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Bis vor kurzem brauchte ein Anwendungsingenieur bis zu zwei Jahre, um sich hinreichende AM-Kenntnisse anzueignen. Dieses Programm verkürzt die Lernkurve auf sechs Monate und senkt die Hürden, die Unternehmen normalerweise bei der Einführung der additiven Fertigungstechnik zu überwinden haben.
Das Programm reduziert zudem das mit dem Einstieg in diese noch relativ junge Technologie häufig verbundene Investitionsrisiko. Mit gut ausgebildeten Fachkräften können Unternehmen schließlich innovative, additiv gefertigte Metallanwendungen in ihrer jeweiligen Industrie, radikale Innovationen und eine AM-basierte Serienfertigung einführen.
In enger Zusammenarbeit mit beiden Universitäten bietet der Kurs eine Kombination aus intensiven theoretischen und praktischen Lerneinheiten an den Partner-Hochschulen, bei EOS sowie vor Ort beim Kunden. Nach sechsmonatiger Ausbildung erhalten die Teilnehmer das Zertifikat „AM-Anwendungsingenieur“.
- Teil 1: AM verstehen (bei EOS und vor Ort beim Kunden): Einführung in die Grundlagen der Additiven Fertigung, einschließlich der Bestimmung und Entwicklung geeigneter Anwendungen für den Einsatz dieser Technologie
- Teil 2: Kenntnisse und technische AM-Kompetenz vertiefen (an der Universität Wolverhampton und vor Ort beim Kunden): In den folgenden vier Monaten vertiefen die Teilnehmer ihr Know-how in den Bereichen Prozessentwicklung (z. B. Definition von Parametern, Stützstrukturen), Materialeigenschaften (z. B. Metallurgie, Pulver, Dichtigkeit, Nachbearbeitung), Qualitätssicherung (zerstörende und zerstörungsfreie Prüfung, CT-Scans usw.) und wie man die Konstruktionsfreiheiten bei der Additiven Fertigung optimal nutzt
- Teil 3: Implementierung der Additiven Fertigung im Unternehmen (bei SRH): In der letzten Woche des Ausbildungsprogramms besuchen die Teilnehmer Strategiekurse mit den Schwerpunkten: AM-Einführung im Unternehmen, Erstellung und Kommunikation von Geschäftsmodellen für AM und deren Einfluss auf interne Wertschöpfungsprozesse
Dazu Güngör Kara: „Das Programm vermittelt Ingenieuren das technische Know-how für einen effektiveren Einsatz der Additiven Fertigung. Es unterstützt sie bei der Entwicklung und Verbesserung von AM-Anwendungen, der Einführung von Serienfertigung, bei der Optimierung eigener Innovationsprozesse und der Sicherung angemessener Wettbewerbsvorteile.“
„Eine solche Herangehensweise hat sich für unsere Kunden bewährt, denn damit können Sie intern neue Kompetenzen für die Metall-basierte Additive Fertigung aufbauen. Gleichzeitig wird sie den entscheidenden Unterschied ausmachen bei Innovationen auf Basis der Additive Fertigung Wir gehen davon aus, dass die Branchenchampions des kommenden Jahrzehnts ihre Kompetenzen in Punkto Additiver Fertigung noch in dieser Dekade aufbauen müssen“, erklärt Kara weiter.
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