Modellierung SysML und TopCased Praxisbericht
Funktionale und statische Gesichtspunkte lassen sich im Softwareengineering mit UML modellieren. Eine Erweiterung zur SysML beschreibt hardwarenahe Aspekte. Ein Praxisbericht von voltwerk zu SysML und der freien Software TopCased.
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Die Entwicklung von vernetzt arbeitenden Soft- und Hardwaresystemen erfordert ein hohes Maß verbindlicher und transparenter Kommunikation. Sind die beteiligten Partner räumlich, zeitlich oder organisatorisch voneinander getrennt, kann der aktuelle Entwicklungsstand oftmals nur unvollständig zeitnah verfügbar gemacht werden.
Ein Lösungsweg ist der Einsatz von Modellierungs- und Simulationsumgebungungen, wie Matlab/Simulink oder LabView. Bei diesen Werkzeugen wird eine graphische Darstellung verwendet, die im Idealfall direkt ausführbar ist. Leider beschränkt sich ihre Anwendung auf funktionale Aspekte. Für andere Aspekte der Systeme erweisen sich diese Tools als ungeeignet.
Ein alternativer Lösungsweg hat sich im Softwareengineering etabliert. Für die Beschreibung von Software wurde in den 90er Jahren die Unifying Modelling Language, kurz UML, entwickelt. Diese Sprache erlaubt es, Komponenten unter funktionalen und statischen Gesichtspunkten zu modellieren. Mit der Erweiterung zur SysML (System modelling language), werden Sichten und Diagramme zur Verfügung gestellt, um hardwarenahe Aspekte beschreiben zu können.
Entwicklung des Sol-Ion mit SysML und TopCased
Die voltwerk electronics GmbH stellt elektronische Komponenten für den Betrieb und die Überwachung von Solarstromanlagen her. Seit zwei Jahren wird in verschiedenen Entwicklungsprojekten SysML zur Modellierung und Dokumentation erfolgreich angewandt. Als Tool wird die freie Software TopCased (Toolkit in OPen-source for Critical Applications & SystEms Development) verwendet.
Dieses Tool unterstützt den gesamten Entwicklungsprozess von sicherheitsrelevanten Embedded Systemen. Dabei wird der Prozess von unterschiedlichen Werkzeugen unterstützt: Modellierungstools (darunter SysML), Code- und Textgeneratoren, Simulations- und Anforderungsmanagementtools.
Im Rahmen des Sol-ion Projektes, einem vom BMU geförderten Projekt, erarbeiten Institute, wie ZSW, RWTH Aachen und das Frauenhofer IWES, und verschiedene Industriepartner wie voltwerk electronics, Saft Batterien und Tenesol ein System zur Verbesserung des Eigenverbrauches von Solarstrom auf Basis von Lithium-Ionen-Akkus. Zur Modellierung und Dokumentation wurde SysML verwendet.
Anstatt eines Pflichtenheftes kam SysML zum Einsatz


Diese Darstellung erlaubte den Projektbeteiligten ein gemeinsames Verständnis für das System. Unterschiedliche Sichten und der wachsende Detaillierungsgrad boten eine Diskussionsgrundlage für das Team. Interaktiv konnten Änderungen vorgenommen und neue Ideen verfolgt werden. Da im Modell einzelne Komponenten miteinander in Bezug gesetzt wurden, vereinfacht sich die Diskussion. Die Struktur des Systems war transparent und greifbar.

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