Startschuss für das „Munich Quantum Valley“ München soll in fünf Jahren führender Quantentechnologie-Standort werden

Von Sebastian Gerstl

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Ausgestattet mit Fördermitteln in Höhe von 380 Millionen Euro haben sich über 40 Forschungseinrichtungen und Unternehmen zur Gründung des Munich Quantum Valley zusammengefunden. Ziel des in einem eingetragenen Verein zusammengeschlossenen Forschungsverbundes ist, in den kommenden fünf Jahren ein Zentrum für Quantencomputing und Quantentechnologie (ZQQ) in Bayern aufzubauen.

Startschuss für das Munich Quantum Valley in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften: Das mit 380 Millionen Euro Startförderung ausgestattete Projekt hat zum Ziel, binnen fünf Jahren in München ein führendes Zentrum für Quantencomputer und Quantentechnologien (ZQQ) aufzubauen.
Startschuss für das Munich Quantum Valley in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften: Das mit 380 Millionen Euro Startförderung ausgestattete Projekt hat zum Ziel, binnen fünf Jahren in München ein führendes Zentrum für Quantencomputer und Quantentechnologien (ZQQ) aufzubauen.
(Bild: Munich Quantum Valley)

Ein Jahr nach der Absichtserklärung der Bayerischen Staatsregierung ist in den Räumen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften der Startschuss zur Initiative Munich Quantum Valley erfolgt. Mehr als 40 Forschungseinrichtungen und Unternehmen haben sich in dem Verein zusammengefunden, um den Standort München zu einem nicht nur deutschlandweit, sondern international führenden Standort für Quantencomputer und Quantentechnologien aufzubauen.

Zentrum für Quantencomputing und Quantentechnologie mit zugehörigem Technologiepark geplant

Die Initiative Munich Quantum Valley hat sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden fünf Jahren ein Zentrum für Quantencomputing und Quantentechnologie (ZQQ) in Bayern zu etablieren. zum Start dieser Pläne konnten 380 Millionen Euro als Fördermittel gesichert werden. 300 Millionen stammen aus dem Fördertopf der Hightech Agenda Bayern, weitere 80 Millionen fließen aus Förderprogrammen der Bundesministerien für Bildung und Forschung sowie für Wirtschaft und Klimaschutz zu.

Diese sollen genutzt werden, um Zugang zu Computern der nächsten Generation zu ermöglichen, die auf den drei vielversprechendsten derzeit verfügbaren Quantencomputertechnologien basieren: supraleitende, ionische und atomare Qubits. Geplant ist auch ein Quantentechnologiepark, der Forschungskapazitäten bündeln und die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in marktreife Produkte beschleunigen soll. Diese Aktivitäten werden durch Fort- und Ausbildungsangebote sowie durch Finanzierungsprogramme für Start-ups im Bereich der Quantentechnologie unterstützt.

Bayern soll zentraler Standort für führende Zukunftstechnologen werden

Der Bayerische Ministerpräsifent Markus Söder bei der Gründung der Initiative Munich Quantum Valley: „Quantencomputing ermöglicht die nächste Generation der Super-Rechner. Wir werden Bayern dabei zum internationalen Champion entwickeln“.
Der Bayerische Ministerpräsifent Markus Söder bei der Gründung der Initiative Munich Quantum Valley: „Quantencomputing ermöglicht die nächste Generation der Super-Rechner. Wir werden Bayern dabei zum internationalen Champion entwickeln“.
(Bild: Munich Quantum Valley)

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder, sagte anlässlich des Starts des Munich Quantum Valley: „Quantencomputing ermöglicht völlig neue Arten der Forschung. Das ist die nächste Generation der Super-Rechner. Wir werden Bayern dabei zum internationalen Champion entwickeln. Im Munich Quantum Valley vernetzen wir unsere Besten der Wissenschaftsszene. Die besten Köpfe der Welt sollen in Bayern studieren und lehren.“ Die Förderung des Munich Quantum Valley fügt sich in die Pläne der Bayerischen Landesregierung, das Bundesland zu einem führenden Standport für Hochtechnologie auszubauen. Für die Hightech Agenda Plus werden insgesamt 3,5 Mrd. Euro bereitgestellt, mit denen 13.000 neue Studienplätze und 1000 Professuren für verschiedene Zukunfstechnologie-Bereiche geschaffen werden sollen. Aus den Mitteln der Hightech Agenda Bayern wurde unter anderem bereits die Gründung eines Fraunhofer-Instituts für Kognitive Systeme (IKS) und eine „KI-Fabrik Bayern“ an der TU München in die Wege geleitet.

„Das Munich Quantum Valley ist europaweit ein einzigartiges Netzwerk aus Wissenschaft und Wirtschaft, das aus Industriepartnern, Universitäten und anwendungsorientierter Forschung besteht," sagt Bayerns Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger. Er freue sich darauf, dass Im Munich Quantum Valley der erste Quantencomputer „Made in Bavaria“ gebaut werde. „Dem Quantencomputing wird zukünftig eine Schlüsselrolle bei der Erforschung von neuen Medikamenten, bei Optimierungen in der Logistik oder in der Materialforschung zukommen. Mit dem Munich Quantum Valley haben wir die Chance, in Bayern den Grundstein für eine echte Quantenindustrie zu legen,“ fügte Aiwanger hinzu

Auch der bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler unterstrich, dass das Munich Quantum Valley das klare Ziel verfolge, Bayern in der Forschung und beim Einsatz der Quantenwissenschaften und -technologien an der Spitze Europas zu etablieren: „Bereits jetzt verfügen wir in der Region München über herausragende wissenschaftliche Kompetenzen im Bereich der Quantentechnologien," sagte der CSU-Politiker. „Diese bündeln wir zu einem leistungsfähigen Hightech-Ökosystem von Wissenschaft und Wirtschaft, das wir um die Expertise weiterer bayerischer Standorte ergänzen.“

Europaweit einzigartiges Netzwerk

Bisher haben sich unter dem Dach des Munich Quantum Valley mehr als 40 universitäre Einrichtungen, Forschungsinstitute und Unternehmen zusammengefunden. Zu den Gründungspartnern des Munich Quantum Valley zählen unter anderem die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), die Technische Universität München (TUM) und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sowie die Bayerische Akademie der Wissenschaften, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Fraunhofer-Gesellschaft und die Max-Planck-Gesellschaft.

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Auch die wissenschaftliche Arbeit hat bereits begonnen. In acht Forschungskonsortien, die alle zum Aufbau und Betrieb von Quantencomputern notwendigen Kompetenzen abdecken, arbeiten rund 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Über Leuchtturm-Projekte soll in Zukunft die Expertise weiterer Regionen Bayerns eingebunden und die wissenschaftliche Basis verbreitert werden

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