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Mitglieder des Konsortiums und Synergien des Projekts
Aluminium als kostengünstiger und prozesstechnisch erprobter Werkstoff der Leistungselektronik lässt sich bisher noch nicht für Hochtemperaturanwendungen einsetzen. Das Projekt HotAL (Hochtemperaturoptimierte Aluminium-Bondtechnik für Offshore-Anwendungen) widmet sich nun dem ambitionierten Ziel, Leistungselektronik-Module durch Nutzung innovativer Materialien und Prozessführung für Hochtemperaturanwendungen zu ertüchtigen.
Dies gelingt durch die Entwicklung einer neuen Aluminium-Legierung, deren eigentliches Potenzial durch zusätzliche Temperprozesse im Leistungsmodul-Montageprozess ausgeschöpft wird.
Die Zusammensetzung des Konsortiums im Forschungsvorhaben bildet die gesamte Wertschöpfungskette vom Material- und Bondgerätehersteller, Anlagenhersteller für thermische Spezialprozesse bis zum Systemanbieter ab und verbindet damit die Aufgabenstellungen der jeweiligen Sparten, die im Projekt zu einer innovativen Leistungselektronik auf Aluminium-Basis für Offshore-Applikationen führen.
Neben der Energiewirtschaft einschließlich der relevanten Zulieferkette für elektronische Systeme profitieren auch und gerade die deutschen Produzenten von Anlagen zur erneuerbaren Energieerzeugung, sowie der Maschinen- und Anlagenbau.
Oftmals sind in der Vergangenheit wegweisende Konzepte und Standards aus dem innovativen Industriebereich in andere Branchen transferiert bzw. adaptiert worden.
Diese Synergien sind durch die Beteiligung von SEMIKRON, F&K Delvotec Bondtechnik GmbH und Rehm Thermal Systems GmbH auch für dieses Projekt gegeben und beabsichtigt. Der Nürnberger Hersteller von Leistungselektronik, SEMIKRON, hat sehr frühzeitig einen Fokus auf neue, fortschrittliche Aufbau- und Verbindungstechniken (AVT) gesetzt.
Heraeus und das Fraunhofer IZM werden die erarbeitete Kompetenz aller Unternehmen im Konsortium für gezielte Materialentwicklung in die deutsche Elektronikindustrie tragen.
SEMIKRON ist weltweit tätig und stellt Leistungselektronik-Komponenten und -Systeme vorwiegend im mittleren Leistungssegment (etwa 2 kW bis 10 MW) her. Zu den Anwendungen gehören drehzahlgeregelte Industrieantriebe, Automatisierungstechnik, Schweißanlagen, und Aufzüge.
Weitere Anwendungsbereiche sind unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV), erneuerbare Energien (Wind, Solar) sowie die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen, Flurförderfahrzeugen, Sportwagen und mobilen Arbeitsmaschinen.
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