IDC Digital Universe

Datenvolumen verdoppelt sich alle zwei Jahre

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Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie im Überblick:

  • Während Cloud Computing heute weniger als zwei Prozent der Ausgaben im IT-Bereich ausmacht, schätzt IDC, dass 2015 fast 20 Prozent der Informationen von Service-Providern für Cloud Computing verwaltet werden. Das bedeutet, dass ein Bit auf seiner Reise vom Verursacher bis zum endgültigen Löschen in irgendeiner Form in der Cloud verarbeitet wird. Ungefähr zehn Prozent der Informationen verbleiben in der Cloud.
  • Der „digitale Schatten“ hat ein Eigenleben: Die Menge an Informationen, die die Menschen selbst produzieren (Dokumente, Fotos, Video- oder Musikdownloads) ist weit geringer als die Menge an Informationen, die über sie im digitalen Universum erzeugt werden.
  • Die Verantwortung liegt bei den Unternehmen: Rund 75 Prozent der Informationen im digitalen Universum werden von einzelnen Menschen erzeugt, Unternehmen tragen auf die eine oder andere Weise Verantwortung für 80 Prozent der Informationen während ihrer Lebensdauer im digitalen Universum .
  • Unstrukturierte Daten machen mehr als 90 Prozent der gesamten Daten aus. Unternehmen stehen neue Anwendungen zur Erfassung, Suche und Analyse zur Verfügung, mit denen sie Einblicke aus unstrukturiert vorliegenden Daten ziehen können. Diese Tools können Daten automatisch auswerten und verschlagworten, d.h. sie erzeugen Metadaten; die Metadaten wachsen doppelt so schnell wie der zugrundeliegende Datenbestand.
  • Business-Intelligence-Anwendungen werden sich zunehmend auf Echtzeit-Daten stützen. Anschauliche Beispiele sind Autoversicherungstarife, die sich danach richten, wo der Autobesitzer gerade unterwegs ist, intelligente Stromnetzwerke, die die Energieerzeugung steuern, oder Werbebotschaften, die sich automatisch an das Feedback aus Sozialen Netzwerken anpassen.
  • Es stehen neue Anwendungen für die Datenarchivierung zur Verfügung, die die Kosten reduzieren, z.B. mittels Daten-Deduplizierung, Auto-Tiering und Virtualisierung, und auch die Entscheidung erleichtern, was archiviert werden sollte. Neue Sicherheits-Mechanismen und -Anwendungen erkennen die Informationen, die geschützt werden müssen und auch welches Sicherheitsniveau nötig ist. Dies umfasst Threat Protection Devices, Software, Fraud Management Systeme und Reputation Protection Services.
  • Mit Private- und Public-Cloud-Lösungen oder auch einer Kombination aus beidem (Hybrid-Cloud) profitieren Unternehmen von Skaleneffekten und werden beweglicher und flexibler als mit herkömmlichen IT-Umgebungen. Dies wird auf längere Sicht ein wichtiges Instrument für die Bewältigung der Komplexität des digitalen Universums werden.
  • Cloud Computing ermöglicht die Nutzung von IT als Dienstleistung (IT-as-a-Service). Durch das Entstehen großer Datenansammlungen (Big Data) werden Unternehmen zunehmend dazu übergehen, die IT als Service zu beziehen statt in eigene IT-Infrastruktur zu investieren.
  • Das Wachstum des digitalen Universums wird weiterhin das Wachstum der Speicherkapazität übertreffen. So kann ein Gigabyte an gespeicherten Inhalten ein Petabyte an temporären Daten erzeugen, die üblicherweise nicht gespeichert werden, z.B. digitale TV-Signale, die direkt wiedergegeben, aber nicht aufgenommen werden, oder Telefongespräche über ein digitales Telefonnetz.
  • Nur ein Drittel der Informationen im digitalen Universum sind ansatzweise gesichert; nur die Hälfte aller schützenswerten Informationen sind geschützt.

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