Außenhandel der Elektro- und Digitalindustrie Deutsche Elektroexporte wachsen: EU-Märkte tragen das Plus

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Die deutschen Exporte von Elektro- und Digitalgütern sind im ersten Halbjahr 2026 um 9,3 Prozent auf 138,5 Milliarden Euro gestiegen, berichtet der ZVEI. Besonders stark legten die Ausfuhren in mehrere EU-Länder zu. Die USA und China bleiben wichtige Absatzmärkte, verzeichneten aber Rückgänge.

Die deutschen Exporte von Elektro- und Digitalgütern sind im ersten Halbjahr 2026 um 9,3 Prozent auf 138,5 Milliarden Euro gestiegen, berichtet der ZVEI. (Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Die deutschen Exporte von Elektro- und Digitalgütern sind im ersten Halbjahr 2026 um 9,3 Prozent auf 138,5 Milliarden Euro gestiegen, berichtet der ZVEI.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hat ihre Ausfuhren im ersten Halbjahr 2026 deutlich gesteigert, wie der Verband der Elektro- und Digitalindustrie ZVEI e.V. am 21. August 2026 berichtete. Das Exportvolumen stieg demnach gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,3 Prozent auf 138,5 Milliarden Euro. Allein im Juni legten die Exporte um 18,3 Prozent auf 24,5 Milliarden Euro zu.

Auch die Importe erhöhten sich: Sie wuchsen im ersten Halbjahr um 7,7 Prozent auf 143,8 Milliarden Euro. Der Außenhandelssaldo der Branche blieb damit negativ, fiel mit weniger als 5,5 Milliarden Euro jedoch geringer aus als im Vorjahreszeitraum.

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EU-Länder tragen das Wachstum

Die USA blieben mit Exporten im Wert von 12,4 Milliarden Euro der wichtigste Einzelmarkt für deutsche Elektro- und Digitalprodukte. Allerdings gingen die Ausfuhren dorthin um 2,1 Prozent zurück. Auch nach China, dem zweitwichtigsten Absatzmarkt, exportierte die Branche mit 11,4 Milliarden Euro rund 1,6 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025.

Das Wachstum kam vor allem aus der Europäischen Union. Auf den Plätzen drei bis neun der wichtigsten Exportmärkte lagen ausschließlich EU‑Länder. Besonders deutlich stiegen die Ausfuhren nach Tschechien – um 30,5 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro – und nach Polen. Dorthin exportierten deutsche Unternehmen Waren im Wert von 7,5 Milliarden Euro, 29,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch die Niederlande, Frankreich, Italien, Österreich und Spanien verzeichneten zweistellige Wachstumsraten. Das Vereinigte Königreich lag mit 4,9 Milliarden Euro auf Rang zehn; die Exporte dorthin gingen um 6,6 Prozent zurück.

China bleibt wichtigster Lieferant

Auf der Importseite zeigt sich ein anderes Bild. China war mit Lieferungen im Wert von 42,8 Milliarden Euro der mit Abstand wichtigste Lieferant der deutschen Elektro- und Digitalindustrie. Die Importe aus China stiegen um 11 Prozent.

Weitere wichtige Lieferländer waren Ungarn mit 7,6 Milliarden Euro, die USA mit 7,1 Milliarden Euro sowie Polen und Tschechien mit jeweils rund 6,6 bis 6,8 Milliarden Euro. Aus Taiwan importierte die deutsche Elektroindustrie Waren im Wert von 5,4 Milliarden Euro – 10,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die Zahlen zeigen damit zwei unterschiedliche Entwicklungen: Auf der Absatzseite stützen vor allem die EU-Märkte das Wachstum. Bei den Lieferketten bleibt Asien von zentraler Bedeutung. Nach Angaben des ZVEI werden rund drei Viertel aller weltweit produzierten Elektroerzeugnisse in Asien hergestellt, knapp die Hälfte davon allein in China. (sb)

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