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Ein weiteres neues Modul GL7-DCB mit integriertem Messbrückenverstärker erfasst die Signale von Sensoren auf Basis von Dehnungsmessstreifen (DMS) mit einer Messgeschwindigkeit von 100 kS/s. Das DMS-Modul kann Signale simultan auf bis zu vier Messkanälen aufzeichnen. Der Anwender kann jegliche Sensoren auf DMS-Basis direkt an den Datenlogger anschließen, die Sensorversorgung ist integriert.
Das Modul unterstützt DMS-Anwendungen in ¼-, ½- und Vollbrückenschaltung. In Sensoren integrierte TEDS-Chips werden erkannt und automatisch ausgelesen. Somit wird die Konfiguration der Messkanäle deutlich vereinfacht und das Vertauschen einzelner Kanäle beim Anschluss verhindert. Der elektrische Anschluss der DMS-Sensoren kann sowohl in 4- als auch in 6-Leitertechnik vorgenommen werden. Typische Anwendungsbereiche des Moduls sind Belastungstests an Materialprüfständen, beispielsweise bei Schließkraftmessungen an Türen, Fensterhebern oder Außenspiegeln in der Automobilindustrie, an Flugzeugkomponenten in der Luftfahrtindustrie oder, in Verbindung mit einer Wegmessung, die klassische F-s-Messung, die beispielsweise zur Dokumentation von Einpressvorgängen und anderer Anwendungen benötigt wird.
Die Vorteile für den Benutzer der Messlösung
Der stete Wandel im Prüfstandbau setzt nicht nur ständig neue Messgrößen auf die Agenda. Für die Praxistauglichkeit eines Datenerfassungssystems ist es ebenfalls von Bedeutung, wie leicht es sich beim Umbau eines Prüfstandes in neue Konfigurationen integrieren lässt. Hier bietet der GL7000 die Möglichkeit, sich direkt am Gerät und vom PC aus bedienen zu lassen.
An der Frontseite des Basismoduls befindet sich ein gut lesbares 5,7-Zoll-Farbdisplay mit Touchfunktion. Das Display lässt sich abnehmen. So kann der Datenlogger mit seinen 224 mm x 137 mm x 145 mm entweder als Einzellösung oder als Embedded-System direkt im zu messenden Prozess verbaut werden. Die Anzeige der Daten erfolgt dann über einen PC.
Verbunden wird das Messsystem mit Ethernet- (10BASE-T, 100BASE-TX) und USB-2.0-Hi-Speed-Anschlüssen oder mit Web- und FTP-Schnittstellen. Betreibt man den GL7000 im USB Drive Mode, so können Daten auf der eingebauten Flash- oder SD-Karte vom PC aus bearbeitet werden, der den Datenlogger dann wie einen USB-Datenspeicher anspricht.
Binärdaten direkt in den Datenlogger überführen
Weiterhin lassen sich mit der Messlösung Produktionsprozesse überwachen, indem der Benutzer jedem Kanal direkt eine Alarmierung zuweist. Es gibt ein eigenes Alarmmodul, das sich mit bis zu 10 Alarmen belegen lässt. Bei der Master-Slave-Bedienung durch einen PC per USB besteht zudem die Möglichkeit, eine Alarm-E-Mail zu versenden.
Ein wichtiger Zielmarkt des Datenloggers ist die deutsche Automobil- und Zulieferindustrie. Es wurde ein Messdatenimport für die Mess- und Prüfstandssoftware IPEmotion von IPETRONIK entwickelt. IPEmotion ist als Standardsoftware in allen Bereichen der automobilen Fahrzeugentwicklung zur Messung von CAN-Bus-Signalen und Protokollen von Steuergeräten weit verbreitet.
Das aktuelle Release 2013 R1 bietet standardmäßig einen direkten Import für die Binärdateien des Formats .gbd für alle Graphtec-Datenlogger der Serien GL800/GL900 und GL7000 an. Durch diesen neuen Import profitieren alle Kunden, die schon IPEmotion im Einsatz haben, weil sie die Messdaten von den Graphtec-Datenloggern jetzt mit IPEmotion analysieren können. Mehrere Messdateien lassen sich laden und über Drag-and-drop können die Messwerte im Kurvenfenster sofort graphisch dargestellt werden.
Eine Zoom-Funktion über alle Achsen, die Darstellung in verschiedenen Koordinatensystemen und ein Messfenster mit Statistikfunktionen stehen direkt zur Verfügung. Im Nachgang lassen sich offline Berechnungen auf die Messdaten anwenden. Die Berechnungsergebnisse werden in der Messdatei gespeichert oder in Messdatenformate wie CSV, Excel, Diadem, MDF, MATLAB oder FAMOS exportiert.
* Roland Kunze betreut die Produktlinie Messdatenerfassung und Datenlogger bei Althen Mess- und Sensortechnik.
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