Nachwuchswettbewerb Mikroelektronik Wake Words: Nachwuchstalente entwickeln Mikrochips mit KI

Von Sebastian Gerstl 2 min Lesedauer

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Beim MikroSystemTechnik-Kongress in Duisburg wurden die Sieger von Invent a Chip 2025 geehrt: Jugendliche entwickelten FPGA-basierte KI-Chips zur Wake-Word-Erkennung. Der erste Preis ging an Emil Kroisandt aus Bad Kreuznach.

Die Preistträger des Wettbewerbs Invent a Chip 2025(Bild:  Hannibal / VDE)
Die Preistträger des Wettbewerbs Invent a Chip 2025
(Bild: Hannibal / VDE)

Beim bundesweiten Wettbewerb Invent a Chip des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und des VDE stehen die Sieger fest. Die Ehrung fand im Rahmen des MikroSystemTechnik-Kongresses in Duisburg statt. Im Fokus stand ein praxisnahes KI-Projekt auf programmierbarer Hardware.

Arbeit mit Neuronalen Netzwerken und FPGA-Boards

Die Teams sollten Mikrochips entwerfen, die vorgegebene Wörter („Wake Words“) schnell und präzise per neuronalen Netzen erkennen. Für Implementierung und Tuning nutzten die Teilnehmenden FPGA-Entwicklungsboards. So wurde KI-Spracherkennung direkt in Hardware abgebildet.

Der mit 2.000 Euro dotierte erste Platz ging an Emil Kroisandt (16) vom Gymnasium an der Stadtmauer in Bad Kreuznach. „Am besten fand ich, zu sehen, wie das FPGA-Board die Wörter richtig klassifizieren konnte“, sagte der Sieger. Platz zwei und 1.500 Euro erhielt Ben Kleefuß (17) vom Städtischen Gymnasium Rheinbach. Dritter wurde Magnus Schlinsog (17) vom Humboldt-Gymnasium Potsdam, dern 1.000 Euro gewann.

Ziel des Wettbewerbs ist es, Deutschlands Technik-Nachwuchs früh zu fördern. „Wir erleben, dass Schülerinnen und Schüler MINT-Kompetenzen entwickeln, KI verstehen und komplexe Hardwarelösungen entwerfen. Das ist ein perfekter Einstieg in die Technologien der Zukunft“, betonte BMFTR-Ministerin Dorothee Bär.

Rund 1.100 Jugendliche aus den Klassen 9 bis 13 traten in drei Stufen an: IaC-Quiz, IaC-Challenge und das IaC-Camp für die 25 Besten an der Leibniz Universität Hannover. Der Wettbewerb fand 2025 bereits zum 24. Mal statt.

„Unser Wettbewerb zeigt, wie spannend Mikroelektronik und KI sind – vom ersten Logikgatter bis zum kompletten Chip“, erklärte VDE-Präsident Alf Henryk Wulf. Chipdesign stehe selten auf dem Stundenplan, werde hier aber greifbar. Viele Teilnehmende denken nun über Studiengänge wie Elektrotechnik, Informatik oder Cybersicherheit nach.

Auch die Plätze vier bis zehn wurden ausgezeichnet und mit je 500 Euro prämiert. Alle Preisträger erhalten Kontakte zu Industrie und Hochschulen, werden für die Studienstiftung vorgeschlagen und können ein mehrtägiges Praktikum bei Bosch in Reutlingen absolvieren. INVENT a CHIP wird durch das BMFTR getragen; Sponsoren sind u. a. Bosch, Cologne Chip, GlobalFoundries, Infineon und Siemens.(sg)

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