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Schutz der IT vor Staub und Wasser
Steht der Serverschrank in einer weniger geschützten Umgebung, beispielsweise in einer Produktionshalle, muss das IT-System gegen die Umweltbedingungen gesichert sein. Die IP-Schutzart (IP – Ingress Protection) gibt durch eine einfache Zahlenkombination an, wogegen das Gehäuse seinen Inhalt schützt.
Die Schutzart wird in der Form IP XY angegeben. Die Zahlen der ersten Kennziffer laufen von 0 bis 6 und definieren den Schutz vor festen Gegenständen und Staub. Die Zahlen der zweiten Kennziffer kennzeichnen den Schutz vor Wasser und reichen von 0 bis 8. Die Ziffern 7 und 8 stehen für ein zeitweiliges (7) bzw. dauerhaftes (8) Untertauchen in Wasser. In einer normalen Büroumgebung wäre beispielsweise für ein IT-Rack die Schutzart IP20 ausreichend.
Für industrietaugliche Installationen, beispielsweise im Rahmen von Industrie 4.0-Initiativen, sind Schutzarten bis IP55 gefordert. Der Server- und Netzwerkschrank TS IT von Rittal erfüllt genau diese Anforderungen. Er bietet Schutz vor Staub, Schmutz und Flüssigkeiten mit der Schutzart IP55.
Daten wie den Familienschatz sichern
Während die Standard-IT-Racks bereits einen hohen Schutzlevel bieten, lassen sich mit Sicherheits-Safes noch höhere Schutzmaßnahmen implementieren. Die Safes bieten eine zusätzliche Schutzhülle um einen Serverschrank für mehr physikalische Sicherheit und verbesserte Zutrittskontrolle. Wer eine nur kleine IT-Umgebung mit wenigen Schränken betreibt und die Sicherheit erhöhen muss, erspart sich mit Sicherheits-Safes den sonst fälligen aufwändigen Umbau des gesamten IT-Raums.
Gerade für mittelständische Unternehmen mit nur zwei bis drei Serverschränken bieten daher die Safes eine schnell realisierbare Option für mehr IT-Sicherheit. Je nach Sicherheitsklasse schützt der Safe die IT-Komponenten vor Bränden, Rauch und Wasser.
Die am Markt verfügbaren Lösungen bieten ganz unterschiedliche Ausstattungen für Klimatisierung, Energieversorgung, Brandfrüherkennung und Löschsystem. Für Unternehmen ist es wichtig, die Tragfähigkeit des Gebäudes am gewünschten Stellplatz zu beachten, da diese Systeme den Boden mit bis zu 1000 kg belasten können. Außerdem bieten einige Hersteller auch eine nachträgliche Sicherung bestehender IT-Racks durch eine zusätzliche Schutzhülle an.
Optionen für mehr IT-Sicherheit
Einer der Anbieter von IT-Sicherheits-Safes ist Rittal: Die Lösung Micro Data Center ist in verschiedenen Sicherheitsstufen verfügbar und ermöglicht es, die IT in einem Schutzraum bis zur Widerstandsklasse 4 zu betreiben. Das Umhausungssystem richtet einen vollständigen Sicherheitsbereich um ein 19-Zoll-Rack ein. Darin findet IT-Hardware auf 42 oder 47 Höheneinheiten ihren Platz. Im Fall eines Feuers werden die garantierten Brandschutzwerte von 90 min nach DIN 4102 (F90) damit eingehalten.
So steigt die Innentemperatur des Micro Data Centers innerhalb der ersten 30 min um maximal 50°C und die relative Luftfeuchte bleibt unter 85%. Darüber hinaus widersteht die Lösung Staub sowie starkem Strahlwasser (IP56) und bietet einen wählbaren Einbruchschutz, der in Anlehnung an die DIN EN 1627 getestet wurde. Rauchgase, die etwa beim Löschen eines Brandes rund um das Micro Data Center entstehen, können nicht eindringen.
Mehr Ausfallsicherheit durch getrennte Standorte
Die auf Ebene der IT-Racks erreichte Sicherheit ist eine zentrale Komponente innerhalb eines übergreifenden Security-Konzepts. Wenn man ein weitergehendes Hochsicherheitskonzept benötigt, betreibt man die Rechenzentren an zwei getrennten, nicht öffentlich erkennbaren Standorten mit Mindestentfernungen und gespiegelten Komponenten.
Zusätzlich wird der Betrieb des Rechenzentrums und damit der Ablauf betrieblicher Prozesse durch ein Business Continuity Management abgesichert, um gegen Ausfallzeiten gewappnet zu sein. Mit solchen Ansätzen erreichen IT-Organisationen einen hohen Grad an Ausfallsicherheit und sichern den laufenden operativen Betrieb aller IT-Arbeitsplätze im Unternehmen.
IT-Gehäuse
Wie die Digitalisierung das IT-Gehäuse verändert
* Hans-Robert Koch ist Leiter der Produktkommunikation bei Rittal in Herborn.
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