Enegiesparpotenziale finden Energiescout-Projekt: Erfinder Markus Mettler geehrt

Von Kristin Rinortner

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Für seine Erfindung des heute bundesweit etablierten Projektes der „Energiescouts“ wurde Markus Mettler in Berlin von Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Dr. Robert Harbeck und DIHK Präsident Peter Adrian mit der Ehrenurkunde ausgezeichnet.

Energiescouts im Einsatz: Analyse von Druckluftleckagen in der Produktion von ebm-papst in Mulfingen.
Energiescouts im Einsatz: Analyse von Druckluftleckagen in der Produktion von ebm-papst in Mulfingen.
(Bild: ebm-papst)

Dem Energiesparen und der Ressourceneffizienz kommt nicht allein aufgrund des rasanten Klimawandels eine zentrale Bedeutung zu. Aktuell ist dies auch wichtiger Teil der europäischen Wärmestrategie mit dem Ziel, sich aus der Abhängigkeit von Gasimporten zu befreien.

Markus Mettler, Technischer Betriebsleiter bei ebm-papst und Vereinsvorstand des Verbandes Klimaschutz-Unternehmen e.V., hat sich dem Thema Nachhaltigkeit bereits vor Jahren angenommen und viele Initiativen begleitet. Mit seiner Erfindung des mittlerweile über Landesgrenzen hinweg bekannten Ausbildungsprojektes „Energiescouts“ wurde Mettler nun mit einer Ehren-Urkunde von Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Dr. Robert Harbeck und DIHK Präsident Peter Adrian in Berlin geehrt.

Energiescouts sind Auszubildende, die sich neben ihrem Lehrberuf um die Optimierung von Energieverbrauch und Energieeffizienz in Unternehmen kümmern. Bei ebm-papst fahnden eine Gruppe junger Mitarbeitender nun schon seit 2010 und damit in 12. Generation zum Wohle von Umwelt- und Klimaschutz.

Markus Mettler, ebm-papst: Der Technische Betriebsleiter wurde in Berlin für seine Erfindung der Energiescouts geehrt.
Markus Mettler, ebm-papst: Der Technische Betriebsleiter wurde in Berlin für seine Erfindung der Energiescouts geehrt.
(Bild: ebm-papst)

Markus Mettler: „Bei ebm-papst hat Klimaschutz und Energieeffizienz seit Unternehmensgründung eine große Bedeutung. Für mich war es daher eine Herzensangelegenheit, auch unsere jüngsten Kolleg:innen für die Themen zu sensibilisieren und mit einem zugeschnittenen Programm zu gewinnen.“

Klimaschutz und Energieeffizienz im Fokus

In den ersten Jahren lag der Fokus der Energiescouts auf der Suche und der Reparatur von Druckluftleckagen im Produktionsbereich. Druckluft wird beim Unternehmen in großer Menge bei der Fertigung der Ventilatoren benötigt.

Es kommt immer wieder vor, dass kleine Leckagen in den Verbindungsschläuchen auftreten und einen hohen Energieverbrauch auslösen, sofern Sie nicht gefunden und repariert werden.

Mittlerweile hat sich das Selbstverständnis der Energiescouts weiterentwickelt. Neben der Suche nach Druckluftleckagen, setzen sie sich allgemein für das Thema Nachhaltigkeit ein, entwickeln neue Konzepte für einen effizienten und umweltfreundlichen Betrieb und betreuen Projekte eigenverantwortlich.

Mit starker Unterstützung der Unternehmenskommunikation erfuhr das Erfolgsprojekt überregional bei Politik und Medien hohe Bekanntheit. Über die gemeinsame Vorstellung beim Deutschen Industrie und Handelskammertag gelang der bundesweite Durchbruch. Der DIHK war beeindruckt vom Energiescoutsprojekt und beschloss 2014 die bundesweite Umsetzung eines Trainings- und Schulungskonzept durch die Kooperation mit der Mittelstandsinitiative „Energiewende und Klimaschutz“ für seine rund 80 Industrie- und Handelskammern in Deutschland zu entwickeln.

Dadurch konnten mittlerweile allein in Deutschland über 10.000 junge Menschen in weit über 1.000 Unternehmen zu Energiescouts ausgebildet werden und sorgen seitdem für betrieblichen Klimaschutz und Energieeffizienz. Auch in Teilen Europas ist das Projekt seit ein paar Jahren mit Erfolg eingeführt.

„Unsere Energiescouts waren sogar in New York, wurden dort von der UN empfangen, referierten bei der amerikanischen AHK und besuchten Schulen und Firmen“, sagt Mettler heute stolz.

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