University of Cambridge Graphen-Tinte soll gedruckte transparente Elektronik voranbringen

Peter Koller

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In eine transparente, druckbare Tinte haben britische Forscher das Halbleitermaterial Graphen verwandelt. Das nur eine Atomlage dicke, wabenförmige Material gilt als möglicher Silizium-Nachfolger.

So entsteht die gedruckte Graphen-Elektronik(Grafik:  University of Cambridge)
So entsteht die gedruckte Graphen-Elektronik
(Grafik: University of Cambridge)

Graphen hat aufgrund seiner speziellen Struktur einige einzigartige Eigenschaften, darunter eine extrem hohe Ladungsträgerbeweglichkeit unter bestimmten Bedingungen.

Allerdings ist die Herstellung von Graphen-basierten Schaltkreisen mit herkömmlichen Halbleiterfertigungsverfahren derzeit noch schwierig und teuer. Forscher an der Universität von Cambridge in Großbritannien haben nun ein alternatives Herstellungsverfahren entwickelt.

Dabei werden von einem Graphitblock Graphenschichten chemisch abgelöst. Durch eine Filterung wird sichergestellt, dass in der Lösung nur Teilchen bis zu einer bestimmten Größe vorhanden sind.

Das ist wichtig, denn die Lösung wird dann in eine polymerbasierte Tinte umgewandelt, die sich mittels Tintenstrahldrucker auf eine Vielzahl von Substraten aufbringen lässt. Zu große Teilchen könnten die Düsen des Inkjet-Printers verstopfen.

Damit ist es den Forschern gelungen, gedruckte Dünnschicht-Transistoren zu erzeugen. Obwohl die Forschung noch in einem frühen Stadium ist, arbeiten die erzeugten Transistoren bereits etwas schneller als vergleichbare Transistoren auf Basis von ferroelektrischen Polymer-Tinten.

Darüber hinaus bieten die gedruckten Graphen-Schaltungen noch eine interssante Eigenschaft. Durch die extrem geringe Schichtstärke von nur einem Atom sowie der Honigwabenstruktur sind die Schaltungen transparent.

Über ihre Herstellungsmethode berichten die Wissenschaftler in einem Paper namens Ink-Jet Printed Graphene Electronics.

In einem etwas anderen Druck-Verfahren haben Forscher in Südkorea bereits im vorigen Jahr einenflexiblen Graphen-Touchscreen erzeugt.

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