Cloud, Edge und KI zentral gesteuert Dell startet Automatisierungsplattform für schnelle, reproduzierbare IT‑Rollouts

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Die neue Automation Platform von Dell bündelt die Steuerung von Private Cloud, Edge und KI in einer Oberfläche – on‑prem oder als SaaS. Blueprints und zentrales Lifecycle‑Management vereinheitlichen Rollouts und sollen den Betrieb erleichtern.

Die Dell Automation Platform soll IT-Provisionierung beschleunigen.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Die Dell Automation Platform soll IT-Provisionierung beschleunigen.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Die Dell Automation Platform ist ab sofort verfügbar und integriert Dell Private Cloud sowie Dell NativeEdge; eine Anbindung an die Dell AI Solutions folgt in den kommenden Wochen. Laut Dell sinkt der manuelle Aufwand deutlich: Ein Private‑Cloud‑Cluster steht nach internen Messungen in 2,5 Stunden bereit, die Zahl der notwendigen Schritte schrumpft um 90 Prozent.

Im Kern richtet sich die Plattform an Unternehmen, die verteilte Rechenzentren und Edge‑Standorte mit wenigen Händen betreiben müssen. Sie führt Zero‑Touch‑Onboarding, zentrales Inventory, Dell AIOps und eine durchgängige Automatisierung über den gesamten Stack in einer Oberfläche zusammen, wahlweise on‑premises oder als SaaS.

Für Elektronik‑ und Maschinenbauunternehmen mit vielen verteilten Standorten adressiert die Plattform einen echten Engpass: standardisierte, wiederholbare IT‑Aufgaben an Außenwerken. Die Integration von Private‑Cloud‑Stacks, Edge‑Ops und KI‑Paketen unter einem Dach reduziert Medienbrüche im Betrieb. Entscheidend wird sein, wie gut sich eigene Blueprints pflegen lassen, wie schnell Dell Partner‑Vorlagen aktualisiert und wie belastbar die zugesagten Zeiten und Schritte in heterogenen OT‑Netzen sind.

Zentrale Funktionen und Integrationen

Die Automation Platform deckt den Lebenszyklus von Day‑0 bis Day‑2 ab: vom initialen Onboarding über die Provisionierung bis zu Updates. Dazu zählen ein kuratierter Katalog validierter Blueprints, eine native ITSM‑Integration und Multisystem‑Storage‑Funktionen. Für PowerStore nennt Dell einen automatisierten Update‑Prozess des Betriebssystems. Der Katalog soll konsistente Deployments ermöglichen und Update‑Fenster planbar halten.

Mit Private Cloud adressiert Dell disaggregierte Infrastrukturen und erlaubt die Kombination aus automatisiertem Lifecycle‑Management und offener Software‑Auswahl. Kunden bringen ihre Lizenzen für Hypervisor und Plattformen selbst mit und nutzen vertraute Tools wie vCenter oder OpenShift‑Konsole weiter. Über den Katalog greifen sie auf validierte Blueprints von Partnern zu.

NativeEdge bringt die Edge‑Ebene in die Plattform: zentrale Verwaltung verteilter Standorte, Zero‑Touch‑Rollouts, HA‑Cluster, Snapshots und Migrationspfade – auch für bestehende VMware‑Umgebungen. Dell verweist bei NativeEdge‑Blueprints auf das TOSCA‑basierte Format, mit dem sich gewünschte Zustände deklarativ beschreiben und wiederholbar ausrollen lassen.

Relevanz für Werk‑IT und Edge‑Ops

Wer Produktions‑IT und Edge‑Workloads in vielen Werken betreibt, gewinnt vor allem bei Rollouts und Pflege: weniger manuelle Schritte, reproduzierbare Stacks, zentral planbare Updates. Das zielt auf typische Fabrikszenarien wie Bildverarbeitung, Testfelder, Traceability‑Systeme oder lokale KI‑Inference. Der Nutzen hängt jedoch von Rahmenbedingungen ab, etwa Bandbreite, Change‑Freigaben, Wartungsfenstern und einer klaren Support‑Matrix für Dritt‑Hardware.

Dell ordnet die Zahlen ein und verweist auf interne Tests sowie eine kontinuierlich validierte Betriebsbasis. Für die Praxis bleibt entscheidend, wie tief die ITSM‑Anbindung in CMDB‑ und Change‑Prozesse greift, welche Daten die SaaS‑Variante überträgt (Telemetry, Inventar) und welche Garantien zur Datenhaltung in der EU gelten. (mc)

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