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Hard- und Softwaretrigger im Oszilloskop: Welche und Wozu?
Das Gerät von LeCroy bietet hardwareseitig einen 18-GHz-Edge Trigger, 10 verschiedene SMART-Trigger, einen kaskadierten Trigger mit vier Triggerstufen sowie die Fehlersuche TriggerScan, die serienmäßig implementiert sind. Ein schneller serieller Trigger ermöglicht eine Triggerung auf serielle Muster bis 3,125 GBit/s und 80 Bit Länge.
Von der Softwareseite ist in dem LeCroy-Modell der Measurement-Trigger verfügbar der es ermöglicht, „einen Trigger Event auf eine qualifizierte Messung mit hoher Auflösung zu basieren. Der Assistent-Trigger optimiert den Trigger-Jitter auf wenige Femtosekunden, was den Trigger-Jitter des Bausteins eliminiert. Darüber hinaus triggert er auf Bandbreiten, die über die maximale Bandbreite der Hardwaretrigger liegen.“ So soll es laut LeCroy keine Bandbreitenbeschränkung geben.
Das Gerät von Tektronix besitzt mehrere Hardware-Trigger-Schaltkreise, die neben dem klassischen Flanken-Trigger (Edge) auch komplexe Zeit- und Spannungsabhängige Triggerfunktionen bieten. Mit der so genannten PointPoint-Triggerung werden bis zu 1400 Trigger-Kombinationen möglich, die aus Funktionen wie Edge, Glitch, Runt, Width, Transition Time, Timeout, Pattern, State, Setup/Hold, Window, Timer, Events oder seriellem Wort-Trigger (64 Bit) bestehen.
Für Datensignale unterschiedlichster Kodierung stehen dem Anwender spezielle Trigger-Funktionen wie AMI, HDB3, BnZS, CMI, MLT3, I²C, SPI und NRZ zur Verfügung. Eine Besonderheit ist laut Tektronix ein spezieller Hardware-Trigger für 8b/10b bis zu 6,25 GBit/s. Damit kann der Anwender auf 8b/10b-Charakter, Worte, Disparity- und Kodierungsfehler in Echtzeit triggern. Tektronix nennt die Funktion der Software-Trigger „Search and Mark“.
Softwaretrigger können nie die Hardwaretrigger ersetzen

„Andererseits können mehrfache Ereignisse im Speicher markiert und/oder in eine Tabelle gelistet werden. Weiterhin können die Einstellungen Search und Mark auf die Hardware-Trigger kopiert werden, um dann auf diese Ereignisse in Echtzeit zu triggern. Zudem bieten unsere Geräte an, die gefundenen Ereignisse als Gating-Funktion für weitere Analyse-Funktionen des Oszilloskops zu verwenden. Damit kann man beispielsweise die gefundenen Read- und Write-Datenpakete eines DDR-Speichersignals in einem Augendiagramm darstellen oder eine Jitter-Analyse anstellen.“
Softwaretrigger ergänzen die Hardwaretrigger
Die Geräte von Agilent bieten hardwareseitig beispielsweise eine Flankentriggerung >20 GHz, Glitch, Line, Pulsbreite, Fenster, Runt, Timeout und Triggerung für Videosignale. Bei den Software-Trigger ist in den Infiniium-Oszilloskopen das „InfiniiScan“-Werkzeug imple-mentiert. Damit lassen sich grafisch auf dem Display bestimmte Zonen markieren, die den Trigger qualifizieren. Eine serielle Triggerung, aber auch Triggern auf die Messwerte, wenn der Wert größer oder kleiner als xy ist, ist möglich.
Hinzu kommt das Triggern auf non-monotonische Flanken und auf Protokolle wie SATA, SAS, PCIE, I²C, SPI, RS232, USB, USB3.0, JTAG, CAN oder LIN. „InfiniiScan“ kann zusätzlich mit dem zweistufigen Hardware-Trigger kombiniert werden, was besonders leistungsstarke und effiziente Signal-Isolierungsmöglichkeiten bietet.
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