Die Jahre 2023 und 2024 sind mit Blick auf die beliebten Elektronikmessen im November ein Streitthema: 2023 fanden SPS und productronica gleichzeitig statt, im Jahr 2024 werden es SPS und electronica sein. Präsenz auf beiden Messen zu zeigen, das ist nur für finanziell und personell gut aufgestellte Firmen schaffbar. Wie sehen Sie die Terminkollision?
Die SPS 2023 fand gewohnt in der Messe in Nürnberg statt.
(Bild: ELEKTRONIKPRAXIS)
Kaum ein Monat eines Jahres steht so sehr im Zeichen des kollegialen und beruflichen Austauschs, wie der November. In München locken jährlich im Wechsel die productronica und die electronica, in Nürnberg steht die Automatisierungsmesse SPS auf dem Plan. In Berlin ruft die Belektro nach Spezialisten der Elektro-, Digital- und Gebäudetechnik, die Get Nord lockt Fachbesucher der Sparten Elektro, Heizung, Sanitär und Klima in den Norden nach Hamburg. Und Interessenten für Mobilfunk und Leitstellentechnik zieht es zur PMRExpo nach Köln. Es ist also viel los in der Elektronikbranche im November und manch ein Aussteller oder Fachbesucher möchte sich am liebsten zweiteilen oder klonen, um auf allen Partys zu tanzen.
Die interessanteste Party, da werden sich meisten einig sein, ist die Electronica. Seit dem Jahr 1964 treffen sich Entwickler und Designer, Vertriebler und Forscher, Geschäftsführer und Presse in den Halle der Messe München, seit Mitte der 70er-Jahre im jährlichen Wechsel mit der productronica, die einst aus der electronica hervorgegangen ist. Die electronica ist die Fachmesse, die man sich nicht entgehen lassen will, wenn man in der Elektronik- und Elektrotechnikbranche unterwegs ist, und nicht den weiten Weg zu den internationalen Ablegern der electronica antreten möchte.
Gleichzeitig ist die SPS, die Smart Production Solutions in Nürnberg, eine der größten internationalen Messen für elektrische Automatisierungstechnik und entsprechend anziehend. Digitalisierung und Automatisierung sind in der Elektronik- und Digitalindustrie nun einmal brandheiße Themen, mit denen man sich beschäftigen will.
Es finden also zwei äußerst spannende Messen Mitte November statt, und insbesondere in den Jahren 2023 und 2024 gleichzeitig. Was, wenn man beide Messen besuchen möchte? Was, wenn man auf beiden Messen ausstellen möchte? Ist das ohne hochmoderne Klontechnologie (oder mittelalterliche Zweiteilungsbarbarei) überhaupt zu stemmen? Und wie sieht das mit den Kosten aus?
SPS und electronica/productronica: Es gibt ein Terminproblem
Wie bereits angedeutet, sind vor allem die Jahre 2023 und 2024 terminlich kompliziert. In diesem Jahr lagen die Veranstaltungstermine von SPS und productronica zwischen dem 14. und 16. beziehungsweise 17. November. Und 2024 sieht’s ähnlich aus: electronica hat vom 12. bis zum 15. November geöffnet, die SPS vom 12. bis zum 14. November 2024.
Erst im Jahr 2025 werden die Termine wieder etwas entzerrt, denn da lockt die SPS vom 11. bis 13. November 2025 nach Nürnberg, während die productronica in der Folgewoche zwischen dem 18. und 21. November veranstaltet wird. Immerhin!
Doch schaut man sich die Termine in den Jahren davor an und klammern wir mal die Coronazeiten aus, dann lagen die beiden Messen schon immer nah beisammen. Es geht aber auch nicht ganz so eng. 2018, 2019 und 2020 lagen knapp 14 Tage zwischen beiden Messen. Da wird die Teilnahme an beiden Veranstaltungen insbesondere als Aussteller zwar auch ziemlich sportlich, doch man muss nicht auf beiden Partys gleichzeitig tanzen und bereits bei der Planung im Hinterkopf behalten, wann wo welcher Termin mit wem stattfindet. Standbesetzungen, Termine, Kosten für Anreisen und Unterkünfte lassen sich so etwas entspannter planen. Doch wie wäre es mit einer noch deutlicheren, zeitlichen Trennung?
Terminfindung? It’s complicated
Haben Sie schon einmal versucht, eine gewisse Gruppe an Leuten zum selben Zeitpunkt am selben Ort zu versammeln? Selbst in kleinen Teams mit maximal zehn Teilnehmenden fällt es schon schwer, einen passenden Termin zu finden. Nun stellen sie sich das für Tausende Aussteller oder Zehntausende Besucher vor.
Stand: 08.12.2025
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Davon abgesehen kann’s nicht nur nach den Wünschen der Teilnehmenden gehen, sondern muss auch an die Zeitpläne der Veranstalter angepasst werden. Nicht ohne Grund werden Messetermine bereits Jahre im Voraus festgelegt, um bestimmte Zeiträume zu blockieren, damit Veranstaltungen überhaupt erst planbar werden.
Doch stellen Sie sich einmal vor, Sie befänden sich auf einer grünen Wiese und es ginge ganz einfach nach Ihren Wünschen: Sollten productronica beziehungsweise electronica und SPS mit einem wesentlich größeren Zeitabstand stattfinden? Wir freuen uns, wenn Sie nachfolgend an unserer kurzen Umfrage teilnehmen!