Qualitätssicherung Baumer errichtet neues Innovationslabor

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Der Sensorspezialist Baumer bündelt seine Prüfkompetenzen am Hauptsitz im schweizerischen Frauenfeld. Auf 1.300 Quadratmetern durchlaufen Sensor-Neuentwicklungen künftig strenge Härtetests unter extremen Belastungen.

Im Innovationslabor in Frauenfeld durchlaufen Baumer-Sensoren während der Entwicklung strenge Tests. Zunächst simuliert Baumer die Alterungseffekte der Sensoren, zum Beispiel durch Temperaturschocks (Bildmontage). Erst im Anschluss daran folgen die Dichtigkeitstests, um höchste Robustheit über die gesamte Lebensspanne zu gewährleisten.(Bild:  Baumer)
Im Innovationslabor in Frauenfeld durchlaufen Baumer-Sensoren während der Entwicklung strenge Tests. Zunächst simuliert Baumer die Alterungseffekte der Sensoren, zum Beispiel durch Temperaturschocks (Bildmontage). Erst im Anschluss daran folgen die Dichtigkeitstests, um höchste Robustheit über die gesamte Lebensspanne zu gewährleisten.
(Bild: Baumer)

Baumer setzt bei der Entwicklung neuer Produkte verstärkt auf eigene Testkapazitäten. Im Untergeschoss des Innovation Center am Hauptsitz im schweizerischen Frauenfeld hat das Unternehmen ein neues Innovationslabor eingerichtet. Dort durchlaufen Neuentwicklungen aus allen internationalen Entwicklungszentren von Baumer künftig umfassende Prüfroutinen. Damit führt der Hersteller seine Qualitätsstrategie fort, deren Vorgaben über die üblichen Industrienormen hinausgehen.

Normative Mindestanforderungen reichen für die komplexen Einsatzbedingungen weltweit führender Industrieunternehmen oft nicht aus. Gemeinsam mit Kunden aus dem Bereich der Technologieführer hat Baumer daher die eigenen Prüfstandards deutlich angehoben. Die im neuen Labor installierten Anlagen ermöglichen es, Sensoren gezielt an ihre Belastungsgrenzen zu führen. Auf diese Weise lassen sich potenzielle Schwachstellen frühzeitig im Entwicklungsprozess erkennen und eliminieren.

Vielseitige Versuchsaufbauten für den Dauerbetrieb

Das neue Testzentrum erstreckt sich über eine Fläche von 1.300 Quadratmetern. Um einen zuverlässigen Dauerbetrieb im späteren Praxiseinsatz zu gewährleisten, laufen die Tests und Simulationen auf den modernen Anlagen rund um die Uhr. Die Entwickler nutzen dabei verschiedene Versuchsaufbauten für spezifische Umwelteinflüsse.

Dazu gehören Dichtigkeitstests in einer speziellen Wasserschutzkammer sowie Belastungsproben auf einer seismischen Schockanlage. Zudem kommen Shaker für Vibrationstests sowie Klimaschränke für Temperaturprüfungen und künstliche Alterungsprozesse zum Einsatz. Neben den mechanischen und thermischen Einwirkungen prüfen die Fachexperten die optische und elektrische Leistungsfähigkeit der Sensoren. Sie untersuchen unter anderem Linearität, Wiederholgenauigkeit, Auflösung und Objektunabhängigkeit über den gesamten Mess- und Temperaturbereich. Verifikationstests zu Ansprechzeiten, Fremdlichtsicherheit, Signalrobustheit bei gegenseitiger Beeinflussung sowie Spotgrößen und Schallkeulen vervollständigen das Testprogramm.

Fokus auf Bahnindustrie und mobile Maschinen

Die aufwendigen Prüfroutinen kommen insbesondere Anwendern zugute, die Sensorik in Außenbereichen einsetzen. Typische Einsatzfelder sind mobile Arbeitsmaschinen oder Fahrzeuge der Bahnindustrie. In diesen Branchen verlangt der Markt hohe Maßstäbe an die Langlebigkeit und Präzision der Komponenten unter schwierigen Umweltbedingungen. Wolfgang Wehrle, Entwicklungsleiter bei Baumer, betont die Bedeutung dieser Versuche für die Praxis: „Für sie ist entscheidend, dass die eingesetzten Sensoren auch nach jahrelangem Einsatz präzise Daten liefern, selbst in den anspruchsvollsten Umgebungen. Die Prüfroutinen im Innovationslabor sind ein wichtiger Baustein der Baumer Qualitätsstrategie, um diese Anforderung zu erfüllen.“ (mc)

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