Mobiles und kontaktloses Bezahlen, Digital Wallets und Biometrie: Vor wenigen Jahren noch Zukunftsmusik, gehören diese Themen heute schon zu unserem Alltag. Aber wie werden wir in Zukunft bezahlen? Werden Bargeld und Karten aus unserem Leben verschwinden? Wie wird sich unser Alltag dadurch verändern?
Elektronische Geldbörsen, Zahlungen durch vernetzte Geräte im Internet der Dinge sowie Biometrie sind die wichtigsten Trends beim digitalen Bezahlen.
(Bild: Infineon)
Elektronische Geldbörsen, Zahlungen durch vernetzte Geräte im Internet der Dinge sowie Biometrie. Infineon bietet dazu ein breites Portfolio an Sicherheitschips. Diese sind je nach Anwendung in verschiedenen Formfaktoren erhältlich und für Geräte- und Kartenhersteller einfach zu integrieren. Mit den "SECORA Pay" und "SECORA Connect"-Produktfamilien bietet Infineon nun auch anwendungsspezifische Systemlösungen aus Chip und Software. Ziel ist es, vertrauenswürdige, bequeme und gesicherte Zahlungen zu ermöglichen.
"Nutzer erwarten verlässliche und bequeme Bezahlverfahren, die zu ihrem Alltag passen", sagt Ioannis Kabitoglou, Leiter der Produktlinie Digital Security & Identity von Infineon. Jede zweite Bankkarte nutzt einen Mikrochip von Infineon. Mit Blick in die Zukunft ergänzt Kabitoglou: „Wir wollen digitale Zahlungen mit vernetzten Geräten möglichst vielen Menschen und Unternehmen weltweit zugänglich machen. Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit gehen dabei Hand in Hand.“
Biometrie für einfaches, bequemes und schnelles Bezahlen
Schon heute erfolgen weltweit rund 82 Prozent der Zahlungen im stationären Handel kontaktlos, entweder traditionell per Bankkarte, via Smartphone oder durch tragbare Elektronik wie Uhren und Ringe (Wearables). Sie machen das Bezahlen schneller, einfacher und – gerade in Pandemiezeiten – auch hygienischer.
Kontaktloses Bezahlen ist schon heute gängiger Standard. Künftig wird es auch Bankkarten mit integriertem Fingerabdrucksensor zur Autorisierung am Kassenterminal geben. Schon 2024 sollen bis zu 60 Millionen solcher Bankkarten mit biometrischer Autorisierung im Umlauf sein.
Doch neue biometrische Authentifizierungsverfahren eröffnen weit mehr Möglichkeiten: Das Internet hat unser Einkaufsverhalten revolutioniert, und auch das Internet der Dinge (Internet of Things, kurz IoT) wird neue vernetzte Geräte ermöglichen, über die wir in Zukunft Zahlungen abwickeln werden.
Die biometrische Authentifizierung wird eine gewichtige Rolle spielen, um Zahlungen abzusichern und gleichzeitig möglichst nutzerfreundlich zu gestalten. Heute schon können im Auto Zahlungen per Fingerabdruck freigegeben werden. Künftig könnte Gesichtserkennung eine wichtige Rolle spielen. Auch bei Bestellungen über den Smart Speaker kann das Gerät die Stimme des Besitzers identifizieren und die Bestellung samt Zahlung veranlassen. Das sorgt für ein nahtloses Nutzererlebnis.
Elektronische Geldbörsen und vernetzte Geräte
Mehr als die Hälfte der Handelstransaktionen erfolgten 2021 online. Rund 48 Prozent nutzten elektronische Geldbörsen (Digital Wallets) zur Abwicklung der Online-Zahlung. Händler profitieren von einer schnellen und sicheren Abwicklung des Bezahlvorgangs und von geringen Transaktionsgebühren.
Nicht nur Menschen, sondern auch vernetzte Geräte werden im Internet der Dinge Zahlungen initiieren und abwickeln (engl. IoT-Payments). Bis 2025 sollen rund 2,7 Milliarden bezahlfähige und vernetzte Smart Home Geräte auf dem Markt sein (Juniper Research). So kann der Kühlschrank von morgen Milch oder Pizza bestellen, wenn das nicht schon der Smart Speaker per Sprachsteuerung erledigt hat – bezahlt wird dank integriertem Sicherheitschip.
Aber auch außerhalb des eigenen Zuhauses vereinfachen IoT-Payments unseren Alltag. Zum Beispiel erkennen immer mehr Ladesäulen das E-Auto und wickeln den Bezahlvorgang automatisch ab („Plug & Charge“). Zudem soll Marktforschern zufolge das Umsatzpotenzial von In-Car-Payments bis zum Jahr 2025 auf weltweit 86 Milliarden US-Dollar wachsen.
Besseres Nutzererlebnis – neue Sicherheitsanforderungen
Während neue, komfortable Einkaufserlebnisse möglich werden, steigen gleichzeitig die Anforderungen an die Bezahlvorgänge. Kontaktlose mobile Zahlungen und die Einbindung vernetzter Geräte erfordern neben der allgemeinen Gerätesicherheit auch die zuverlässige Sicherung biometrischer und weiterer privater Informationen des Nutzers, die Speicherung und Bereitstellung von Transfernachweisen sowie die Erfüllung spezieller gesetzlicher Vorgaben zur Zwei- Faktor-Authentifizierung. Datenschutz, Datensicherheit und nicht zuletzt Benutzerfreundlichkeit schließen sich dabei nicht aus.
Stand: 08.12.2025
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