Swissbit integriert Microns Authenta-Root-of-Trust-Secure-Element-Technologie in ausgewählte Speicherlösungen. Ziel ist es, die Verbreitung von Authenta, das Micron auch in eigenen Flash-Speichern einsetzt, zu erhöhen und IoT-Geräte mit geringem Aufwand abzusichern. Dank Cloud-Integration soll sich das Gerätemanagement erheblich vereinfachen.
Weltumspannend: Durch die Integration von Microns Authenta-Technik will Swissbit den Aufwand für mehr Cyber-Sicherheit von IoT-Geräten und -Systemen deutlich verringern.
(Bild: Swissbit)
Speicher- und Security-Spezialist Swissbit und Micron arbeiten zusammen, um die Reichweite der Micron Authenta-Technologie für die Sicherheit in IoT-Umgebungen auszubauen: Swissbit wird Authenta in ausgewählte Sicherheits- und Speicherlösungen integrieren und die Root-of-Trust-Sicherheitsmerkmale seinem Kundenkreis aus den Bereichen Industrieautomation, Automotive, NetCom sowie Medizintechnik zugänglich machen.
Das erste Swissbit-Speicherprodukt mit integrierter Authenta-Technologie wird eine microSD-Karte sein, die sich für die Nachrüstung von IoT-Systemen eignet. Im nächsten Schritt planen Swissbit und Micron die Einführung einer Embedded-Komponente in Form einer e.MMC. Weitere Details wollen beide Unternehmen bei Verfügbarkeit entsprechender Produkte bekanntgeben.
Die Authenta-Technologie von Micron soll einen bislang unerreichten Schutz für die untersten Schichten in der Architektur von IoT-Geräten bieten. Sie fügt dem Flash-Speicher Funktionen eines Secure Elements (SE) hinzu und erhöht damit die Sicherheit auf Systemebene direkt auf der Komponente. Mithilfe von Authenta erhalten Milliarden von IoT-Geräten eine unverwechselbare Identität. Konkret ermöglicht die Kombination der gerätespezifischen Identität und messbaren Boot-Verifizierung-Optionen IoT-Geräten, sich direkt bei einem Host zu authentifizieren – ob in der Cloud, dezentral am Rand des Netzwerks (Edge) oder auf dem Gerät selbst.
Cyber-Sicherheit stärken ohne zusätzliche Hardwarekomponenten
Durch die Nutzung vorhandener Standard-Flash-Speicher-Sockel sollen Entwickler die Cyber-Sicherheit auf Systemebene stärken können, ohne zusätzliche Hardwarekomponenten hinzufügen zu müssen. Dies führt laut Swissbit zu kostengünstigeren und robusteren IoT-Umgebungen. Eine breite Palette von IoT- und Edge-Geräten, die Standard-Flash-Speicherchips verwenden, könne durch die Authenta-Technologie erweitert und verbessert werden, um die Sicherheit bereits auf Systemebene zu erhöhen. Darüber hinaus ließen sich Authenta Zero-Touch-Onboarding-Implementierungen sowie zukünftige Geräte-Management-Funktionen umsetzen.
„Mit dem stetigen Wachstum des IoT-Marktes wird ein erhöhtes Maß an Cyber-Sicherheit am sogenannten Intelligent Edge immer wichtiger“, kommentiert Luis Ancajas, Director der Authenta-Produktlinie bei Micron. „Die Zusammenarbeit mit Swissbit ermöglicht es uns, die Marktdurchdringung unserer Root-of-Trust-Lösung weiter auszubauen. Außerdem beschleunigt sie den einfachen Zugang zu einem Niveau an Hardwaresicherheit, das für ein sicheres globales IoT-Ökosystem erforderlich ist.“
Authenta-Cloud-Plattform für Echtzeit-Authentifizierung in der Lieferkette
Die Integration der Authenta-Technologie in die Flash-Speichermodule von Swissbit soll Swissbit-Kunden zudem die Möglichkeit eröffnen, die von Micron neu eingeführte Authenta Cloud Platform zu nutzen. Nach Angaben von Swissbit erlaubt sie eine Authentifizierung von Geräten in Echtzeit entlang der gesamten Lieferkette des Kunden und über den kompletten Lebenszyklus der jeweiligen Geräte hinweg. Auf diese Weise schaffe sie eine offene, skalierbare Grundlage für die Bereitstellung von End-to-End-Cloud-Diensten im gesamten IoT-Ökosystem.
„IoT-Systeme und -Anwendungen verarbeiten immer mehr sensible Daten und benötigen deshalb ein Höchstmaß an Sicherheit. Durch die Integration der Root-of-Trust-Sicherheitsfunktionen von Micron Authenta in Swissbit Speicherprodukte bauen wir unser Angebot an Security-Lösungen weiter aus und bieten Kunden eine leicht zu integrierende Hardware-Basis, mit der sie IoT-Umgebungen und Edge-Geräte bestmöglich schützen können“, erläutert Claus Gründel, General Manager Embedded IoT Solutions bei Swissbit. Dieser Schritt füge sich zudem perfekt in die Strategie ein, gemeinsam mit Partnern Hardware-basierte Security-Lösungen für die unterschiedlichsten IoT-Anwendungen anzubieten und „dadurch Integrationsaufwände nachhaltig zu reduzieren sowie neue Cloud-basierte Servicemodelle zu ermöglichen“. (me)
Stand: 08.12.2025
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