35 Millionen Euro hat die Agentur für Innovationen in der Cybersicherheit GmbH (aka Cyberagentur) im September 2024 lockergemacht, um mehrere Unternehmen bei der Entwicklung mobiler Quantencomputer zu fördern. Ziel sei es, den mobilen Einsatz von Quantencomputern in Sicherheits- und Verteidigungsszenarien sowie in zivilen Anwendungen zu ermöglichen.
Die Cyberagentur hat rund 35 Millionen Euro Forschungsgelder bereitgestellt, damit drei Unternehmen beziehungsweise Konsortien an der Miniaturisierung von Quantencomputern arbeiten.
(Bild: Cyberagentur)
Einer will immer der Größte, Beste, Schnellste sein. Superlative werden immer gefeiert, sei es im Sport, im Baugewerbe oder schlicht und einfach in der Küche. Menschen scheinen dazu gemacht, sich im Wettstreit miteinander zu befinden, und deswegen wird auch seit geraumer Zeit darüber diskutiert, welcher Computer in Zukunft das heißeste Gerät darstellen wird: der Quantencomputer oder der Supercomputer?
Quantencomputer sind deswegen spannend, weil sie auf einer gänzlich anderen Technologie als normale Supercomputer basieren. Sie nutzen sogenannte Qubits, die den Zustand 0, 1 oder eine Superposition aus beiden Zuständen annehmen können. Theoretisch sind sie deswegen in der Lage, viele Berechnungen parallel durchführen zu können. Im Gegensatz dazu arbeiten Supercomputer nur mit klassischen Bits, also entweder 0 oder 1.
Die Vorteile von Quantencomputern zeigen sich besonders bei Aufgaben wie der Simulation von Molekülen, der Faktorisierung großer Zahlen (was für die Kryptografie und damit für die Entwicklung von Sicherheits-Technologien wichtig ist) oder der Optimierung komplexer Systeme. Für solche Probleme könnten Quantencomputer irgendwann eine enorme Zeitersparnis bieten … die Betonung liegt auf irgendwann.
Quantencomputer stecken noch in den Kinderschuhen
Quantencomputer haben großes Potenzial, aber sie stehen noch am Anfang ihrer Entwicklung. Sie stellen momentan eher ein Spezialwerkzeug für bestimmte Aufgaben dar, die Supercomputer nicht gut bewältigen können. Denn Quantencomputer sind sehr empfindlich und anfällig für Fehler; dazu ist die Skalierung solcher Systeme bislang schwierig.
Umso interessanter ist es, dass die bundeseigene Cyberagentur in Halle an der Saale im September 2024 drei Technologieunternehmen und -konsortien den Auftrag gegeben hat, Prototypen für mobile Quantencomputer zu entwickeln. Dabei handelt es sich um neQxt GmbH, Oxford Ionics Limited zusammen mit Infineon Technologies AG und um Quantum Brilliance GmbH zusammen mit Parity Quantum Computing GmbH. Diese drei Teams konnten sich bei der Ausschreibung einer Forschungsfinanzierung in Höhe von mehr als 35 Millionen Euro durchsetzen.
Mobiler Miniquantencomputer
Die Projekte „maQue“, „Min-Ion“ und „Diamonds-MQC“ haben zum Ziel, die Miniaturisierungsbemühungen im Bereich der Quantencomputer und Quantenprozessoren voranzubringen, um, wie es die Cyberagentur formuliert, „die Miniaturisierung bei gleichzeitig hoher Leistungsfähigkeit von Quantencomputern und der notwendigen Peripherie für das Projekt „Mobiler Quantencomputer – Quantenprozessoren für den mobilen Einsatz in Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen“ voranzutreiben“.
Das Projektergebnis wurde dabei vorgegeben, denn es soll dabei nicht viel weniger als ein kompakter, leichter, energieeffizienter und gegen sich ändernden Umgebungsbedingungen robuster Quantencomputer dabei herumkommen. Damit wünscht man sich, die Quantentechnologie aus den Labors herauszubekommen.
Das ist eine nicht zu unterschätzende Herausforderung, denn da die Qubits sehr sensibel reagieren, werden die meisten Quantencomputer bei Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt betrieben, um die Supraleitung zu ermöglichen. Hitze, Licht, Vibrationen, elektromagnetische Strahlung, all das ist der reibungslosen Funktion der Qubits nicht förderlich. Darum werden die meisten der Geräte in schall- und strahlungsgeschützten Räumen betrieben, oft in Vakuumkammern.
Mit dem Miniaturisierungswunsch der Quantentechnologie ist die Cyberagentur aber bei weitem nicht allein auf weiter Flur. Bereits seit einigen Jahren wird etwa bei Sandia National Laboratories daran gearbeitet, die Teile eines Quantenkompasses zu verkleinern. Zuletzt kam etwa die Entwicklung einer Vakuumkammer dabei herum, die nicht viel größer als eine Avocado ist. (sb)
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.