Anbieter zum Thema
Optimale Fahreigenschaften des Boliden ermitteln
Seit 2006 verrichten an dem Schweizer Standort Hochleistungsrechner von Intel ihren Dienst und unterstützen die Entwickler bei der Anpassung der Designs. Das aerodynamische Design des Chassis hat zentrale Bedeutung etwa für die Verbesserung des Fahrverhaltens in der Kurve und die Minimierung des Luftwiderstands, der durch Turbulenzen bei Geschwindigkeiten von über 300 km/h auftritt.

Der Superrechner zerlegt dabei die Oberfläche des Autos und die strömende Luft in mehr als 100 Mio. winzige Zellen. Danach wird berechnet, wie sich die Elemente in unterschiedlichen Fahrsituationen sowie bei Manövern verhalten. Auf Basis der Ergebnisse können die Konstrukteure entscheiden, welche Teile auf welche Art verändert werden müssen, um eine optimale Fahreigenschaft des Boliden zu erreichen.

Wenn zum Beispiel ein neuer Frontflügel benötigt wird, so simuliert der Computer zuerst einige unterschiedliche Modelle. Die besten werden schließlich als Modell gebaut und die Ergebnisse der Simulation im Windkanal überprüft.
Kein Ersatz für den Windkanal
„Die IT ist für uns eine große Hilfe, zumal damit auch Geld gespart werden kann. Windkanaltests kosten viel, insofern macht sich die Investition in Hardware bezahlt. Auf lange Sicht können wir damit die notwendigen Tests deutlich günstiger machen“, sagt Toet.
Den Windkanal ersetzen werden die Superrechner jedoch auf absehbare Zeit nicht, der BMW-Sauber-Rennstall erspart sich dadurch allerdings den Bau einer zweien Windanlage, so der Chef-Aerodynamiker. Die Hochleistungsrechner kommen zudem bei Crash-Simulationen zur Anwendung.
(ID:295724)