Die Datenübertragung im Internet of Things muss sicher sein. Aber Sicherheitsmaßnahmen brauchen zusätzliche Energie – eine Herausforderung für batterielose Systeme auf Energy-Harvesting-Basis.
Reiche Ernte: Mit Energy Harvesting lassen sich Systeme im Internet of Things energieautark betreiben.
(Bild: EnOcean)
Funktechnik mit gesicherter Datenübertragung ist im Smart Home und damit in der Gebäudesystemtechnik von morgen nicht mehr wegzudenken. Das gilt auch für Lösungen, die dank Energy Harvesting ohne Batterien arbeiten. Sicherheitsmechanismen benötigen jedoch zusätzliche Energie – eine neue Herausforderung für die verwendete Technologie.
Das vernetzte Zuhause ist eine Entwicklung des Internet of Things, die schon sehr konkret und greifbar ist. Das Szenario des Smart Home geht jedoch einher mit der Sorge um unerwünschte Datenerhebung und Systemmanipulation. Der Smart Home-Massenmarkt ist bei diesem Thema besonders kritisch. Deshalb müssen sich Produktanbieter künftig verstärkt mit Sicherheitstechnologien in der Gebäudeautomation auseinandersetzen.
Bildergalerie
Geeignete Schutzmaßnahmen auf verschiedenen Ebenen
Spezielles Augenmerk liegt dabei auf dem Angriff über das Internet, da dieser Kommunikationskanal standortunabhängig und damit sehr einfach von überall zu bedienen ist. Der Angreifer kann ortsunabhängig und anonym Einfluss nehmen. Daten, die nicht in die Hände Dritter geraten oder manipuliert werden sollen, müssen deshalb durch geeignete Maßnahmen wie PGP (Pretty Good Privacy) oder Device-Encryption-Software, verschlüsselt werden.
Funknetzwerke im Smart Home sind zwar weniger kritisch, da der Hacker für einen Angriff persönlich vor Ort sein muss. Allerdings darf sich das Gebäudesystem nicht zum Spaß manipulieren lassen oder private Informationen, wie den persönlichen Stromverbrauch, preisgeben. Darüber hinaus müssen vor allem drahtlose Schließsysteme vor unerlaubtem Zugriff geschützt sein.
Hier gibt es bewährte Mechanismen, um die Funkkommunikation abzusichern. Dazu gehören „Rolling Code“ und „AES-128-Verschlüsselung“, die vor Wiederholungs- (Replay) und Lauschangriffen (Eaves-Dropping) sowie vor Telegrammfälschungen schützen. Diese absichernden Methoden können unter bestimmten technischen Voraussetzungen auch für batterielosen Funk zum Einsatz kommen.
Inzwischen gibt es Schalter, Fernbedienungen, Sensoren und Aktoren, die verschlüsselten batterielosen Funk unterstützen. Bei diesen Geräten geht es vor allem um die Sicherheit von Sensordaten wie Messgrößen oder Statusinformationen.
Originalbeitrag als ePaper oder im pdf-Format lesen
Bei Funktechnologien unterscheidet man zwei verschiedene Arten von Sicherheit: die Übertragungssicherheit und die Datensicherheit. Eine Funkfrequenz mit hoher Kanalverfügbarkeit gewährleistet die Übertragungssicherheit. Der batterielose EnOcean-Funk (ISO/IEC 14543-3-1X) nutzt hierzu das europaweit regulierte 868,3 MHz-Frequenzband. Die Datenrate von 125 KBit/s ermöglicht extrem kurze Funktelegramme, die sehr wenig Energie zur Datenübertragung benötigen und die Wahrscheinlichkeit von Telegrammkollisionen so gering wie möglich halten. Für zusätzliche Redundanz werden die Telegramme mehrfach ausgesendet.
Bei unidirektionaler Kommunikation werden die Daten vorsorglich mehrfach gesendet. Bei bidirektionalem Datenaustausch kommt energieeffizientes „Smart-Acknowledge“-Verfahren zum Einsatz, bei dem der Sensor nur erfolgsabhängig ein Telegramm nochmals schickt. Smart Acknowledge definiert ein Kommunikationsprotokoll zwischen einem batterielosen Funksensor und einer Steuerung. Sobald der Sensor seine aktuellen Daten gesendet hat, wartet er in einem festen Zeitfenster auf die Empfangsbestätigung des Aktors. Danach geht der Sensor wieder in den Ruhemodus, um Energie zu sparen, und wird erst im programmierten Intervall wieder aktiv. Erfolgt die Empfangsbestätigung der Steuerung außerhalb der aktiven Phase des Sensors, wird diese Information in einer Art Mailbox vorgehalten. Der Sensor empfängt sie, sobald er wieder erwacht.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Zudem haben alle Funksender eine einmalige 32-Bit-Identifikationsnummer (ID), die sich weder ändern noch kopieren lässt und dadurch Duplikate verhindert. Diese verschiedenen Methoden bieten bereits eine übertragungssichere Funkkommunikation in der Gebäudeautomation.