Mensch-Maschine-Schnittstelle in der Industrie

Wenn Optik und Haptik bei einem Display entscheiden

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Live-Präsentation der Simatic-HMI-Basic-Modelle

Die neuen HMI-Funktionen im Detail

Die Basic Panels sind mit einem USB-Interface ausgestattet, um Maus, Tastatur, Barcodescanner oder USB-Stick anzuschließen. Dank Profinet- und Profibus-DP-Schnittstellen ist es möglich, die Displays in den Automatisierungsverbund zu integrieren. Zusätzlich zur Touch-Bedienung stehen konfigurierbare Funktionstasten mit taktilem Feedback zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass bestimmte Funktionen schnell über einen einzigen Knopfdruck genutzt werden können.

Zusätzlich erhält der Bediener eine taktile Bestätigung, wenn er eine Taste drückt. Die individuell belegbaren Funktionstasten eignen sich für Quittieraufgaben oder das direkte Aufrufen bestimmter Seiten in der Projektierung, für Anmeldedialoge und vieles mehr. Wie bei allen Simatic HMI-Panels sind standardmäßig bereits zahlreiche Softwarefunktionen integriert: beispielsweise Meldesystem, Rezepturverwaltung, Kurvenfunktionalität sowie Sprachumschaltung. Die Geräte der zweiten Basic-Panel-Generation sind zudem in der Lage, ein Archiv zu verwalten, in dem sich bis zu zehn Variablen erfassen und dabei 10.000 Werte speichern lassen.

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Die Erfassungszyklen kann der Bediener flexibel auswählen. Somit ist es selbst in den günstigeren Display-Varianten jetzt möglich, Prozesswerte zu erfassen und anschließend übersichtlich in entsprechenden Programmen darzustellen und auszuwerten. Im Prinzip unterscheiden sich die Basic Panels von den Comfort Panels lediglich durch das Mengengerüst beziehungsweise durch die Anzahl der möglichen Variablen. Die Comfort Panels bieten zudem erweiterte Funktionalitäten für den Highend-Bereich.

Eines der vorrangigen Ziele der Entwicklung der neuen Basic Panels war die Verbesserung der Bedienerführung – auch allgemein als Usability bekannt. Das lässt sich beispielsweise bei der Bedienung der Rezepturverwaltung erkennen: Statt Texten und Pfeilen ist durch die neue Oberfläche nun eine intuitive Auswahl und Bedienung möglich. Müssen Zahlen oder Texte eingegeben werden, erscheint automatisch eine Tastatur – wie es bei den Tablet-PCs und Smartphones im privaten Umfeld bekannt ist.

Einheitliche Programmier- und Projektierumgebung

Die Panel-Generation wird mit der für alle Siemens-HMI-Geräte einheitlichen Visualisierungssoftware WinCC programmiert – eingebettet im Engineering Framework TIA-Portal. Das integrierte Engineering-Konzept bietet eine einheitliche Umgebung für die Programmierung und Projektierung von Steuerungs-, Visualisierungs- und Antriebslösungen. WinCC im TIA-Portal ist die Software für alle HMI-Anwendungen: von einfachen Bedienlösungen mit Basic Panels bis zu SCADA-Applikationen auf PC-basierten Mehrplatzsystemen. Bei steigenden Anforderungen können die für ein Basic Panel erstellten Projekte leicht auf Geräte anderer Leistungsklassen oder Displaygrößen übertragen werden.

Für Maschinen- und Anlagenbauer, die bisher schon Basic Panels von Siemens verwenden, gestaltet sich der Umstieg auf die neuen HMI-Geräte einfach: Bestehende Projekte, die für ein Basic Panel erstellt wurden, können ohne zusätzlichen Aufwand über den sogenannten Device-Change in WinCC auf ein Basic Panel der zweiten Generation oder ein Comfort Panel, mit größerem Funktionsumfang, komplett übertragen werden. Das gibt Herstellern von Maschinen und Anlagen die notwendige Investitionssicherheit und die Möglichkeit, ihre Anlagen auch im Nachhinein und ohne viel Aufwand zu erweitern. Die erste Basic-Panel-Generation wird noch rund zwei Jahre verfügbar sein. Ersatzteile soll es mindestens für zehn Jahre geben. Die neuen Geräte sind einbaukompatibel zu den Vorgängern und können diese im Prinzip 1:1 ersetzen.

Mit den Basic Panels will Siemens nahtlos an den Erfolg der ersten Generation anknüpfen, indem die von Konsumenten-Produkten bekannten Display-Trends auch für einfachere Visualisierungsaufgaben von Maschinen und Anlagen genutzt werden. Nicht immer sind die höchsten Ansprüche an Brillanz, Flexibilität, Hard- und Software sowie Konnektivität gefordert, wie sie zum Beispiel die Comfort Panels erfüllen. Es gibt viele kleine und mittelgroße Maschinen und Anlagen, die zum Bedienen nur eine vergleichsweise einfache Anzeige benötigen.

* Gerd Lorenz arbeitet bei der Siemens AG als Communication Manager für Bedien- und Beobachtungsgeräte SIMATIC HMI in Nürnberg.

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