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Unter die Top-5 gelangt noch General Motors mit 73 Punkten, wobei insbesondere der Chevrolet Bolt hervorsticht, ein Elektrofahrzeug der unteren Mittel-klasse mit einer Reichweite von 383 km bzw. 238 Meilen (nach US-Norm; NEFZ: ca. 500 km). Zu den weiteren Gewinnern zählen PSA und FCA. PSA kann sich dank 62 Innovationen jetzt auf Rang 7 (Vorjahr 8) verbessern, während Fiat-Chrysler auf Rang 8 springt (Vorjahr: Rang 15).
Für FCA ist es das beste Ergebnis der letzten Jahre. Verantwortlich dafür sind 77 Innovationen, die sich vor allem auf die neuen oder überarbeiteten Modelle Alfa Romeo Giulia, Chrysler Pacifica, Maserati Levante und Maserati Quattroporte verteilen.
Zu den überraschenden Verlierern gehört wie schon im Vorjahr der nach Volkwagen absatzstärkste Hersteller Toyota. Der japanische Konzern verliert im Wettbewerbsvergleich weiter an Innovationsstärke und kommt nur noch auf Rang 15 von 19 globalen Herstellern. Das ist die mit Abstand schlechteste Platzierung bislang, noch im Jahr 2013 lag Toyota auf Rang fünf (Vorjahr: zwölf). Toyota kann 35 Innovationen vorweisen, es fehlt den Japanern aber an Weltneuheiten (3).
Immerhin bringt Toyota mit dem Prius Plug-In-Hybrid den verbrauchsärmsten Serien-PHEV in den Markt. Auch Ford verliert trotz 59 Innovationen drei Plätze und erreicht nur noch Rang neun. Dies ist vor allem auf den hohen Anteil eher niedrig bewerteter Innovationen zurück zu führen.
Im Ländervergleich können die deutschen Hersteller ihre Position als Innovationsführer mit 36 Prozent aller Innovationen ausbauen: Von insgesamt 1.155 Welt-, Konzern- und Markenneuheiten konnten 158 als "weltneue Innovationen" identifiziert werden. Davon entfallen auf Volkswagen (inkl. Audi) 53 Weltneuheiten, auf Daimler 23 und auf BMW 18 Weltneuheiten.
Dieselbe Anzahl (18) kann Tesla für sich verbuchen. Nach einem größeren Abstand folgt Ford mit neun weltneuen Innovationen. Nach der Gesamtzahl der Innovationen zeigen sich deutliche Verluste der japanischen Hersteller, die sowohl von den US-Autobauern als auch von den Europäern (ohne Deutschland) überholt werden.
Studienleiter Stefan Bratzel: „Mit den paradigmatischen Veränderungen von Technologien und Geschäftsmodellen kommen zunehmend neue Player ins Spiel, die wie Tesla durch Agilität und Fokussierung eine hohe Innovationskraft entwickeln können. Die etablierten Hersteller tragen dagegen schwer am Rucksack der bisherigen Technologien und Kundenerwartungen. Zur Finanzierung von Zukunftsthemen müssen sie den Spagat von etablierten und neuen Technologien aushalten. Es zeigt sich jedoch, dass insbesondere die deutschen Hersteller den Kampf um das Auto der Zukunft intensiv aufgenommen haben.“
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