Hybridantriebe

Porsche beendet die Produktion des Hybrid-Supersportwagens 918 Spyder

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Thermomanagement mit fünf getrennten Kühlkreisläufe

Auch das Thermomanagement-Konzept mit fünf getrennten Kühlkreisläufen und der innovativen Hybridkühlung des hinteren Elektromotors mit Luft und Wasser schafft wichtige Grundlagen für den Hybridantrieb von morgen. Ein weiteres Beispiel mit Zukunftsaspekt: Der Porsche 918 Spyder kann durch die intelligente Steuerung von Generatorfunktion und konventioneller Bremse weitaus mehr Bewegungsenergie in elektrische Energie umwandeln als andere Hybridfahrzeuge. Durch diese enorme Rekuperationsleistung steigen Effizienz und Reichweite.

Das Rückgewinnungssystem kommt in ähnlicher Form auch in den LMP1-Prototypen 919 Hybrid zum Einsatz, mit denen Porsche beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans einen eindrucksvollen Doppelsieg feierte. Weiterhin schlug der Technologieträger 918 mit spektakulären Lösungen wie der Vollcarbon-Karosserie, der vollvariablen Aerodynamik und der adaptiven Hinterachslenkung neue Wege ein. Adaptive Aerodynamik und Hinterachslenkung haben bereits Einzug in die Seriensportwagen gehalten, beispielsweise bei den Modellen des 911 Turbo sowie beim 911 GT3 und 911 GT3 RS.

Rundenrekord in der Grünen Hölle

Der Supersportwagen 918 Spyder hält mit 887 PS Systemleistung seit September 2013 mit 6:57 Minuten den Rundenrekord auf der Nürburgring-Nordschleife für straßenzugelassene Fahrzeuge mit Serienbereifung. Andererseits Effizienz: Mit rund drei Liter Benzin verbraucht der 918 Spyder im Normzyklus NEFZ weniger Kraftstoff auf 100 km als die meisten Kleinwagen. Er beweist damit überzeugend, welches Potenzial die Plug-in-Hybrid-Technologie nicht nur für sparsame Fortbewegung, sondern vor allem auch für Sportwagen-typischen Fahrspaß birgt.

Montage mit Bluetooth-gesteuerten Akkuschraubern

Auch bei der Fertigung des Hybrid-Supersportwagens setzte Porsche innovative Ideen um. Für viele Neuentwicklungen im Bereich der Montage und Qualitätssicherung, die insbesondere ergonomisch höchste Anforderungen erfüllen, gab es Patentanmeldungen. Sie unterstreichen, dass Porsche Innovationsfähigkeit weit über das Automobil hinaus definiert. So lief die komplette Montage ohne kabelgebundene Werkzeuge ab. Bestes Beispiel: die über Bluetooth gesteuerten Akkuschrauber. Nahezu geräuschlos verrichten sie ihre Arbeit, erhöhen die Flexibilität der Werker am Arbeitsplatz und stellen über die Kopplung zur Datenbank zudem sicher, dass die hinterlegten Drehmomente zuverlässig eingehalten und dokumentiert werden.

Der eigens entwickelte, vielfach verstellbare Montagehubwagen diente zur kraftschonenden Komplettierung des zweisitzigen Monocoques. Ebenfalls neuartige Scherenhubtische erleichterten den Einbau der 140 kg schweren Hochvolt-Batterie. Die Belederungs- und Montagetische in der 918-Manufaktur gelten als Benchmark in Sachen Ergonomie und Flexibilität. Sie erlauben unter anderem durch wechselbare Einsätze die Fertigung unterschiedlicher Bauteile, wodurch Stationszeiten komplett ausgenutzt werden. So setzte Porsche auch bei der Produktion des 918 Spyder auf maximale Effizienz.

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