Bedarfsorientierte DC-Ladeinfrastruktur Ungekühlte DC-Ladekabel zur Realisierung vielfältiger Ladelösungen

Von Florian Grothaus* 3 min Lesedauer

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Mit flächendeckender und zuverlässiger DC-Ladeinfrastruktur wird das Laden von E-Autos auf Mittel- und Langstreckenfahrten an halböffentlichen und öffentlichen Elektrotankstellen mehr als alltagstauglich. Lange Ladezeiten gehören der Vergangenheit an.

Ladekabel: 
Wie lang ist die durchschnittliche Verweilzeit eines Fahrzeugs? Ladeinfrastruktur sollte immer nach anwendungsbezogenen Kriterien ausgewählt werden.(Bild:  Phoenix Contact)
Ladekabel: 
Wie lang ist die durchschnittliche Verweilzeit eines Fahrzeugs? Ladeinfrastruktur sollte immer nach anwendungsbezogenen Kriterien ausgewählt werden.
(Bild: Phoenix Contact)

Auch mit ungekühlten DC-Ladekabeln lassen sich Ladeströme bis zu 375 A und entsprechend kurze Ladezeiten erzielen. Die Anforderungen an die zu übertragende Leistung variieren jedoch stark je nach Einsatzort und Anwendung. Für viele Betreiber macht es daher Sinn, Ladeinfrastruktur anwendungsoptimiert anzubieten.

Die robusten DC-Ladekabel Charx connect von Phoenix Contact bieten zukunftssichere und nachhaltige Merkmale sowie eine große Bandbreite an Leistungsvarianten von 150 bis 375 A.

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Die richtige Leistung am richtigen Ort

Ladeinfrastruktur sollte immer nach anwendungsbezogenen Kriterien ausgewählt und aufgestellt werden. So ist es wenig sinnhaft, eine DC-Wallbox auf einem Autobahnparkplatz aufzustellen oder eine HPC-Schnelladestation (High Power Charging) in einem Wohngebiet mit Einfamilienhäusern.

Als relevantes Kriterium gilt die durchschnittliche Verweilzeit eines Fahrzeugs am entsprechenden Ort: HPCs sind die beste Lösung, wenn in kurzer Zeit möglichst viel Reichweite nachgeladen werden soll, z.B. an Autobahnraststätten, Ladeparks in der Nähe von Autobahnen oder Bundesstraßen. Bei einer Verweilzeit von 30 min bis 2 h sind Ladestationen des mittleren Leistungsbereiches um die 50 bis 100 kW sinnvoll. Dies betrifft z.B. Parkplätze von Einkaufszentren, Bau- und Supermärkten, Möbelhäusern oder weiteren Geschäften.

Einfaches DC-Laden mit kleineren Ladeleistungen macht überall dort Sinn, wo die Verweilzeit über mehrere Stunden hinausgeht. Dies ist insbesondere bei touristischen Zielen wie Freizeitparks, Sportstadien oder Veranstaltungsorten der Fall.

Auch in privaten oder beruflichen Anwendungsfällen kann DC-Laden sinnvoll sein, insbesondere, wenn Gleichspannung leicht bereitgestellt wird (z.B. durch eine große PV-Anlage). Die Abgrenzung zum AC-Laden ist hier jedoch nicht ohne weiteres möglich, auch hier ist der Anwendungsfall genau zu prüfen.

Das Ladekabel-Portfolio aus Schieder deckt ein breites Spektrum an Anwendungsfällen im Bereich DC-Laden ab. So lässt sich DC-Ladeinfrastruktur bedarfsorientiert und wirtschaftlich im Feld installieren. Die neue Generation der CCS-Ladestecker Charx connect standard deckt dabei den mittleren Leistungsbereich von 150 bis 250 kW ab.

Im gleichen Gehäusedesign verzichtet Charx connect professional auf eine Flüssigkeitskühlung und nutzt stattdessen einen Leiterquerschnitt von 4 x 50 mm². Damit können HPC-Ladestationen ohne Kühlung bis zu 40 °C dauerhaft und sicher mit 375 A betrieben werden – im Boost Mode sogar kurzzeitig mit deutlich höheren Ladeströmen.

Sicher und robust im Outdoor­Einsatz

Das Dichtkonzept der DC-Ladekabel sorgt für eine vollständige Längswasserdichtigkeit, die die stromführenden Teile innerhalb des Gehäuses vollständig vor Feuchtigkeit schützt. Das maximiert die elektrische Sicherheit für die Anwendenden und erhöht gleichzeitig die Ausfallsicherheit der Ladeinfrastruktur.

Das neuartige Zwei-Kammer-Dichtsystem markiert die nächste Entwicklungsstufe der DC-Ladekabel-Dichtsysteme: Die räumliche Trennung der beiden Leistungskontakte DC+ und DC- schließt Kurzschlüsse vollständig aus.

Hochwertige Materialien sorgen zudem für die notwendige Robustheit und eine hohe Lebensdauer der Ladestecker – auch im dauerhaften Outdoor-Einsatz unter rauen Bedingungen.

Vorbereitet für Vierleiter-Messtechnik

Für eine eichrechtskonforme und zuverlässige Abrechnung von Ladevorgängen sind die DC-Ladekabel und -stecker bereits heute für die Vierleiter-Messtechnik vorbereitet und damit zukunftssicher.

Die Vierleiter-Messtechnik erfasst die Verlustleistung im Ladekabel, sodass die an das Elektrofahrzeug übertragene Energie exakt bestimmt werden kann.

Nachhaltig, einfach und kostengünstig: Reparatur-Kits

Trotz robuster Materialien unterliegen Ladestecker an halböffentlichen oder öffentlichen Ladesäulen regelmäßigen Wartungsintervallen, auch aufgrund von unsachgemäßem Umgang. Die Beschädigungen treten dabei meist am Steckgesicht auf. Mithilfe von Reparatur­Kits können Steckgesichtsrahmen und Leistungskontakte am Ladestecker schnell und einfach ausgetauscht werden. Dies erleichtert die Wartung der DC­Ladekabel, spart Zeit und Kosten und erhöht die Verfügbarkeit von Ladeinfrastruktur im Feld.

Ein aufwändiger Austausch des kompletten Ladekabels entfällt somit. Diese Art der Wartung ist nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch nachhaltiger.

Fazit: Die neue Generation der ungekühlten DC-Ladestecker Charx connect deckt den mittleren bis gehobenen Leistungsbereich von 150 bis 375 kW ab und unterstützt so den bedarfsorientierten Ausbau von DC-Ladeinfrastruktur. Im neuen Gehäuse-Design bietet die Produktfamilie viele Verbesserungen in Bezug auf Robustheit, Sicherheit, Abrechnung und Wartung. (kr)

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* Florian Grothaus, B.Sc., ist Product Manager Infrastructure bei Phoenix Contact E-Mobility in Schieder-Schwalenberg.

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