Paläontologie Fossilien mit modernen 3D-Scannern konservieren

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Mit Hilfe der 3D-Technik ist es Wissenschaftlern möglich, Fossilien weltweilt weiter zu untersuchen. Zum Einsatz kamen zwei verschiedene Scan-Typen, um detailreiche Aufnahmen zu erzeugen.

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Weltweiter Zugriff auf die eingescannten Fossilien. Wissenschaftler können weitere Forschungen vornehmen.
Weltweiter Zugriff auf die eingescannten Fossilien. Wissenschaftler können weitere Forschungen vornehmen.
(Artec)

Vor mehreren Jahrzehnten waren die jetzt gescannten Fossilien von unter anderem Krokodilen, Elefanten und Riesenschildkröten von Richard und Meave Leakey ausgegraben worden. Aufgrund ihrer enormen Größe beließen die Forscher sie im Turkana-Becken, Kenia, wo sie unter Witterungseinflüssen und Erosion litten. Jetzt bot sich für die Wissenschaftler eine neue Möglichkeit: Mithilfe der 3D-Scanner von Artec wurden die Fossilien eingescannt. Die Wissenschaftler auf der ganzen Welt haben somit die Möglichkeit, weitere Forschungen an ihnen vorzunehmen. Auch die breite Öffentlichkeit wird dank der 3D-Modelle Zugang zu diesen Zeugen der Vorzeit haben.

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Detailreiche Scans innerhalb kürzester Zeit

Für das Projekt wurden zwei tragbare 3D-Profiscanner eingesetzt: Artec Eva und Artec Spider, die innerhalb kürzester Zeit detailreiche Scans erzeugen. Beide Geräte können zum Scannen vieler verschiedener Objekte eingesetzt werden. Sogar bei beweglichen Objekten oder Objekten mit scharfen Kanten und kleinen Teilen erzielen sie sehr präzise Ergebnisse. Mit dem 3D-Scanner Artec Eva wurden vorwiegend große Fossilienteile gescannt, während Artec Spider für kleinere Partien wie die Zähne verwendet wurde. Ausschlaggebend für die Entscheidung, 3D-Scanner von Artec einzusetzen, waren die schwierigen Arbeitsbedingungen. Für die tragbaren Scanner waren Hitze und Wüstensand kein Problem. Und da Stromquellen auch nicht vorhanden waren, reichten die aufgeladenen Akkus mehrere Tage hinweg tadellos.

„Als Kind liebte ich die Geschichten über die paläontologischen Ausgrabungen der Leakey-Familie und wollte immer bei ihren Projekten dabei sein. Jetzt habe ich das Gefühl, dass mein Traum wahr wird: Unsere 3D-Scanner haben sich bei dem Projekt im Turkana-Becken wirklich bewährt. Sie sind tragbar und liefern exzellente Scans – perfekt für Paläontologen“, erklärt Artyom Yukhin, Präsident und CEO der Artec Group. „Dieses Projekt war von großer Bedeutung und musste schnell abgeschlossen werden. Die Fossilien waren zu lange schutzlos Wind und Wetter ausgesetzt und haben deshalb erhebliche Schäden erlitten. Wir fühlten uns sehr geehrt, dieses wichtige Leakey-Projekt mit unseren Artec-Experten unterstützen zu können.“

Das Turkana Basin Institute (TBI) ist eine privat finanzierte, gemeinnützige Organisation, die von Richard Leakey und der Stony Brook University gegründet wurde. Das internationale, gemeinschaftlich und interdisziplinär arbeitende Institut unterstützt Feldstudien im Becken des Turkana-Sees. Der Schwerpunkt seiner Forschungsarbeiten liegt auf der Urgeschichte des Menschen und den damit verbundenen natur- und geowissenschaftlichen Studien.

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