Nachhaltige urbane Mobilität igus:bike – Wartungsfreies Vollkunstoff-Fahrrad

Quelle: Pressemitteilung igus

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From ocean plastics to motion plastics: Dieses Ziel verfolgt igus mit dem Projekt igus:bike – ein Fahrrad, das zu über 90 Prozent aus Kunststoff besteht und auch aus recycelten Kunststoffabfällen wie ausrangierten Fischernetzen hergestellt werden kann. So soll aus Meeresplastik von gestern Mobilität von morgen entstehen.

Vollkunststoff-Fahrrad: Gemeinsam präsentierten der Kieler Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer (links) und Alexander Welcker (igus) zum Auftakt der Olympia-Rallye das erste Modell eines Fahrrades, das zu über 90 Prozent aus Kunststoff besteht.
Vollkunststoff-Fahrrad: Gemeinsam präsentierten der Kieler Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer (links) und Alexander Welcker (igus) zum Auftakt der Olympia-Rallye das erste Modell eines Fahrrades, das zu über 90 Prozent aus Kunststoff besteht.
(Bild: igus)

Für die gemeinsame Entwicklung eines ersten Fahrrad-Modells hat igus in das niederländische Start-up mtrl investiert. Dieses Modell und das Konzept hinter dem igus:bike-Projekt stellte der motion plastics Spezialist nun auch zum Auftakt des Olympia-Rallye Revivals 2022 in der Meeresschutzstadt Kiel vor. Die moderne Neuinterpretation des Events unterstützt den Verein Bergwaldprojekt e.V. im Harz und ist Teil der Feierlichkeiten anlässlich des 50. Jubiläums der Olympischen Spiele 1972 von München und Kiel.

Mobilität nach dem Prinzip Almost Zero Waste

Die motion plastics aus Köln kommen bereits seit Jahrzehnten erfolgreich im Bereich Mobilität zum Einsatz – ob Automobilbranche, Schifffahrt, Luftfahrzeuge oder Fahrradindustrie. Mit dem igus:bike-Projekt streben die Kölner nach einer Lösung für eine zeitgemäße Mobilität sowie die Umweltverschmutzung durch Plastikmüll.

Das Konzept: Ein Vollkunststoff-Fahrrad, das völlig schmier-, rost- und wartungsfrei ist und somit bei jedem Wetter im Freien stehen kann und Generationen von Menschen transportieren soll. Erreicht das Fahrrad irgendwann das Ende seiner Lebensdauer oder wird eine neue Rahmengröße benötigt, kann der Kunststoff regranuliert und daraus ein neues Fahrrad gebaut werden.

Das niederländischen Start-up mtrl stellt bereits seit einigen Jahren Fahrräder mit Rahmen und Rädern aus Kunststoff her. In Kombination mit dem Know-how von igus und den für den neuen Einsatzzweck weiterentwickelten motion-plastics-Komponenten entstand der erste Prototyp. Ein Großteil der benötigten Rohstoffe kann über das Recycling von Plastikmüll gedeckt werden.

Nachhaltigkeit – auch der Produktionsprozess zählt

Auch beim Produktionsprozess verfolgt man einen nachhaltigen Ansatz, denn der Kunststoff kann mit geringem Energieaufwand vor Ort recycelt und umgeformt werden. Dafür setzen die Niederländer im eigenen Labor in Nijkerk vollständig auf erneuerbare Energien, zum Beispiel durch Solarzellen auf dem Dach, um den CO2-Fußabdruck so gering wie möglich zu halten.

Für die Herstellung nutzt man eigens gebaute Maschinen mit schmierfreien und langlebigen igus-Komponenten. Geformt wird der Kunststoff per Rotomoulding bzw. Rotationsgussverfahren mit niedrigem Druck und hoher Temperatur, das Wärme und biaxiale Rotation kombiniert.

Markteinführung in Deutschland 2023

Das Fahrrad wird dabei aus weichen Kunststoffen wie zum Beispiel Polyethylen (PE) hergestellt. Das Ziel ist, künftig lokale Produktionsstätten auf der ganzen Welt in der Nähe von Mülldeponien zu errichten und so eine nachhaltige und transparente Lieferkette zu schaffen. Die Niederländer werden bis Ende dieses Jahres mit der Produktion des Bikes beginnen. Die Markteinführung in Deutschland ist Anfang 2023 geplant.

Know-How-Plattform für Fahrräder aus Kunststoff

Doch hinter dem igus:bike-Konzept steckt noch mehr: Denn mit dem Launch stehen die Türen offen für weitere Partnerschaften und Impulse. „Mit der igus:bike-Plattform möchten wir das Know-how rund um Kunststoffe in der weltweiten Fahrradindustrie fördern“, erklärt Alexander Welcker, Branchenmanager Fahrradindustrie bei igus.

„So können wir das Konzept mit vielen anderen Fahrrad- und Komponenten-Herstellern umsetzen und weiterentwickeln. Unsere Vision: Kunststoff zu einer wertvollen und nachhaltigen Ressource machen und die Kreislaufwirtschaft auch international fördern. Dann kann sich auch in vielen anderen Bereichen der Umgang mit Plastik positiv verändern.“

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