Work-Life-Blending

Die Verschmelzung von Arbeit und Freizeit

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Für sich selbst eintreten und Verbindlichkeit schaffen

Fragt man Jünemann, was es für eine optimale Verbindung aus Beruf und Privatleben braucht, antwortet er: „Verständnis und ein optimales Arbeitsumfeld seitens des Arbeitgebers, genauso wie die offene Kommunikation und das Einstehen für die eigenen Interessen seitens des Mitarbeiters.“ Gefunden hat der Entwickler das perfekte Umfeld bei seinem Arbeitgeber Rohde & Schwarz.

„Dank dem Gleitzeitmodell ohne Kernzeit kann sich jeder Mitarbeiter seine Arbeitszeit flexibel zwischen 6 Uhr morgens und 20 Uhr abends einteilen. Allerdings werden nie mehr als zehn Stunden täglich gearbeitet“, so Jünemann. „Für mich heißt das: Ich kann meinen Beruf ausleben und gleichzeitig meine zweite Berufung als Trainer ausüben.“

Ergänzendes zum Thema
Wandel eröffnet neue Karriere- und Arbeitsmodelle

„Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen ändern sich heute rasant. So entstehen neue Anforderungen an die Mitarbeiter. Gleichzeitig werden ihre Bedürfnisse immer individueller. Die Lösung sind flexible Arbeitszeit- und neue Karrieremodelle. Bei vielen Mitarbeitern ruft diese neue Freiheit Skepsis und Unsicherheit hervor. Daher benötigen die Unternehmen eine Führungskultur, die auf Vertrauen statt Kontrolle setzt, sowie Führungskräfte, die mit gutem Beispiel vorangehen."

Sophia von Rundstedt, CEO der Rundstedt & Partner GmbH

Für die optimale Verzahnung von Beruf und Privatleben ist Jünemann selbstbewusst eingetreten und gestaltete seine Arbeitszeit aktiv mit. So erkundigte er sich zunächst beim Arbeitgeber selbst, wie sich beide Elemente in Einklang bringen lassen. Nicht zuletzt, weil er als Kerneltreiber-Entwickler in viele Projekte eingebunden ist. Er beriet sich darauf mit seinen Projektleitern und Vorgesetzten und gemeinsam klärten sie den Arbeitsaufwand von Jünemann für die einzelnen Projekte und vereinbarten eine verbindliche Kommunikationsstruktur.

Nun hält er die Projektleiter über seinen Workload und den Stand der Projekte ständig auf dem Laufenden. „Ich habe eine 35- bis 40-Stunden-Arbeitswoche. Zusätzlich setze ich bis zu 15 Wochenstunden für mein Engagement als Trainer ein. Die individuelle Regelung, die ich mit meinen Chefs zusammen erarbeitet habe, funktioniert sehr gut. Jeder weiß, wie viel Zeit ich pro Woche auf welches Projekt verwenden kann, weil jeder über meine verfügbaren Stunden informiert ist“, resümiert Jünemann.

Für Jünemann hält ein guter Arbeitgeber nicht nur seine Rechte und Pflichten ein, sondern pflegt einen fairen und wertschätzenden Umgang mit seinen Mitarbeitern. „Bei Rohde & Schwarz geht das Engagement über das normale Pflichtprogramm hinaus. Wir haben ein Betriebsrestaurant mit täglich frischen Gerichten, es gibt vielfältige Sportangebote, eine eigene Physiotheraphiepraxis und das Unternehmen ermöglicht uns Mitarbeitern ausgewogene Arbeitszeiten“, erläutert Jünemann. Allerdings kann ein Arbeitgeber die individuellen Wünsche des Mitarbeiters nicht erahnen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Arbeitnehmer für ihre Wünsche eintreten und diese im Konsens mit dem Arbeitgeber umsetzen. Ein fairer Umgang, der Rohde & Schwarz gelungen ist.

(ID:43320033)