Anbieter zum Thema
Interpretationsfehler des Hawkingschen Postulats
Der Kritikpunkt Wagners und anderer Forscher zielt auf einen Interpretationsfehler des Hawkingschen Postulats. So setzt die Berechnung der Strahlung eines Schwarzen Lochs voraus, dass die Krümmung des so genannten Ereignishorizonts vernachlässigbar ist, was wiederum eine ausreichend große Masse voraussetzt. Im Klartext: Für Schwarze Minilöcher ist Hawkings Ansatz buchstäblich mangels Masse unbrauchbar, was den Schwerkraftmonstern eine unerwartet hohe Stabilität verleihen könnte.
Physiker des CERN halten dagegen, dass selbst ein stabiles Schwarzes Mikroloch rund 5 Milliarden Jahre benötigen würde, bis es sich eine bedrohliche Masse einverleibt habe. Prof. Rössler, der 1996 als Kandidat für den Physik-Nobelpreis gehandelt wurde, hat hierzu eigene Berechnungen angestellt.
Das Ergebnis ist alles andere als beruhigend. In einem sich selbst verstärkenden exponentiellen Wachstumsprozess hätte das Schwarze Miniloch Rössler zufolge bereits innerhalb von zwei Jahren eine die Existenz der Erde bedrohende Masse erreicht.
Buchinfo: Sekunde Null. Das Urknall-Experiment, BoD GmbH Norderstedt, ISBN 978-3837053142, 156 Seiten, 16,90 €
Artikelfiles und Artikellinks
(ID:312503)