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Auf die Jugend gesetzt

Ausbildung war schon in der jungen Firma ein Thema. 1967 wurde der erste Ausbildungsvertrag abgeschlossen. Stets war es Manfred Zollner ein Anliegen, jungen Menschen in ihrer Heimatregion eine berufliche Perspektive zu bieten. Bis dato wurden über 1.500 Jugendliche ausgebildet und größtenteils übernommen. „Ich habe immer auf die jungen Leute gesetzt und das war richtig so“, sagt der heutige Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Zollner rückblickend.
Die Aufgaben für das Unternehmen wurden immer umfangreicher und anspruchsvoller – man wuchs mit den Anforderungen der Kunden. So entstand in fünf Jahrzehnten ein High-Tech-Konzern mit einer riesigen Bandbreite an Technologie- und Prozess-Wissen. Schließlich will man seinen Kunden so viel Mehrwert wie möglich zu bieten. Viele dieser Kunden halten ihrem Lieferanten seit mehr als 30 Jahren die Treue dazu gehören Firmen wie IBM, Miele oder Siemens.
Glücklich macht Manfred Zollner, dass seine drei Söhne die Firmennachfolge übernommen haben und gemeinsam die Verantwortung tragen. Heute ist die Unternehmensgruppe unter den Top 15 der EMS-Dienstleister weltweit gelistet. An 18 Standorten in Deutschland, Ungarn, Rumänien, der Schweiz, Tunesien, den USA, Costa Rica, China und Hongkong setzt das Unternehmen auf langjährige, nachhaltige Kunden- und Lieferantenpartnerschaften, gleichbleibende Qualität und ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis.
Komplette Systeme für die Kunden
In unserem täglichen Leben finden sich viele Produkte aus dem Hause Zollner. Für Außenstehende ist das allerdings nicht erkennbar, weil auf keinem das Firmenlogo des Systemdienstleisters steht. Der EMS-Provider fertigt Einzelteile, Module, Geräte und komplette Systeme zum Beispiel Eincheckterminals für Flughäfen und Bahnhöfe sowie medizinische Geräte und Elektronik für Autos und Industrieanlagen. Zudem werden im eigenen Haus Komponenten wie Trafos, Dreh-, Kunststoffteile gefertigt sowie die Geräte montiert und getestet.
Besonders stolz ist Manfred Zollner auf das elf Tonnen schwere Mechatronik-System „Tradinno“, der als weltgrößter vierbeiniger Schreitroboter im Guinness-Buch der Rekorde verbrieft ist. Der Roboter-Drache spiegelt die gesamte Kompetenz der Zollner Elektronik AG wider, von der Entwicklung, Mechanik, Elektronik, Pneumatik, Software bis zur Planungssicherheit – die Lieferung eines kompletten Systems. „Tradinno“ ist der Hauptdarsteller im Further Drachenstich, dem ältesten Volksschauspiel Deutschlands.
Was ist das Erfolgsgeheimnis von Menschen wie Manfred Zollner, möchte man fragen. Anlässlich der 50-Jahres-Feier im Jahr 2015 antwortete der Unternehmer so: „Glück, Gesundheit und die richtige Frau, dann ist der Erfolg nicht zu stoppen.“
* Claudia Mallok ist freie Fachjournalistin und seit dem Jahr 2001 Mitglied der Jury des E²MS-Award
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