VDE/BMBF-Schülerwettbewerb

Invent a Chip – Schüler entwickeln innovative Mikrochips

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„Um ihre Projektidee zu realisieren, lernen die Jugendlichen eine Hardware-Beschreibungssprache, mit der sie eine Unmenge von Schaltungselementen im Mikrochip verdrahten. Damit gehen sie wie die Profis vor, die die hochintegrierten Schaltkreise unserer alltäglichen Elektronik entwickeln", erklärt VDE-Chef Ansgar Hinz. Die ersten Schritte im Chipdesign unter Anleitung von Experten sind so möglich. Bis Mitte September können die Schülerinnen und Schüler dann ihre Projekte realisieren.

Justus Kaufmann (16), Fabian Eich (15) und Tilmann Bruns (14) vom Gymnasium Lindlar entwerfen die technische Basis für stabile Krankenliegen im Rettungswagen: „Menschen, die schwerste Verletzungen haben, sollen sie einen schnelleren und sicheren Weg ins Krankenhaus bieten", erklärt das Team. Florian Winkler (17) vom Werner-von-Siemens-Gymnasium Großenhain will bei seiner Mikrochip-Idee die Bereiche Technik und Natur verknüpfen.

„Mithilfe von drei Sensoren wird ermittelt, ob der Pflanze Wasser, Wärme oder Kohlenstoffdioxid zugeführt werden soll", sagt er. Ein in "Smartshirts" integrierter Mikrochip ist der Plan von Sebastian Kollmeyer (15), Tim-Josia Kranz (15) und Moritz Techen (15) von der Edith-Stein-Schule aus Darmstadt. "Ausgestattet mit Sensoren kann es die Gesundheit des Trägers überwachen", stellt das Team fest.

Ein Schulranzen, der auf die richtige Gewichtsverteilung achtet, ist der Plan von Daniel Gebhard (17), Bero Gebhard (14), David Wu (15) und Max Möckel (16) von der Internatsschule Schloss Hansenberg in Geisenheim. Ein neuartiges Belüftungssystem für Haus oder Wohnung konzipieren Michael Hohenstein (16), Ann-Kathrin Ruckwied (18) und Lukas Härdtner (17) vom Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium Heilbronn. "So kann die Schimmelbildung in Häusern reduziert und die Luftqualität verbessert werden", erklärt das Team.

Max Kaspari (17) und Jannick Heines (17) vom Berufskolleg Olsberg wollen im Wettbewerb einen Chip entwickeln, der für Rettungskräfte im Einsatz die Ampeln auf Grün stellt. Niklas Lambert (15) vom Leibniz-Gymnasium Dormagen plant einen Mikrochip, der Wasserrohrbrüche verhindert, indem er schon kleine Lecks und Beschädigungen frühzeitig selbst meldet.

Dass zukünftige intelligente WCs keine Seltenheit sind, ist das Ziel von Philipp Grube (17) vom Immanuel-Kant-Gymnasium aus Bad Oeynhausen. "Diese müssen unbedingt hygienischer und benutzerfreundlicher werden", sagt er und setzt auf die Hilfe der Profis im Workshop.

Neben attraktiven Geldpreisen bis zu 3.000 Euro erwarten die Gewinner im Finale die Aufnahme in das Auswahlverfahren für ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes, vielfältige Kontakte zu Industrie und Hochschulen sowie die Präsentation der eigenen Projekte auf Messen und Technikveranstaltungen.

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