsrichtung ab.
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