Homestory aus dem Audi-Blog

Vom Verbrennungsmotor-Entwickler zum E-Mobility-Experten

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Die neue Welt von Audi-Ingenieur Andreas Weber nach der Weiterbildung: der elektrische Antriebsstrang.
Die neue Welt von Audi-Ingenieur Andreas Weber nach der Weiterbildung: der elektrische Antriebsstrang.
(Bild: Audi AG)

„Die Elektrifizierung der Audi-Flotte schreitet voran, deshalb brauchen wir auf diesem Gebiet immer mehr gut ausgebildete Ingenieure“, erklärt Frank Roitzsch, der die Elektro-Weiterbildung für die Antriebsentwickler mitkonzipiert hat. „Mit der THI haben wir einen lokalen Partner mit viel Expertise gefunden, der das berufsbegleitende Programm mit uns gemeinsam passgenau auf Audi zugeschnitten hat.“

An 15 Präsenztagen, etwa einem Drittel der Weiterbildung, standen für Andreas Weber und seine Kollegen an der THI Module wie Elektrische Maschinen und Leistungselektronik oder Konzepte elektrifizierter Fahrzeuge und Energiespeicher auf dem Stundenplan. „Es war ein schönes Gefühl, wieder an der Uni zu sein. Ich fühlte mich direkt an meine eigene Studienzeit erinnert“, erzählt Weber.

„Besonders die Einblicke in die Leistungselektronik und Batterietechnik fand ich faszinierend. Das Programm war exakt auf uns zugeschnitten.“ Die anderen zwei Drittel der Fortbildung liefen nicht an der Hochschule, sondern berufsbegleitend über Selbstlernphasen. Im Dezember 2016 standen dann die Abschlussprüfungen an. „Die Tests waren eine große Herausforderung für uns “, sagt Weber und lacht, „aber ich habe alle bestanden. Somit hat sich die ganze Mühe gelohnt.“

Neue Herausforderungen

Mittlerweile arbeitet der Familienvater bei Audi in einer neuen Abteilung: der Entwicklung für elektrische Antriebe und Getriebe. Dort verantwortet er unter anderem das Motorgehäuse für das erste Elektro-SUV von Audi, das 2018 auf den Markt kommen wird. Dieses Bauteil begleitet er in der Konstruktion vom Entwurf bis zur Serienproduktion.

„Da bei Elektromotoren viel höhere Spannungen und Ströme anliegen, müssen aus Sicherheitsgründen besondere Maßnahmen zum Beispiel bei der Isolation oder beim Abstand der Gehäuse zu stromführenden Leitungen beachtet werden“, erklärt Weber einen der Unterschiede zu Verbrennungsmotoren.

Das neu erworbene Wissen komme da genau recht: „Durch die Weiterbildung an der THI verstehe ich diese Zusammenhänge nun richtig gut. Ich habe mein Wissen für die Entwicklung von E-Motoren ausgebaut und kann darauf nun in meiner täglichen Arbeit aufbauen“, resümiert Weber.

Auch die 19 anderen Teilnehmer haben die berufsbegleitende Qualifizierung erfolgreich abgeschlossen. „Die Kollegen können das Gelernte sofort in der Praxis anwenden. Das Feedback war äußerst positiv. Deshalb führen wir die Fortbildung in diesem Semester weiter,“ sagt Roitzsch. Aktuell vertiefen bereits 20 weitere Ingenieure ihr Wissen im Bereich Elektromobilität.

***Der Beitrag erschien im Original im Audi Blog***

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