Testumgebung für 5G Automatisiertes Parken für autonome Fahrzeuge

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Beim automatisierten Parken Typ 2 muss ein entsprechendes Testsystem mögliche Beeinträchtigungen bei der drahtlosen Kommunikation in einem Parkhaus per 5G bewerten können. Hier unterstützt eine Testumgebung die Entwickler.

Automatisiertes Parken Typ 2: Mit spezieller Messtechnik wird die Kommunikation per 5G überwacht und bewertet.
Automatisiertes Parken Typ 2: Mit spezieller Messtechnik wird die Kommunikation per 5G überwacht und bewertet.
(Bild: Anritsu)

Eine Testumgebung für automatisiertes Parken (AVP) hat Anritsu zusammen mit dSpace und Apposite Technologies entwickelt. Beim automatisierten Parken (Valet Parking) handelt es sich um einen Service, bei dem ein professioneller Parkwächter die Autos auf großen Parkplätzen und in kommerziellen Einrichtungen parkt.

Beim automatisierten Parken ist kein Fahrer notwendig. Der AVP Technical Report Version 1.0 wurde von der 5GAA im Juni 2022 veröffentlicht, und es wurde ein drahtloses Kommunikationsschema (Typ-2) vorgeschlagen, das mit der Parkhausinfrastruktur und den Smartphones der Nutzer verbunden ist.

Notwendige Infrastruktur ist im Parkhaus verbaut

AVP wird als ein Anwendungsfall für autonomes Fahren entwickelt, der kurzfristig eingesetzt werden kann. Bei einem Typ-1-System befindet sich die Intelligenz einschließlich aller Sensoren, Recheneinheiten und Algorithmen im Fahrzeug. Bei einem Typ-2-System befindet sich die Intelligenz einschließlich Sensoren und AVP-Managementsystem in der entsprechenden Infrastruktur, wie in einem Parkhaus, sodass das Fahrzeug von der Infrastruktur gesteuert wird.

Da AVP Typ-2 eine hochzuverlässige Ende-zu-Ende-Kommunikation erfordert, muss ein Testsystem das QoS-Management und die Auswirkungen von möglichen Beeinträchtigungen auf der IP-Schicht bewerten. Bewertet werden muss außerdem die drahtlose Verbindungsumgebung. Das von dSpace entwickelte Software-basierte Werkzeug simuliert neben der Fahrzeugumgebung und Verkehrsinfrastruktur die Sensor- und Fahrzeuginformationen auf einen PC.

Fahrzeugdaten per 5G übertragen

Anritsu hat in Zusammenarbeit mit dSpace und Apposite Technologies eine Test- und Simulationsumgebung für automatisiertes Parken (AVP) entwickelt.
Anritsu hat in Zusammenarbeit mit dSpace und Apposite Technologies eine Test- und Simulationsumgebung für automatisiertes Parken (AVP) entwickelt.
(Bild: Anritsu)

Die vom AVP-System erzeugten Befehle zur Steuerung der Fahrzeugbewegungen (VMC = Vehicle Motion Control Commands) werden über 5G mit dem 5G-Basisstationssimulator von Anritsu an die OEM-Anwendung übertragen. Dort wird der jeweilige Zustand der Fahrzeugsteuerung angezeigt.

Die VMC-Befehle durchlaufen auf dem Weg zur OEM-Anwendung den Netzwerkemulator von Apposite. IP-Datenverzögerungen und Datenpaketverluste werden durch den Emulator hinzugefügt, so dass die Fahrzeugsteuerung aufgrund ihres Einflusses auf die OEM-Anwendung instabil wird. Spezielle Steuersysteme und Netzwerke halten die Fahrzeugsteuerung stabil. Ein virtuelles Fahrzeug empfängt die VMC-Befehle über das 5G-Netz und fährt anschließend automatisch zu seinem Parkplatz. Die Infrastruktur des Parkhauses sendet die entsprechenden Steueranweisungen.

Mit dem Basisstationssimulator MT8000A von Anritsu wird ein Netzwerk für 5G-Zugang (RAT*6) simuliert. Damit steht Entwicklern eine Evaluierungs- und Zertifizierungsumgebung bereit, um automobile Anwendungen wie Telematik, Infotainment und V2X bereitzustellen.

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