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Die Grundausstattung des Model 1 (Variante 1) verfügte über 4 KByte RAM, die über Sockel in der Tastatur auf bis zu 16 KByte, mit Hilfe eines zusätzlichen „Expansion Interface” insgesamt sogar auf bis zu 48 KByte aufgerüstet werden konnten. Die Grafikauflösung betrug 128 x 48 Pixel, wobei es sich bei der Bilddarstellung „nur” um eine kreative Blockaufteilung des Textmodus handelte. Für Wechselspeicher war in der Grundausstattung ein Kassettenlaufwerk erhalten. Indem ein Lautsprecher oder ein Kopfhörer an eine entsprechende Klinkenbuchse am Laufwerk angeschlossen wurde, konnten auch regulär Töne ausgegeben werden.
Ab Juli 1978 war zudem ein 5 ¼-Zoll Floppylaufwerk erhältlich; wie bei Apple führte auch Tandy auch ein von Diskette ladbares Betriebssystem, TRSDOS, ein. Ein eigener monochromer Bildschirm war separat erhältlich, ansonsten bestand die Möglichkeit, den Rechner an einen heimischen Fernseher anzuschließen.
Im ROM des Rechners enthalten war ein auf der Lizenzfreien Programmiersprache Tiny BASIC basierendes „Level I BASIC”, das von den Entwicklern des TRS-80 um einige wenige hardwarespezifische Funktionen erweitert worden war. Das ein Jahr später folgende „Level II BASIC” basierte, ähnlich wie bei Apple, auf einer Lizenz von Microsoft.
Da der Heimcomputer in erster Linie aus Bauteilen bestand, die auch einzeln im Sortiment von RadioShack zu erwerben war, fiel es anderen Herstellern nicht allzu schwer, die Version 1 des TRS-80 zu klonen. Die deutsche S.C.S. GmbH produzierte beispielsweise einen eigenen, softwarekompatiblen Klon des Rechners unter dem Namen KOMTEK-I Model 1. Ebenfalls weit verbreitet in Deutschland war der in Hongkong produzierte EACA Video Genie.
Niedergang eines Pioniers

Die Tandy Corporation verwendete die Bezeichnung TRS-80 auch für alle weiteren auf dem Zilog Z80 basierenden Heimcomputer des Unternehmens als Markennamen, mit weiteren Versionsbeschreibungen (Model II, Model III, Model 100, Color Computer bzw. CoCo etc.). Der später als Model I bekannte ursprüngliche Heimcomputer wurde ab Januar 1981 nicht mehr verkauft.
Mitte der 80er beschloss die Tandy Corporation, auf die Produktion IBM-PC-kompatibler Rechner umzusatteln. Der Name „TRS” wurde fallen gelassen; die folgenden „Tandy”-Systeme waren allesamt PC-Klone. Ab 1994 stellte man die Produktion eigener Computersysteme ein und vertrieb statt dessen Rechner anderer Hersteller, etwa PCs aus IBMs Aptiva-Reihe oder Compaq-Systeme.
1999 stand Unternehmen an der Spitze seines finanziellen und kommerziellen Erfolges. Mit dem Platzen der Dotcom- und „New Economy”-Blase, die viele Tech-Unternehmen hart traf, ging es aber auch mit der ab 2000 in RadioShack Corporation umbenannten Elektronikkette bergab. Im Februar 2015 meldete der einstige Heimcomputerpionier Konkurs an. Auch eine Umstrukturierung brachte wenig: Im März 2017 musste die Firma das zweite Mal innerhalb von 2 Jahren Insolvenz anmelden. Von dem einstigen Elektronikriesen sind heute nur noch 70 Ladengeschäfte und ein Online-Versandhandel übrig.
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