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Storage-Spectrum

Ganz anders die Power- und vor allem die Storage-Systeme. Damit ist, gerade für den IT-Channel, viel Staat zu machen und Geld zu verdienen. Während die Server-Absätze im volatilen Auf und Ab des Markts schwanken, gibt es bei den Storage-Systemen lediglich eine Richtung: nach oben. Speziell die Spectrum-Familie ist – so das Feedback aus dem Channel – mit ihren Virtualisierungsfähigkeiten bei den Kunden beliebt und gefragt. Teil des Storage-Angebots sind auch die „High Performance Services“ von Big Blue. Das sind hybride „Stand-alone-Cluster“ in der IBM-Cloud, die speziell auf Analytics-, Big-Data- und HPC-Anwendungen ausgelegt sind. Die Power-Server erleben ihr Hoch aktuell im SAP-Umfeld, insbesondere bei anspruchsvollen Hana-Installationen. Wie beim Mainframe gibt es auch hier ein klares IBM-Bekenntnis zur Zukunft dieser Hardware-Klasse. Die nächste Chip-Generation nimmt im Labor bereits Gestalt an.
Die erwähnte IBM-Cloud hört nicht mehr auf den Namen Softlayer, sondern heißt jetzt Bluemix. Im Kontext der konkurrierenden Hyperscaler Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure und Google Cloud spielt IBM allerdings nicht die erste Geige. AWS ist als unangefochtene Nummer eins die logische Wahl für alle, die mit dem Marktführer auf Nummer sicher gehen wollen. Azure profitiert vom „natürlichen Einfallstor“ Office365 und Google ist dabei, die vergleichsweise schwache physische Präsenz außerhalb der USA zu erhöhen. So wurde in München jüngst die Cloud-Region „europe-west3“ gestartet.
Das Bluemix-Angebot umfasst IaaS-Lösungskomponenten wie Bare-Metal- und virtuelle Server, SAN/NAS und Managementservices. Außerdem hat IBM eine eigene Schnittstelle (API) zu den Watson-Angeboten, die sich dadurch jetzt auch über Bluemix nutzen, und in Cloud-Anwendungen integrieren lassen.
Damit sind wir bei den für die IBM-Zukunftsfantasien wichtigsten Themen Analytics und Cognitive, für die Watson das begriffliche Dach bietet. Und nicht zu vergessen das Mega-Thema Security als Querschnittstechnologie, ohne die all die schönen neuen smarten Anwendungen in der Cloud oder dem Internet of Things zwar denkbar, aber nicht praktikabel sind. Auch dafür soll Watson die richtigen Antworten und adäquaten Lösungen bieten.
Studenten in die Cloud holen
Dazu braucht es natürlich die Unterstützung von externer Forschung und Entwicklung. An den deutschen Universitäten will IBM deshalb kräftiger Gas geben, was Präsenz und Förderung angeht: „Wir tun das bereits und haben entsprechende Programme dafür“, so Koederitz. „Aber wir haben hier noch – wie man so schön sagt – room for improvement. Wir kommen von einem fokussierten Ansatz und wollen uns jetzt etwas breiter aufstellen. Das wird auch dadurch vereinfacht, dass wir den Studentinnen und Studenten mit IBM Bluemix eine Cloud-Plattform zur Verfügung stellen und die Bereitstellung von Hardware und Software entfällt.“
Ergänzend wird gerade ein eigenes Programm umgesetzt, um auch die Entwickler verstärkt ins Boot zu holen, die an den Software-Lösungen der Zukunft basteln: „In Berlin haben wir mit dem Startup Developer Program ein eigenes Team für die Zusammenarbeit mit der Developer Community. Hier sind wir vor allem auch an dem neuen Entwickler-Typus interessiert, der sich beispielsweise mit der App-Entwicklung beschäftigt“, erklärt Koederitz.
Unis hin, Entwickler her, auch bei den Zukunftsthemen geht nichts ohne den Channel. Auf der Distributionsseite ist IBM in Deutschland erstaunlich einseitig aufgestellt. Rund 70 Prozent der indirekten Software- und sogar 90 Prozent der Hardware-Umsätze laufen über die jetzt vereinten Tech Data und Avnet TS. Im Interview konzediert Martina Koederitz, dass dies nicht die optimale Lösung ist. Wenn einstige Konkurrenten plötzlich unter einem gemeinsamen Dach agieren, muss die Distributions-Struktur überdacht werden.
Fokus bei Partnern
Aber auch die Partner-Struktur bietet Raum für neue Mitspieler. Aktuell arbeitet IBM mit rund 4.000 Partnern zusammen, davon besitzen 130 den Gold-Status und zehn sind Platinum-Partner. „Natürlich sind wir interessiert, neue innovative Partner in unser Ökosystem einzubringen“, so Koederitz. Gefragt sind vor allem Kompetenzen in den neuen Geschäftsfeldern Analytics, Cloud und Security: „Die Herausforderung bei den Partnern ist die Veränderung der erforderlichen Fähigkeiten. Es gibt eine viel stärkere Lösungsfokussierung, sowohl bei der Konzentration auf die neuen Themen als auch bei der Spezialisierung auf eine bestimmte Branche.“
Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal IT-Business.de.
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