Werkstoffe

China-Konkurrenz zwingt zur Neupositionierung

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Jährliche Investitionen im zweistelligen Millionenbereich

So will VAC den Stammsitz durch jährliche Investitionen im zweistelligen Millionenbereich in die Erweiterung und Modernisierung des Maschinenparks besonders in profitablen Fertigungsbereichen langfristig absicheren. Die Strategie sieht auch vor, sich weiter auf die eigene Innovationskraft zu konzentrieren und dabei besonders den technischen Nachwuchs zu stärken, beispielsweise durch die bewährte hauseigene Berufsausbildung.

Die Überlegungen des Unternehmens zielen darauf ab, dass die Umsetzung der nötigen Maßnahmen im vierten Quartal 2015 beginnen und der Großteil dann in den beiden Folgejahren 2016 und 2017 erfolgen könnte. Da sich die VAC als Traditionsunternehmen und einer der größten Arbeitgeber in Hanau und der Region ihrer Verantwortung für die Mitarbeiter und ihre Familien bewusst ist, will man sich deshalb bei allen notwendigen Schritten in erster Linie auf sozialverträgliche Maßnahmen, wie das Auslaufen von Zeitverträgen, die Nutzung von Möglichkeiten des internen Arbeitsmarktes, das Ausnutzen der natürlichen Fluktuation, Altersteilzeitregelungen oder die Initiierung von Freiwilligen-programmen mit Aufhebungsverträgen, konzentrieren.

Dieser Prozess wird in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat und der IG Metall erfolgen. Verhandlungen über einen Interessenausgleich und falls notwendig einen Sozialplan sollen schnellstmöglich aufgenommen werden, wobei betriebsbedingte Kündigungen so weit als möglich vermieden werden.

Nach Ansicht des Unternehmens wird die Neupositionierung die VAC deutlich stärken und sie für ihre Kunden in einem stagnierenden Markt in Europa wie auch in den Wachstumsmärkten Nord-Amerikas und Asiens konkurrenzfähiger und attraktiver machen. Dies soll in der Folge dazu führen, wieder mehr Geschäft und ein gesundes Wachstum generieren zu können.

Details zu VACUUMSCHMELZE GmbH & Co. KG

Die VACUUMSCHMELZE (VAC) mit 4100 Mitarbeitern weltweit, davon 1450 Mitarbeiter in Hanau entwickelt, produziert und vermarktet Spezialwerkstoffe, insbesondere mit magnetischen, aber auch anderen physikalischen Eigenschaften sowie daraus veredelte Produkte. 1914 legte der erste Vakuumschmelzofen den Grundstein zur heutigen VACUUMSCHMELZE. Das Erschmelzen von Legierungen unter Vakuum erfolgt schon seit 1923 industriell.

In über 50 Ländern erzielt die VAC-Gruppe heute einen Jahresumsatz von über 400 Millionen Euro und zählt mit rund 800 Patenten zu den weltweit innovativsten Unternehmen bei der Entwicklung von hochwertigen industriellen Werkstoffen.

Das Produktangebot der VAC umfasst ein breites Spektrum magnetisch und physikalisch hochwertiger Halbzeuge und Teile, induktive Bauelemente für die Elektronik, Magnete und Magnetsysteme, die in den unterschiedlichsten Bereichen und Industriezweigen zum Einsatz kommen – von der Uhrenindustrie über Medizintechnik, regenerative Energien, Schiffbau und Installationstechnik bis hin zur Automobil- und Luftfahrtindustrie. Die maßgeschneiderten Lösungen der VAC werden in enger Zusammenarbeit mit den Kunden entwickelt und spiegeln die hohe Werkstoff- und Anwendungskompetenz verbunden mit neuester Fertigungstechnologie wider.

Wie sich die Vorteile neuer Magnetwerkstoffe für kommende Motortypen nutzen lassen, erklärt Dr. Robert Brand, Head of Business Development Product Marketing Materials & Parts bei der VACUUMSCHMELZE (Hanau), auf dem Praxisforum Elektrische Antriebstechnik (24. bis 26. 3. 2015 in Würzburg).

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