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Übersichtliche Kennzeichnung
Eine moderne Anschlusstechnik wie Push-in verringert die Gesamtkosten – auch wenn die Anschaffungskosten etwas höher liegen als etwa bei der Schraub-Anschlusstechnik. Einspar-Potenzial bietet auch ein weiterer Kostentreiber bei der Verdrahtung innerhalb oder außerhalb des Schaltschrankes – die Fehlersuche. Die Reihenklemmen unterstützen den Anwender nicht nur bei der Fehlersuche, sie helfen auch dabei, dass Verdrahtungsfehler erst gar nicht entstehen.
Wer Fehler vermeiden will, muss die Übersicht behalten. Eine eindeutige Kennzeichnung der Reihenklemmen ist dabei entscheidend. Die Motorenklemmen bieten eine Beschriftungsmöglichkeit für jede Klemmstelle und darüber hinaus eine übergeordnete Beschriftungsnut in der Mitte der Reihenklemmen. Die Beschriftungsnut lässt sich mehrzeilig bedrucken und kann somit eine Gruppen¬zugehörigkeit kennzeichnen (Bild 2). Diese Übersichtlichkeit hilft bei der Verdrahtung genauso wie bei der Wartung oder bei der Fehlersuche.
Vielfältige Prüfmöglichkeiten
Vor der Auslieferung wird die Verdrahtung eines Schaltschranks systematisch überprüft. Dazu gibt es im Zubehör-Sortiment Prüfstecksysteme für den Multifunktionsschacht (Bild 3). Die Prüfstecker lassen sich aneinander reihen, genauso wie die Reihenklemmen beschriften und frei konfigurieren. Immer wiederkehrende Prüfsequenzen können so systematisch abgearbeitet werden.
Passiert dennoch ein Verdrahtungsfehler – beginnt die leidvolle und zumeist aufwändige Fehlersuche. Dabei benötigt der Anwender zahlreiche Prüfmöglichkeiten. Die Motorenklemmen bieten zu diesem Zweck für jedes Potential ein zusätzliches Prüfloch. Es ist für 2,3-mm-Prüfspitzen ausgelegt und eignet sich damit auch für einen Standard-Duspol. Alternativ gibt es im Programm einen konfigurierbaren Prüfstecker mit Beschriftungsmöglichkeit.
Bei der Entwicklung von Reihenklemmen werden immer wieder neue Kundenanforderungen umgesetzt. Die Motorenklemmen bieten auf drei Etagen bereits zahlreiche Anschlusspunkte und Kombinationsmöglichkeiten. Durch den Brückenschacht können die Motorenklemmen – wie bereits beschrieben – als Einspeiseklemmen für benachbarte Reihenklemmen verwendet werden.
Darüber hinaus können die drei Etagen der Reihenklemme miteinander verbunden werden. Dieses wird durch eine vertikale Potentialbrücke ermöglicht (Bild 4). Der Nutzen für den Anwender liegt darin, dass eine einzelne Motorenklemme als Potentialverteilerklemme mit einem Eingang und fünf Ausgängen verwendet werden kann. Außerdem kann die Motorenklemme als Rangierverteilerklemme zum Einsatz kommen. Potentiale oder Signalleitungen werden dann aufgelegt und auf benachbarte Klemmen rangiert.
Reihenklemme ist nicht gleich Reihenklemme
Auf den ersten Blick sind Reihenklemmen einfache Komponenten im Schaltschrank. Beim näheren Hinsehen wird allerdings deutlich, dass jahrzehn-telange Erfahrungen und viel Anwendungswissen in die Entwicklung eingeflossen sind. Der Anwender profitiert davon durch zahlreiche Vorteile bei der Verdrahtung, Wartung, Logistik und Qualitätssicherung.
* Reiner Busse arbeitet als Produktmanager Industrial Cabinet Connectivity bei Phoenix Contact in Blomberg.
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