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Das Ökosystem beinhaltet aber nicht nur Compiler, Debugger und sonstige Softwareentwicklungswerkzeuge sondern auch Entwicklungsboards, Hardware-Debug-Tools, Module von verschiedenen Herstellern, Hard- und Softwaredienstleistern oder Online-Simulationstools. Intels "Embedded Design Center" fasst alles zusammen, was Hard- und Softwareentwicklern einen schnellen Einstieg in die x86-Welt und kurze Entwicklungszeiten ermöglicht.
PCI-Express schafft Flexibilität beim Systemdesign
Der E600 besitzt als einziges Mitglied der Atom-Familie neben den integrierten Grafik- und Speicher-Controllern zusätzlich vier PCI-Express-Schnittstellen direkt in der CPU. Daraus ergibt sich ein einfacheres und flexibleres Systemdesign. Über PCI Express sind verschiedene Kombinationen denkbar. So lassen sich diskrete USB-Controller, SATA-Controller, Ethernet Controller für digitale Werbeschilder, FPGAs und ASICs für die industrielle Automatisierung oder segmentspezifische I/O-Hubs andocken, um den unterschiedlichen I/O-Bedürfnissen der Embedded-Welt gerecht zu werden.
Viele Hersteller von Embedded-Elektronik haben längst eigene I/O-Bausteine entwickelt, welche eine Vielzahl von bei PCs sonst nicht üblichen Schnittstellen bieten. Bei der Autoelektronik sind das z.B. die Busse MediaLB und CAN, für die es eine große Infrastruktur gibt. Controller für diese Schnittstellen lassen sich einfach per PCI-Express mit dem Atom E600 verbinden.
Intel selbst bietet mit dem Intel Plattform Controller Hub EG20T (Topcliff) einen I/O-Hub, der als Allrounder die wichtigsten Schnittstellen abdeckt. An Board sind u.a. 6x USB 2.0 Host, 1x USB Device, Gigabit-Ehernet und SATA. Damit eignet sich der I/O-Hub für Embedded-Märkte wie Industrieanwendungen, Digital Home, Point of Sales etc. Über PCI Express können Drittanbieter zudem eigene I/O-Hubs andocken, die spezifische Schnittstellen für die verschiedenen Anforderungen des jeweiligen Embedded-Markts mitbringen.
Umfangreiches Ecosystem an Drittanbietern
Intel hat mehrere Hersteller gewonnen, die bereits zum Marktstart des Atom E600 Computing-Module gemäß den gängigen Embedded-Standards und Formfaktoren anbieten. Zudem arbeitet Intel mit Herstellern von Komponenten für ein platz- und kostenoptimiertes Plattform-Design zusammen. So liefern Dialog Semiconductor und OKI/Rohm voll integrierte Chips zur Spannungsversorgung und Takterzeugung für den Prozessor. Von STMicroelectronics ist ein Embedded I/O-Hub für Auto-Infotainment mit MediaLB- und CAN-Schnittstelle erhältlich.
Kontron bietet mit dem Computer-on-Module NanoETXexpress-TT für Embedded-PC-Anwendungen ein kleines COM (55 mm x 84 mm) mit dem Atom E600, das kompatibel zum neu spezifizierten COM Express COM.0 Rev 2.0 Pin-out Type 10 ist. Durch die Auswahl aller Komponenten für den erweiterten Temperaturbereich von -40 bis 85 °C eignet sich das Modul auch für den Einsatz in rauen Umgebungen. Geplant ist zudem das Kontron Rugged Display HMITR, ein lüfterloser und wartungsfreier In-Vehicle Panel-PC für Bahnen und Busse.
Congatec setzt bei dem Qseven-Board conga-QA6 ebenfalls auf die T-Baureihe für Betriebstemperaturen von -40 bis 85 °C. Mit einer Leistungsaufnahme von unter 5 W, der Größe einer Kreditkarte und ACPI 3.0 Power Management ist das Board für mobile Anwendungen geeignet. Auch Lippert Embedded Computers nutzt den Atom-E600-SoC-Prozessor u.a. für die Embedded-CoreExpress-Module (ECO2 für mobile Geräte) und COM Express Compact (Toucan-TC für Telekommunikation, Medizintechnik, Autos und Industrieanwendungen).
Über die Website des Intel Embedded Design Center sind Dokumentationen, Datenblättern, Tools etc. für die Entwicklung von Embedded Anwendungen erhältlich. In einem Online-Chat stehen Ingenieure von Intel in Echtzeit für Fragen zur Verfügung.
* * Michael Vierheilig ist Architecture Conversion Manager; Thomas Dietrich ist Field Application Engineer, beide bei der Embedded Sales Group bei Intel.
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