High-End-Kamera-Lösungen SVS-Vistec und Mikrotron fusionieren im TKH-Konzern

Von Gerd Kucera

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Die SVS-Vistek hat rückwirkend zum 1. Januar 2022 zu 100% die Geschäftsanteile von Mikrotron übernommen. Beide Kamerahersteller gehören zum Mutterkonzern TKH Vision. Durch diese Fusion sollen weitere Synergien mit Fokus auf leistungsstarke High-End-Kameras mit High-Speed und High-Resolution ermöglicht werden.

Gemeinsamer Firmensitz von SVS-Vistek und Mikrotron in Gilching.
Gemeinsamer Firmensitz von SVS-Vistek und Mikrotron in Gilching.
(Bild: Roland Maier)

Durch den integrativen Zusammenschluss von Mikrotron und SVS-Vistek unter dem Dach von TKH Vision bündeln die beiden Unternehmen ihre Stärken und Kompetenzen und stellen ihre Kamera-Expertise auf eine starke unternehmerische Basis, heißt es in der Unternehmensmitteilung. Die Partnerschaft soll neue Marktsegmente erschließen und die Voraussetzung für weiteres Wachstum schaffen.

Die 1976 gegründete Mikrotron ist international auf dem Markt der industriellen Bildverarbeitung als Hersteller kleiner und besonders robuster High-Speed-Kameras sowie von High-Speed-Recording-Systemen bekannt. Die digitalen High-Speed-Kameras des Unternehmens werden sowohl in industriellen und wissenschaftlichen Anwendungen als auch im Bereich des Sports eingesetzt.

SVS-Vistek ist seit 35 Jahren in der industriellen Bildverarbeitung etabliert und ein weltweit renommierter Hersteller von Industriekameras und Lieferant von Einzelkomponenten sowie maßgeschneiderter Systemlösungen. Durch die vollständige Produktion seiner Kameras am deutschen Firmensitz in Gilching hat SVS-Vistek die Möglichkeit, schnell und flexibel auf kundenspezifische Anforderungen zu reagieren.

Die Fusion soll die langjährigen Erfahrungen der über 90 Mitarbeiter zum Vorteil der Kunden beider Unternehmen zusammenzuführen und somit relevante Zukunftsthemen im Bereich der Bildverarbeitung entlang vernetzter Lieferketten und sektorenübergreifend in ihrer gesamten Breite spielen. Mikrotron und SVS-Vistek haben dazu ein komplementäres Produktportfolio, das in seiner Gesamtheit nun noch umfassendere Möglichkeiten für die Kunden erschließe. Die neue Aufstellung soll Synergien für die Entwicklung und den Einsatz insbesondere von High-End-Kameras bewirken, die sich dadurch hinsichtlich Geschwindigkeit und Auflösung vom Wettbewerb abheben. Durch die bewährte Entwicklungsleistung, den hohen Standard in der Fertigung und strenge Qualitätskontrollen werden, nach eigenen Angaben, die Kameras von Mikrotron und SVS-Vistek höchsten Ansprüchen an Qualität und Zuverlässigkeit gerecht.

Alle bisherigen Mikrotron-Mitarbeiter finden ihren Platz innerhalb der fusionierten Gesellschaft und helfen am gemeinsamen Standort in Gilching beim Wachstum der zukünftigen SVS-Vistek. Mikrotron-Kameras werden weiterhin unter dem bekannten Brand Mikrotron durch das erweiterte Team von SVS-Vistek weiterentwickelt, produziert, vertrieben und supportet.

Die TKH Group N.V. (TKH) ist ein Technologieunternehmen, das sich auf Technologiesysteme in wachstumsstarken Märkten konzentriert. Ausgesprochenes Unternehmensziel ist, erstklassige Technologien in den Bereichen Smart Vision Systeme, Smart Manufacturing Systeme und Smart Connectivity Systeme zu entwickeln.

Alle Technologien werden mit intern entwickelter Software kombiniert, um Smart Technologies und One-Stop-Shop-Lösungen mit integrierten Plug-and-Play-Systemen zu schaffen. TKH beschäftigt weltweit über 6.000 Vollzeitmitarbeiter, wobei sich das Wachstum auf Europa, Nordamerika und Asien konzentriert.

SVS-Vistek fxo487: schnelle UV-Kamera mit 8,1 MP

Zeitgleich mit der Bekanntmachung der Fusion stellt SVS-Vistek die Ultraviolett-Kamera fxo487 vor, die mit einer maximalen Bildrate von 194 Bildern/s und 8,1 Megapixel Auflösung eine der laut SVS aktuell stärksten UV-Kameras am Markt ist. Sie hat eine Auflösung von 2840 x 2840 Pixeln und eine maximale Bildrate von 194 Bildern/s und soll neue Möglichkeiten für industrielle Inspektionsaufgaben im Bereich ultravioletter Wellenlängen schaffen. Dieses Spektrum, von etwa 200 bis 400 nm Wellenlänge, stellte laut SVS in der Vergangenheit aufgrund der niedrigen möglichen Auflösungen nur in Ausnahmefällen eine sinnvolle Option dar. Mit dem Sony-Sensor IMX487-AAMJ-C sein nun eine leistungsfähige technische Basis für UV-Bildverarbeitungssysteme verfügbar, die SVS-Vistek in seinen neuen fxo487-Kameras einsetzt. Aufgrund der hohen Auflösung von 8,1 Megapixeln erlaubt diese Kamera die Aufnahme hochauflösender UV-Bilder, die eine zuverlässige Identifikation von Produktdefekten im nicht-sichtbaren UV-Wellenlängenbereich zulassen.

SVS-Visteks schnellstes UV-Modell ist die fxo487MCX12-2C mit zwei CoaXPress-12 Connections, die einen schnellen und verlustfreien Transfer der anfallenden hohen Datenmengen sowie eine geringe Trigger-Latenz sicherstellen. Technische Merkmale der fxo487 wie die Signalspannungen, die Temperaturbeständigkeit, die Steuerung der Ein- und Ausgänge, der integrierte Strobe Controller und zahlreiche Firmware-Features sind auf Applikationen in der anspruchsvollen industriellen Automatisierung ausgerichtet. Sie ermöglichen die Lösung komplexer Inspektionsaufgaben, etwa in der Batterie-, Halbleiter-, Glas-, Recycling-, Edelstein- und Automobilbranche. SVS-Vistek hat für seine UV-Kameras auch geeignete Objektive im Programm. //KU

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