Konzentrierter Fokus auf Automatisierung Siemens bündelt Automatisierung in neuer Einheit

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Siemens legt vier bislang getrennte Automatisierungsbereiche zusammen und ernennt Rainer Brehm zum President des Geschäfts. Die neue Organisation soll ab dem 1. Oktober 2026 Automatisierung, Software und industrielle KI enger verzahnen.

In seiner bisherigen Rolle als COO für das Automatisierungsgeschäft und CTO von Digital Industries trieb Brehm bereits die strategische Weiterentwicklung des Siemens-Automatisierungsportfolios voran.(Bild:  Siemens)
In seiner bisherigen Rolle als COO für das Automatisierungsgeschäft und CTO von Digital Industries trieb Brehm bereits die strategische Weiterentwicklung des Siemens-Automatisierungsportfolios voran.
(Bild: Siemens)

Zum 1. Oktober 2026 führt Siemens die bisher unabhängig voneinander agierenden Geschäftsbereiche Customer Services, Factory Automation, Motion Control und Process Automation in einer gemeinsamen Einheit mit dem Namen „Automation“ zusammen, wie am 12. August 2026 kommuniziert wurde. Die Leitung übernimmt Rainer Brehm, der an Cedrik Neike, Mitglied des Siemens-Vorstands und CEO von Siemens Digital Industries, berichten wird.

Siemens begründet den Schritt mit dem Wandel der Industrie hin zu einer softwaredefinierten Automatisierung und KI-gestützten, zunehmend autonomen Produktionssystemen. Die Bündelung soll es erleichtern, Automatisierungslösungen über unterschiedliche Produktionsumgebungen hinweg zu entwickeln und anzubieten. Bislang waren die Bereiche organisatorisch getrennt – unter anderem nach diskreter und prozessorientierter Automatisierung sowie nach Service- und Antriebstechnik.

Für Kunden könnte die neue Struktur vor allem einen stärker integrierten Ansprechpartner und ein zusammenhängenderes Portfolio bedeuten. „Das wird unseren Kunden mehr Flexibilität, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit ermöglichen“, so Brehm. Automatisierung, Motion Control, Prozessleittechnik, Services und industrielle KI lassen sich dadurch enger aufeinander abstimmen. Das könnte insbesondere bei Projekten helfen, in denen Produktionsanlagen, Software und Dateninfrastruktur gemeinsam geplant werden müssen.

Die Zusammenlegung ist zugleich ein Signal für die strategische Richtung von Siemens: Automatisierung soll nicht länger allein über Steuerungen, Antriebe und Hardware gedacht werden, sondern als Teil eines durchgängigen Systems aus Feldgeräten, Software, Daten und KI. Damit folgt Siemens dem Trend, industrielle Funktionen stärker zu virtualisieren und Software unabhängig von der Hardware einzusetzen.

Ob die neue Struktur tatsächlich zu kürzeren Entwicklungszeiten, weniger Schnittstellen und einem einfacheren Kundenzugang führt, wird sich allerdings erst in der Umsetzung zeigen. Die organisatorische Bündelung allein schafft noch keine gemeinsame Technologieplattform. Dafür müssen Produktlinien, Datenmodelle, Engineering-Werkzeuge und Vertriebsstrukturen tatsächlich zusammenwachsen.

Siemens macht keine Angaben zu möglichen Auswirkungen auf Standorte, Beschäftigte oder einzelne Produktlinien. Zunächst handelt es sich daher um eine organisatorische Neuordnung innerhalb von Digital Industries – nicht um die vollständige Verschmelzung der Siemens-Geschäftsbereiche für Automatisierung, Software und KI. (sb)

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