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Kleine Netzteile senken den Stand-by-Verbrauch gewaltig
Ganz anders sieht es aus, wenn der Stand-by-Kreis ein eigenes kleines Netzteil bekommt und das Hauptnetzteil mittels Relais vom Netz getrennt wird – ganz so wie früher, als elektromechanische AUS-Schalter die Stromzufuhr komplett unterbrochen haben.
Relais schaltet Kleinnetzteil im Normalbetrieb ab

Ein solches Netzmodul – beispielsweise das RAC03 von Recom mit 3 W Nennleistung – senkt den Stand-by-Verbrauch gewaltig. Für kleinste Leistung konzipiert, verbraucht es im Leerlauf weniger als 100 mW und damit weit weniger als die für 2013 in Stufe 2der EuP-Richtlinie vorgeschriebenen 500 mW. HiFi-Spezialisten brauchen sich dabei keine Sorgen machen, dass ein getakteter Stromversorgungsmodul den Hörgenuss verderben könnte. Denn das Relais, das die Anlage einschaltet, schaltet im Gegenzug das Netzmodul ab, sodass es im aktiven Betrieb elektrisch gesehen nicht vorhanden ist.
Lösungen wie diese gibt es für unzählige Applikationen rund um Haus oder Büro. So lassen sich z.B. Jalousien bequem aus dem Fernsehsessel schließen oder werden automatisch nach dem Stand der Sonne gesteuert. Das Prinzip ist auch hier dasselbe: Während die Hauptversorgung komplett abgeschaltet ist, leisten hocheffiziente Stand-by-Netzteile ihren Beitrag zur Reduzierung der Stromkosten.
Für jede Leistungsklasse das passende Netzteil

Gab es noch vor wenigen Jahren kaum ein Angebot für AC/DC-Netzmodule kleinster Leistung, so ist inzwischen eine eigene Nische für solche Produkte entstanden. Hierfür erweitert Recom das bislang verfügbare Programm von AC/DC-Wandlern in der Leistungsklasse 1, 2, 3 und 6 W, um so fein abgestuft für jede Anwendung eine effiziente Lösung bieten zu können. Mit einer Leerlaufleistung von 30 mW für die 1-W-Version geht es dabei längst nicht mehr um die Einhaltung der Norm, sondern um maximal mögliche Energieeffizienz.
Die EMV hat einen hohen Stellenwert
Neben einem geringen Leistungsverbrauch hat das Thema elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) einen hohen Stellenwert im Home-Bereich. Schließlich will man sich nach der Elektrosmog-Debatte rund ums Handy keine neuen Störquellen ins Haus holen. Dabei geht es aber nicht nur um abgestrahlte, sondern auch um leitungsgebundene Störungen. Netzteile „für den Hausgebrauch“ unterliegen der strengen „Klasse B“-Norm nach EN 55022/55024, die eine um 10 dBµV geringere Störstrahlung vorschreibt, als die im industriellen Bereich zulässige „Klasse A“.
Bei allen Wandlern der RAC-Serie sind die „Klasse B“- Filter ins vergossene Gehäuse integriert. Störungen werden so unmittelbar an der Quelle beseitigt, sodass die Filterkomponenten im Vergleich zu externen Lösungen kleiner dimensioniert werden können. Dies hat wiederum eine positive Auswirkung auf den Leistungsverbrauch im Leerlaufbetrieb. Außerdem erspart man sich beim Einsatz eines Komplettmoduls die Kosten für Bauteilebeschaffung und EMV-Tests.
Zuverlässig dank hochwertiger Komponenten
Der neuen AC/DC-Module sind für viele Jahre Dauerbetrieb konzipiert. Für die beiden Kleinen – den RAC01 bzw. RAC02 wird eine MTBF nach MIL-HDBK-217F von >1 Mio. h spezifiziert. Alle Modelle sind bis 3,75 kVAC 1 Minute isoliert, kurzschlussfest sowie gegen Überspannung und Überlast geschützt. Die Umgebungstemperatur darf ohne Derating bis +85 °C (RAC01) betragen.
Verwendet werden nur hochwertige Komponenten. Schon während der Entwicklung werden Prototypen intensiven „HALT“-Tests unterzogen. Speziell dafür hat man in Gmunden, Österreich ein „Environmental-Labor“ eingerichtet, in dem stichprobenartig auch die Qualität der laufenden Produktion überwacht wird. Alle Wandler sind serienmäßig mit 3 Jahren Gewährleistung lieferbar.
Die Energiewende beginnt in den eigenen vier Wänden
Wer Ernst machen möchte mit der Energiewende muss in den eigenen vier Wänden beginnen. Nach der Glühlampe ist der Stand-by-Betrieb älterer, vor 2010 gekaufter Heim- und Büroelektronik der größte Energieverschwender. Ein einfacher „Hörtest“ genügt meist, die Übertäter zu entlarven. Hört man das Klicken eines Relais, darf von einem sparsamen Stand-by-Betrieb ausgegangen werden. Darüber hinaus liefert die Wärmeentwicklung im Schein-Aus-Betrieb deutliche Anzeichen für Verschwendung. Wir stehen am Beginn einer radikalen Neuorientierung. Green Power und Eco Design sind längst ein zentrales politisches Anliegen geworden. Um die Einsparpotenziale optimal zu nutzen, kommen Kleinstnetzteile wie die der RAC-Serie zum Einsatz. Diese sind im Bereich von 1 bis 6 W sehr fein in Leistungsklassen unterteilt, um so möglichst genau den Leistungsbedarf der jeweiligen Applikation abdecken zu können. Wer noch nicht in neue Technik investieren möchte, kann sich mit einem einfachen Trick behelfen: Alle Geräte zumindest über Nacht über eine schaltbare Steckerleiste vom Netz trennen.
* * Dipl. Ing. Reinhard Zimmermann ist Produkt Marketing Manager bei der Recom Electronic GmbH in Dreieich.
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