Lüfterkühler

Entwicklungspartnerschaft bringt viele Vorteile für den Kunden

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Dieser Autorenbeitrag ist in der Printausgabe ELEKTRONIKPRAXIS Sonderheft Elektromechanik II erschienen. Diese ist auch als kostenloses ePaper oder als pdf abrufbar.

Vereinfachte Reinigung durch hochwertigen Kunststoff

Wie alle Luftführungsteile ist der Strömungsgleichrichter aus einem hochwertigen Kunststoff gefertigt. Neben neuen Möglichkeiten in der Konstruktion bringt der Einsatz von Kunststoffen weitere Vorteile, wie Mathias Lich, Leiter Service & Produktmanagement bei GEA Küba, erläutert: „Durch den Einsatz dieser hochwertigen Kunststoffe erreichen wir sehr glatte Oberflächen, die nicht für Korrosion anfällig sind. Das ist gerade im Lebensmittelbereich wichtig. Im Service sehe ich zudem, dass die Kunden immer aggressivere Mittel benutzen, um die vorgeschriebenen Reinigungen der Luftkühler gemäß HACCP-Verordnung durchzuführen.“

Auch hier ist ein Kunststoff deutlich weniger anfällig als Metalle. Selbst Schaumbildner als Reinigungsmittel mit langer Einwirkdauer können dem Material nichts anhaben.

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Um die regelmäßige Reinigung weiter zu vereinfachen, lässt sich der Ventilator am Luftkühler mit einem Scharnier einfach aufklappen – dazu muss der Anwender lediglich vier Schrauben lösen. Sobald der Ventilator zur Seite geklappt ist, kann der Verdampfer direkt gereinigt werden, zum Beispiel durch Nassreinigung mit max. 3 bar (Bild 2). „Das ist ein immenser Vorteil, da die Reinigung so deutlich schneller von der Hand geht“, erklärt Steven Duncan, Leiter Technik und Forschung und Entwicklung bei GEA Küba. „Dabei sind wir das einzige Unternehmen im Markt, das den klappbaren Wandring als Standard anbietet.“

Exklusiv für GEA Küba integrierte ebm-papst auch den Klemmkasten in das Bauteil. So kann der Ventilator direkt angeschlossen werden, ohne dass ein zusätzlicher Kasten am Luftkühler angebracht und verdrahtet werden muss. Durch die ständige Abstimmung zwischen den Partnern konnte ebm-papst ein weiteres Detail umsetzen, das dazu führt, dass der Luftkühler noch einbaufreundlicher wird. „Gemeinsam mit GEA Küba stellten wir fest, dass der Luftkühler etwas höher gebaut werden muss, falls der Wand­ring wirklich komplett rund ausgebildet ist. Deshalb haben wir den Wandring einfach beidseitg abgeflacht, sodass der gesamte Lüftkühler so klein wie möglich gehalten werden kann“, erklärt Heli (Bild 3). Ein Vorschlag, den GEA Küba gerne annahm, da deren Kunden auch auf einen kleinen Einbauraum Wert legen.

Im Kunststoff-Wandring integriertes Heizband

Für Systeme im Tiefkühlbereich ist es wichtig, dass diese auch dann reibungslos funktionieren, wenn sie nach dem Abtauen wieder gestartet werden. Ein Phänomen, das dem im Weg stehen kann, sind sogenannte Eisbrücken. Diese entstehen, wenn Wasser zwischen Wandring und Ventilatorflügel festfriert und so den Ventilator blockiert. Bisher lösten Hersteller das Problem mit einem Metallschacht mit integriertem Heizband, der an der Außenseite des Wandrings angebracht wurde.

„Diese Variante hatte jedoch mehrere negative Effekte“, berichtet Lich. „Zum einen wurde so der Kühlraum mitgeheizt, was viel Energie kostete. Zum anderen verdunstet sehr viel Wasser, das dann an der Decke wieder auskondensiert und Eis bildete.“ Bei einem gemeinsamen Treffen entdeckten Lich, Duncan und Heli, dass sich durch die geschickte Gestaltung der Wandringgeometrie auch neue Möglichkeiten zur Verbesserung dieses Problems ergeben.

„Da der aus Kunststoff gefertigte Wandring als Hohlkörper ausgebildet ist, können wir ein Heizband direkt in dieses Bauteil integrieren (Bild 4). So wird die Wärme dort eingebracht, wo sie auch wirklich benötigt wird. Das Heizband ist nun um bis zu 80% effizienter, da es kaum noch Wärme in den Kühlraum abgibt“, erklärt Heli. Um das Festfrieren der Ventilatorschaufeln noch unwahrscheinlicher zu machen, ist der Hohlwandring von innen mit kleinen Rillen strukturiert. Durch diese Rillen wird das Tauwasser aus dem Wandring in die Tropfwanne geleitet (Bild 5).

Doch nicht nur das Heizband macht das System effizienter. Alle Ausführungen des Luftkühlers sind auch mit EC-Technologie verfügbar. „Damit lässt sich die Energieaufnahme im Vergleich mit der AC-Technologie um durchschnittlich 30% senken“, erklärt Duncan. „In Einzelfällen sind sogar bis zu 67% möglich.“ Die Ausführung mit EC-Motor bietet zudem den Vorteil, dass sie deutlich weniger Wärme in den Kühlraum einträgt und sich bei der regelbaren Variante über ein Signal von 0 bis 10 V einfach und bedarfsgerecht regeln lässt (Bild 6).

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Positives Kundenfeedback zum fertigen Gerät

Seit gut einem Jahr ist die neue Luftkühlerreihe von GEA Küba nun im Markt. „Die Rückmeldungen unserer Kunden sind durchweg positiv“, berichtet Lich. „Bereits als wir einen reifen Prototyp auf der Chillventa 2012 vorstellten, wollten die ersten Kunden das Produkt schon bestellen.“ Zudem hatten einige Standbesucher den Wunsch den Strömungsgleichrichter nicht von hinten, sondern von vorne mit dem Ventilator zu verschrauben um die Demontage zu Reinigungszwecken zu vereinfachen.

Dank der engen Zusammenarbeit von ebm-papst mit GEA Küba konnte dieses Kundenfeedback aufgenommen und noch vor dem Verkaufsstart umgesetzt werden. So profitieren die Kunden auch in diesem Punkt von einer engen Entwicklungspartnerschaft, die beide Seiten in Zukunft gerne fortsetzen möchten.

* Thomas Heli ist Abteilungsleiter Entwicklung bei ebm-papst in Mulfingen.

* Mathias Lich arbeitet als Leiter Service und Produktmanagement „Blue Line“ bei GEA Küba.

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