Autonomes Fahren Massenspeicher: Wohin mit bis zu 100 TByte Daten?

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Ein einzelnes Testfahrzeug für autonomes Fahren generiert bis zu 100 TByte an Daten. Mit einer High-Speed-Speichermatrix lassen sich solche Datenmengen sicher und günstig speichern.

Sensoren, Kameras, Lidar: Im Fahrzeug fallen viele Messdaten an. Sie werden im Fahrzeug vorverarbeitet und auf mobile Massenspeicher abgelegt.
Sensoren, Kameras, Lidar: Im Fahrzeug fallen viele Messdaten an. Sie werden im Fahrzeug vorverarbeitet und auf mobile Massenspeicher abgelegt.
(Bild: (c) Tierney - stock.adobe.com)

Kameras, Infrarot- und Ultraschallsensoren, Lidar, Radar und andere Messparameter: Sie alle sind an modernen Fahrzeugen verbaut und sollen zur Sicherheit beitragen. Sie sind auch Basis für ADAS (Advanced Driver Assistance Systems) und autonomes Fahren. Damit autonomes Fahren technisch umgesetzt werden kann, sind unzählige Testfahrten notwendig. Dabei fallen wiederum Unmengen an Messdaten an.

Spezialisten wie NI (National Instruments) erfassen die Daten von mehreren Sensoren mit hoher Bandbreite. Obwohl sich autonomes Fahren bereits umfassend simulieren lässt, sind reale Fahrdaten notwendig. Doch mehr tatsächliche Straßendaten erfordern einen ebenfalls effizienten Datenspeicher.

Das Data Record System AD von National Instruments ist für Datenstreaming mit hohem Durchsatz an Messdaten ausgelegt.
Das Data Record System AD von National Instruments ist für Datenstreaming mit hohem Durchsatz an Messdaten ausgelegt.
(Bild: National Instruments)

Das von NI entwickelte Data Record System AD basiert auf PXIe und sorgt dabei für ein Datenstreaming mit hohem Durchsatz an Messdaten. Hinzu kommen die Daten aus Kamera-Schnittstellen GMSL und FPD-Link, um Fahrzeugsensordaten zu protokollieren. An Fahrzeugbussen unterstützt das System Automotive Ethernet, FlexRay, CAN und LIN. Das Data Record System AD lässt sich im Kofferraum des Testfahrzeugs transportieren. Bei der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen werden in den Testfahrzeugen täglich bis zu 100 TByte an Daten generiert, die erfasst, gespeichert und weiter in Rechenzentren zur Auswertung transferiert werden müssen. Doch wohin mit den Messdaten?

Mobile Festplatten für Fahrzeugflotten

Messdaten aus einem Fahrzeug werden von PCIe-Messgeräten erfasst und auf einem Massenspeicher direkt im Fahrzeug abgelegt.
Messdaten aus einem Fahrzeug werden von PCIe-Messgeräten erfasst und auf einem Massenspeicher direkt im Fahrzeug abgelegt.
(Bild: Seagate)

Einige Hersteller setzen auf handelsübliche Festplatten, die sie in große Laufwerksschächte im Fahrzeug mitführen. Möglich sind auch integrierte Datenlogger und Speichergeräte. Sie alle können allerdings keine Sicherheit der Daten garantieren. Skalierbar sind solche Systeme meist nicht. Auch auf der Kostenseite können Datenspeicher schnell das Budget sprengen. Damit entsprechende Kapazitäten vorgehalten werden können, sind Kosten von bis zu 200.000 US-Dollar pro Fahrzeug notwendig. Bei einer Flotte aus 100 Fahrzeugen sind das über 20 Mio. US-Dollar.

Hier kommt der Edge-Speicher von Seagate ins Spiel: Ein einzelnes Array fasst bereits 96 TByte an Daten. Für Kunden wie NI bietet Seagate seinen besonderen Lyve Data Transfer Services an. Dazu gehört die modulare und skalierbare Hardware Lyve Mobile, um die Massendaten am Netzwerkrand zu speichern. Pro Sekunde erfasst das Speichersystem bis zu 6 GByte/s an Fahrzeugdaten. Verschlüsselt werden die Daten mit 256-Bit-Hardwareverschlüsselung nach AES sowie Schlüsselmanagement. Die Festplatten sind in einem robusten und verschließbaren Transportgehäuse geschützt.

Das Array lässt sich direkt im Kofferraum neben dem Recording-System von NI montieren und speichert sämtliche Daten in Echtzeit. Nach der Datenerfassung kann es der Prüfingenieur zum nächstgelegenen Edge-Rechenzentrum transportieren, um die Daten dort zur direkten Nutzung zu übertragen.

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