Lichtwellenleiter-Steckverbinder

Glasfaser-Steckverbindungen – auch hier gilt das Reinheitsgebot

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Verschmutzungen haben vielfältige Ursachen

Nicht immer kann den Beschädigungen oder Verschmutzungen eine eindeutige Ursache zugewiesen werden. So können mögliche Gründe für Kratzer im Bereich A oder B beispielsweise Fehler des Herstellers oder auch Schmutzpartikel auf dem Reinigungsgerät sein, welche die Ferrulen zerkratzen. Abhilfe schafft hier bei Kratzern im Bereich A das Nachschleifen oder Austauschen des Steckers. Im Bereich B kann der Stecker dann weiterverwendet werden, wenn die Größe des Kratzers deutlich unter 3 µm liegt.

Bei den Verschmutzungen gibt es nunmehr die folgenden Möglichkeiten, von denen einige in Bild 4 dargestellt sind:

  • Alkohol: Mögliche Ursachen sind eine Reinigung des Steckers mit zu viel Alkohol, oder dass der Stecker nicht über ein trockenes Tuch gezogen wurde.
  • Fett: Die Steckerstirnfläche ist eventuell mit Haut in Berührung gekommen oder die Staubschutzkappen sind verunreinigt.
  • Öl: Mögliche Ursachen sind hier ein ungeeignetes Reinigungsmittel oder verunreinigte Staubschutzkappen.
  • Wasser: Als Ursachen kommen hier ein ungeeignetes Reinigungsmittel oder verunreinigte Staubschutzkappen in Frage. Tritt die Verschmutzung nach einmaligen Stecken auf, so wurde entweder ein verschmutzter Verbinder gesteckt, oder es sind Kupplung oder Gegenstecker verschmutzt.
  • Schmutzpartikel: Diese treten auf, wenn ein Stecker ohne Staubschutzkappe oder ein Stecker mit verschmutzter Staubschutzkappe verwendet wird.

Grundsätzlich kann man sagen, dass bei den oben genannten Verschmutzungen eine Reinigung der Steckerstirnfläche und des Ferrulenmantels Abhilfe schaffen kann. Sollte der Stecker nach der Reinigung nicht sofort gesteckt werden, sollte ein neuer Staubschutzdeckel verwendet werden. Und sollte die Reinigung des Steckers, beziehungsweise der Kupplung und des Gegensteckers bei der Verunreinigung mit Wasser, das Problem nicht lösen, kann eventuell noch ein verschmutztes Mikroskop eine mögliche Ursache darstellen.

Zum Reinigen braucht es nicht viel

Aber wie reinigt man jetzt die Steckerstirnfläche zweckmäßigerweise? Dazu empfiehlt es sich, die folgenden Werkzeuge zu verwenden:

  • fusselfreie Tücher
  • Isopropyl-Alkohol
  • fusselfreie Stäbchen
  • trockenes Reinigungsband

Für die Reinigung hat sich der folgende Ablauf als empfehlenswert herausgestellt:

  • Fusselfreies Tuch mit wenigen Tropfen Isopropyl-Alkohol benetzen.
  • Mit benetzter Stelle den Ferrulenmantel reinigen. Hier sind vor allem die ersten 3 bis 5 mm wichtig, da dieser Teil je nach Steckertyp in die Führungshülse geführt wird.
  • Tuch auf einen Tisch oder eine ebene Fläche legen. Die Unterlage sollte nicht zu hart sein. Hier bietet sich die Verwendung von mehreren Tüchern übereinander an, da dies ein kleines Polster ergibt.
  • Stecker in gerader Richtung über die benetzte Stelle ziehen. Hierbei nur sehr wenig Kraft anwenden. Von der benetzten Stelle bis über den trockenen Teil des Tuches ziehen. Der Alkohol löst Schmutz und Ölrückstände und wird beim Ziehen über den trockenen Teil des Tuches gleich wieder entfernt

Auf dem Markt gibt es diverse Reinigungsgeräte. Bei den meisten bewegt sich nicht der Stecker über das Tuch, sondern das Tuch unter dem Stecker hindurch. Im Prinzip entspricht der Vorgang aber dem oben beschriebenen.

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